Test Monitor Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle
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Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit einer Signalverzögerung von 7,6 ms und einer mittleren Bildwechselzeit von 2,5 ms erreicht das Display eine sehr schnelle Gesamtlatenz von 10,1 ms. Das macht den Iiyama zu einem guten Gaming-Monitor, der sich auch für schnelle Shooter eignet.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des GB2788HS-B1 arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Iiyama Gb2788hs B1 Red Eagle Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl alle Monitore einen großen Parcours durchlaufen müssen, bei dem hochempfindliche Testgeräte zum Einsatz kommen, gibt es immer wieder Geräte, die Bewegungsartefakte ohne messbarem Overdrive erzeugen. Deswegen setzen wir uns eine Weile hin und schauen Videos, spielen ein wenig und führen kleine Tests durch, die auch die letzten Schwächen des Monitors offenbaren.

Spieletechnisch haben wir uns für die Rennsimulation „DiRT Rally“ entschieden. Durch die Cockpit-Ansicht befinden sich die schnell bewegten Bildanteile direkt am unteren Rand sowie an den Bildrändern durch die vorbeifliegende Vegetation und lassen Bewegungsartefakte erkennen. Auch der starke Kontrast zwischen Himmel und Bäumen hilft bei der Beurteilung, da Objektkanten hier eine Korona zeigen, wenn zu sehr an der Geschwindigkeitsschraube gedreht wurde.

Die Messungen zeigen hier einen geringen Ausschlag bei der höchsten Overdrive-Einstellung. Wir konnten auch in der höchsten Einstellung bei „+2“ mit dem bloßen Auge keinen der negativen Effekte feststellen. Während bei vielen Displays die höchste Overdrive-Einstellung mehr als grenzwertig erscheint, sehen wir bei dem Iiyama GB2788HS-B1 ein sehr schön homogenes Bild.

Um einen ehrlichen Vergleich in Sachen Schaltzeiten anzustellen, müsste bei fast allen anderen Gaming-Displays die höchste Overdrive-Einstellung gestrichen werden, da das Bild nicht mehr schön anzusehen ist. So rangiert der Iiyama im Bereich der Spitzengruppe.

Die FreeSync-Funktion liefert, wie bereits bei anderen Monitoren, die über die Anti-Tearing-Lösung von AMD verfügen, eine mittelmäßige Leistung ab, da sie nicht bei allen Spielen Wirkung erzielt.

Sound

Der GB2788HS-B1 verfügt über zwei interne 2,5-W-Lautsprecher, die über den oberen Lüftungsschlitz abstrahlen. Ernsthaft zu gebrauchen sind sie nicht, da der Sound an Bassarmut nicht zu übertreffen ist. Für ein schnelles YouTube-Video oder zum Skypen sollten sie zur Not noch reichen, für mehr aber nicht.

DVD und Video

Über die HDMI-Schnittstelle lassen sich HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielekonsolen oder HDTV-Empfänger anschließen. Der Ton wird dabei an die internen Lautsprecher oder, falls belegt, an die Kopfhörerbuchse weitergeleitet. Sollte der Monitor per DVI angeschlossen sein, so besteht die Möglichkeit, den Ton über die Audio-in-Buchse zuzuspielen.

Ein spezieller Kino- oder Videomodus ist im „i-Style-Mode-Menü“ nicht zu finden. Das ist aber auch nicht nötig, da der native Weißpunkt bereits ab Werk sehr nahe an D65 liegt und wir so sehr natürliche Hauttöne erhalten. Einzig die Helligkeit sollte auf einen Wert um 40 verringert werden. Bereits jetzt erhält man ein natürlich wirkendes Bild mit guter Durchzeichnung in dunklen und hellen Passagen. Dieses Ergebnis werden mehr als drei Personen aufgrund des TN-Panels und der damit verbundenen schlechten Blickwinkelstabilität nicht genießen können.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Material in 1080p und 720p wird als einwandfreies Vollbild angezeigt. SD-Material mit einem 4:3-Seitenverhältnis stellt das Display ebenfalls vor kein Problem und wird seitengerecht mit Trauerrändern links und rechts angezeigt.

Wir spielten dem GB2788HS-B1 Testvideos in 2:2- und 3:2-Kadenz zu. Inhalte mit einem ungeraden Rhythmus zeigten Zeilenflimmern und starke Kammbildung, was für einen nicht verbauten Deinterlacer spricht.

Unser Testgerät nahm jegliche Bildwiederholungsfrequenz von 20-144 Hz entgegen. Dabei konnten wir ab einer Aktualisierungsrate von 40 Hz keinen Judder mehr erkennen. Filme in 24 Hz ließen sich trotzdem einwandfrei genießen.

Overscan

Eine Overscan-Funktion bietet der Monitor nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Im Betrieb über HDMI kann im OSD-Menü über die Ebene „Bild“ -> „HDMI RGB Bereich“ zwischen „Voller Bereich“ oder „Limit. Bereich“ gewählt werden. Die erste Möglichkeit beschreibt PC-Levels mit RGB 0-255, der limitierte Bereich beschreibt Videolevels mit RGB 16-235. Wir konnten diese Funktion allerdings mit den Kombinationen, die wir zur Verfügung hatten, nicht aktivieren. Sie blieb ausgegraut. Es wurde jedoch am PC und an HD-Zuspielern der richtige Farbraum gewählt.

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