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TESTBERICHT: Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle Teil 4


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der GB2788HS-B1 aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Benutzereinstellung") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der GB2788HS-B1 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,32 ein sehr gutes und einem maximalen Delta C von 1,39 ein gutes Ergebnis. Bei den bunten Farben erreichen wir jetzt mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 1,39 ebenfalls ein gutes Ergebnis. Mehr kann man mit einer Farbraumabdeckung von 90 % auch nicht erwarten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter "Bild" -> "Overdrive" zu finden. Hier gibt es die Stellungen "-2", "-1", "0", "+1" und "+2". Als Standardwert ist "0" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "-2"

Zu diesen Schaltzeiten braucht nicht viel gesagt werden. Mit 31,6 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 19,9 ms für den schnellsten Grauwechsel, einem Durchschnittswert für 15 Messpunkte von 31,5 ms und einem CtC-Wert von 17,4 ms rangiert das Display Performance-technisch ganz hinten in unserer Rangliste. Die wenigsten werden solch ein Display aber auch mit diesen Einstellungen betreiben.

Sehr langsame Schaltzeiten bei den niedrigsten Einstellungen

60-Hz-Overdrive "0"

Bereits bei mäßiger Pixelbeschleunigung zeigt der GB2788HS-B1, was in ihm steckt. Mit einem Schwarz-Weiß-Wechsel von 7,5 ms, dem schnellsten Grauwechsel von 3,8 ms, dem Durchschnittswert von 15 Messpunkten in 8,1 ms und einem CtC-Wert von 5,4 ms werden hier schon Topwerte erzielt. Analog dazu bleibt der Helligkeitsverlauf völlig unauffällig.

Die Schaltzeiten explodieren förmlich gegenüber der ersten Messung

60-Hz-Overdrive "+2"

Bei der stärksten Pixelbeschleunigung gewinnt das Display bei sämtlichen Messungen noch etwa 2 ms. Der Schwarz-Weiß-Wechsel wird mit 5,3 ms, der schnellste Grauwechsel mit 2,3 ms und der Durchschnittswert für 15 Messpunkte mit 5,6 ms gemessen. Der CtC-Wert benötigt 3,2 ms.

Die Steigerung macht sich nun auch im Helligkeitsverlauf bemerkbar, hält sich allerdings in Grenzen.

Noch einmal schnellere Schaltzeiten bei mäßigen Überschwingern

144-Hz-Overdrive "-2"

Hier nimmt die deaktivierte Pixelbeschleunigung nicht mehr solch negativen Einfluss auf die Performance. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel 6,7 ms, den schnellsten Grauwechsel mit 5,6 ms, den Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte mit 14,9 ms und den CtC-Wert mit ordentlichen 8,8 ms.

Ordentliche Schaltzeiten und unauffälliger Helligkeitsverlauf

144-Hz-Overdrive "0"

Bei mittlerer Pixelbeschleunigung wird der Schwarz-Weiß-Wert mit 6,4 ms gemessen. Der Grauwechsel benötigt 3,9 ms. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte beträgt 7,3 ms und der wichtige CTC-Wert halbiert die Vormessung mit 4,2 ms. Der Helligkeitsverlauf wird davon nicht beeindruckt und verhält sich neutral.

Zum Teil halbieren sich die Schaltzeiten zur Vormessung bei neutralem Helligkeitsverlauf

144-Hz-Overdrive "+2"

Bei maximaler Pixelbeschleunigung steigern sich auch hier sämtliche Zeiten. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 5,5 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 2,1 ms. Der Durchschnittswert für 15 Messpunkte beträgt 4,9 ms. Der sehr wichtige CtC-Wert geht mit 3 ms durchs Ziel. Das sind insgesamt ausgezeichnete Werte für ein Gaming-Display. Sehr gut kann man bewerten, dass bei maximaler Aussteuerung nicht auch gleichzeitig der Helligkeitsverlauf durch die Decke geht. Die Ingenieure taten gut daran, auch das im Blick zu haben und nicht noch weiter an der Geschwindigkeitsschraube zu drehen.

Bei der folgenden Grafik ist dies zu beachten: Durch die schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Schnelle Schaltzeiten und mäßige Überschwinger

Netzdiagramme

Netzdiagramm Reaktionszeit "-2" 60 Hz (links) und "-2" 144 Hz (rechts)

Netzdiagramm Reaktionszeit "0" 60 Hz (links) und "0" 144 Hz (rechts)

Netzdiagramm Reaktionszeit "+2" 60 Hz (links) und "+2" 144 Hz (rechts)

 

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von 7,6 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 2,5 ms erreicht das Display eine sehr schnelle Gesamtlatenz von 10,1 ms. Das macht den Iiyama zu einem guten Gaming-Monitor, der sich auch für schnelle Shooter eignet.

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