Apples iPad enthüllt

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Nun ist es offiziell: Das iPad kommt! Steve Jobs höchstpersönlich ließ es sich nicht nehmen am vergangenen Abend das iPad offiziell auf einer Pressekonferenz in San Francisco vorzustellen und somit den jahrelangen Gerüchten ein Ende zu bereiten.

Anders als vielerorts erhofft wird Apple jedoch nicht auf ein OLED-Display setzen und stattet das knapp 680 Gramm leichte Gerät stattdessen mit einem 9,7 Zoll großen IPS-Panels aus, welches auf eine LED-Hintergrundbeleuchtung setzt und eine Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten aufweist.

Apples neuester Geniestreich macht in sämtlichen Lagen eine gute Figur. (Foto: Apple)

Der Einsatz eines solchen Panels gewährt zwar besonders gute Blickwinkel von 178 Grad, kommt allerdings nicht ganz ohne technische Nachteile daher: Im Gegensatz zu OLED- oder gar TN-Panels, verbrauchen IPS-Panels wesentlich mehr Strom. Dennoch beteuerte Steve Jobs, dass man die Akkulaufzeit des knapp 2,5 Zentimeter dünnen Gerätes auf bis zu zehn Stunden optimieren konnte. Inwieweit diese Angaben jedoch der Realität entsprechen, bleibt schwer abzuschätzen; es dürfte sich hierbei jedoch um eine gut gemeinte Obergrenze handeln. Die rund einmonatige Standby-Zeit bleibt trotz alledem ein interessantes Feature des Gerätes.

Das große Highlight des iPads bleibt allerdings sein Multi Touch Funktion, welche durch ein kapazitives Panels ermöglicht wird. Die Navigation auf Webseiten geht somit kinderleicht auf innovative Weise von Hand. Der Vergleich zum iPhone lässt da nicht lange auf sich warten und in der Tat gibt es hier viele Gemeinsamkeiten: So wird auch das iPad einen integrierten digitalen Kompass und Beschleunigungssensor bieten. Ein eingebautes Mikrofon samt passenden Stereo-Lautsprecher runden dieses Bild ab und könnten gar dazu verleiten das Gerät als iPhone-Ersatz zu missbrauchen.

Bildinhalte werden ähnlich einer Pivot-Funktion automatisch allen Lagen angepasst. (Foto: Apple)

Auch wenn das iPad jedoch nur bedingt in die Westentasche passen mag, gestaltet es sich doch erfreulich kompatibel zu sämtlichen bisher erschienen AppStore-Anwendungen, welche man auf Wunsch in der Original-Auflösung oder auf das gesamte Display gestreckt darstellen kann. Ein neues und für das iPad optimierte SDK ist ab sofort auf Apples Webseite erhältlich. Da sich das mobile Display im Taschenbuchformat zudem auch bestens für eBooks eignet, wird Apple diese zukünftig in einem eigens eingerichteten Online-Shop als so genannte iBooks anbieten. Ganz ähnliches gilt für iWork-Applikationen, welche ebenfalls für das iPad online erwerbbar sein werden. Der Preis für iWork-Programme soll laut Apple bei 9,99 US-Dollar liegen.

Das Taschenbuchformat prädestiniert das iPad geradzu als eBook-Reader. So genannte iBooks sollen bereits zum Verkaufsstart von Apple angeboten werden. (Foto: Apple)

Beim Innenleben des iPads hat sich Apple erstaunlicherweise zu seinen Wurzeln besonnen und stattet das Gerät mit dem eigens von Apple entwickelten A4 Chip aus: Diese ein Gigahertz starke Ein-Chip-Lösung wird als „System-on-a-chip“ bezeichnet und soll ebenfalls die grafischen Berechnungen übernehmen. Erst hierdurch sei laut Apple die Akkulaufzeit von rund zehn Stunden möglich.

Als besonderen Clou könnte sich die variable Ausstattung des iPads gestalten, welche eine attraktive Preispolitik ermöglicht. So wird Apples iPad in seiner günstigsten Variante mit einem 16 Gigabyte großen Flash-Speicher weltweit bereits ab Ende März zu einem Preis von lediglich 499,00 US-Dollar (rund 359,00 Euro) erhältlich sein. Für eine Verdopplung des Speichers muss man anschließend jeweils 100,00 US-Dollar drauflegen, wobei die 64 Gigabyte-Version das maximale Limit darstellt. Mobile Internetnutzung und Datenübertragung wird hierbei allerdings nur über eine Funknetzwerkanbindung (802.11n) oder BlueTooth 2.1 + EDR möglich sein.

Das OnScreen-Keyboard ist fast so groß wie eine echte Tastatur und ermöglicht eine unkomplizierte Bedienung. (Foto: Apple)

Für die absolut uneingeschränkte Internetnutzung wird Apple jedoch gegen Ende April auch eine Variante mit UMTS-Unterstützung (3G) anbieten, welche ebenfalls einen GPS-Empfänger besitzen wird. Diese Varianten werden ab 629,00 US-Dollar (knapp 452,00 Euro) erhältlich sein, wobei auch hier eine Speicherverdopplung mit jeweils 100,00 US-Dollar zu Buche schlägt. In den Vereinigten Staaten werden diese Geräte zusammen mit einem UMTS-Vertrag von AT&T verkauft werden, wobei der Kunde die Wahl zwischen einer Volumenbegrenzung von 250 Megabyte pro Monat für 14,99 US-Dollar und eine Flatrate für monatliche 29,99 US-Dollar haben wird.

Für andere Länder plant Apple offensichtlich ein ähnliches Vorgehen, genaue Tarife sind jedoch noch nicht bekannt. Ähnliches gilt für den exakten Erscheinungstermin dieser iPad-Version außerhalb der Vereinigten Staaten, welche durchaus variieren werden. Sämtliche iPads mit UMTS-Unterstützungen sollen allerdings unlocked und somit auch mit SIM-Karten anderer Anbieter nutzbar sein.

Das iPad Keyboard Dock gehört zu den ersten erhältlichen Accessoires und bietet neben den obligatorischen Funktionen einer Docking Station auch eine vollwertige Tastatur. (Foto: Apple)

Darüber hinaus werden sämtliche iPads mit einem 3,5mm Klinkenstecker-Ausgang und 30-Pin Dock Connector ausgestattet sein. Über letzteren lässt sich das Gerät beispielsweise über ein Adapterkabel an einen USB-Port anschließen und sogar aufladen. Zusätzlich ermöglicht dieser Anschluss ebenfalls die Verbindung mit weiteren Apple-Produkten, wie dem iPad Keyboard Dock, welches das Gerät nicht nur mit einer vollwertigen Tastatur ausstattet, sondern auch die Features einer normalen Docking Station vereint.

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