4K-UHD-Fernseher schon jetzt kaufen?
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Gibt es überhaupt schon 4K-Inhalte?

Eine brennende Frage: Welche Inhalte können überhaupt in Ultra HD betrachtet werden? Nun ja, das Angebot ist bisher gelinde gesagt noch überschaubar. Zu nennen wäre die App Netflix, die auf den UHD-TVs von LG, Sony, Samsung, Vizio und anderen vorinstalliert ist. Netflix ist eine digitale Videothek, in der Videos per Streaming übertragen werden. Beispielsweise ist in den USA die erfolgreiche Serie Breaking Bad in Ultra HD zu sehen.

Doch um in den Genuss zu kommen, benötigt man eine Leitung, die mal eben 25 Megabit pro Sekunde bereitstellt. Liegt keine derartige Verbindung vor, können nur Media Player helfen, wie der Ultra HD Media Player FMP-X5A oder der FMP-X1-4k Ultra HD von Sony. Diese greifen online auf eine Bibliothek zu und übertragen den Film live. Der FMP-X1-4k Ultra HD kann Filme speichern und sie später auf Knopfdruck wiedergeben.

Samsung schickt dagegen seinen 4K-Player CY-SUC105H ins Rennen, der mit dem „UHD Video Pack“ daherkommt, wo ein Auswahl von Filmen vorinstalliert sind. Allerdings hat Sony aufgrund seiner Filmstudios bisher eindeutig mehr zu bieten. Hinzuzufügen wäre nur, dass die Media Player von Sony und Samsung nur am hauseigenen 4K-UHD-TV funktionieren.

Sonys FMP-X1 Medienserver
Sonys FMP-X1 ermöglicht das Herunterladen von 4k-Filmen. Damit lassen sich Filme auch ohne ultraschnelle Internetverbindung anschauen. (Bild: Sony)

Neben Netflix wäre ebenso noch YouTube zu nennen. Sucht man dort nach „4K“, „Ultra HD“, „UHD“ und „2160p“ findet man einen Mix aus Natur- und Werbevideos und Szenen aus Computerspielen. Wenn man nicht gerade ein Gamer ist, sind es also vielmehr nur Appetithäppchen, die aber sicherlich Lust auf mehr machen.

Unterm Strich hält sich das 4K-Angebot noch sehr bedeckt. Es scheint auch noch weit in der Ferne zu liegen, wann Satellit- und Kabelanbieter 4K-UHD-TV anbieten können. Doch zugreifen schadet nicht, weil das 4K-Angebot stetig wächst.

Upscaling – So wird Full HD auf 4k hochgerechnet

Die aktuellen UHD-Modelle besitzen die Technologie, Ausgangsmaterial auf 4K hochzurechnen. Das nennt man Upscaling-Verfahren. Damit wirken auch Auflösungen jenseits der 3480 mal 2160 Pixeln schärfer und hochauflösender, sodass diese Inhalte auch bei geringem Sitzabstand nicht zu niedrig aufgelöst erscheinen. Dabei gilt dennoch die Regel, dass umso besser das Ausgangsmaterial ist, desto besser ist das per Upscaling gelieferte Resultat. Wer also über Blu-rays verfügt, darf sich über ansehnliche Resultate freuen. Von SD auf Ultra HD darf man keine Wunder erwarten.

21:9 TV im Curved-Design
Zukunft: 21:9 im Curved-Design?

Langsam aber sicher gewinnen 21:9-Bildschirme mehr Aufmerksamkeit. Doch gibt es auf Wunsch auch schon einen gewölbten Fernseher im 21:9-Format: Der Samsung S9W kostet mit seinen 105 Zoll 120.000,00 Euro und wird sozusagen auf Nachfrage angefertigt.

Sicherlich für die meisten unbezahlbar, doch gibt dieses Modell möglicherweise einen Anstoß Richtung Zukunft. So könnten nach der 4K- und Curved-Technologie das Kinoformat 21:9 der nächste große Trend werden. Das wäre ganz im Sinne der Filmemacher.

Träumen muss erlaubt sein: 21:9 auf 105 Zoll im Curved-Design für schlappe 120.000 Euro. (Bild: Samsung)

Fazit

Festzuhalten bleibt also, wer das nötige Kleingeld besitzt kann mit UHD-Fernsehern das Fernseherlebnis verbessern, selbst wenn noch nicht sonderlich viele native Serien oder Filme in diesem Format vorliegen, auch mit einem Upscaling von Blu-Ray Material sieht das Bild super aus. Ein besonderes Highlight kommt mit den Curved-Modellen ins Spiel. Allerdings sollten Sie immer auch das richtige Verhältnis zwischen Bildgröße, Abstand und der Anzahl der Zuschauer berücksichtigen.

Von den vielleicht auf den ersten Blick günstigen UHD-Modellen sollten Sie besser die Finger lassen. In vielen Fällen handelt es sich um Mogelpackungen und Geräte mit signifikanten Defiziten. Die namhaften TV-Hersteller haben die Nase vorn und wenn die Anschlüsse zudem noch in einer externen Box untergebracht sind, damit spätere Weiterentwicklungen im Schnittstellenbereich aufgerüstet werden können, ist man auch diesbezüglich gut beraten.

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