AUO mit FED-Produktion / CMI verfehlt Absatzziel

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Der taiwanische LCD-Panelhersteller AU Optronics (AUO) hat laut Digitimes vor, mit Field Emission Displays (FEDs) in die Serienproduktion zu gehen. Die selbst leuchtenden Displays zeichnen sich durch sehr hohe Kontrast- und Helligkeitswerte aus. Bis vor einigen Jahren war Sony stark in dieser Sparte engagiert, hat aber schließlich aufgesteckt. AUO hat die mit den von Canon und Toshiba entwickelten und ebenfalls verworfenen SEDs (Surface-conduction Electron-emitter Displays) verwandte Technik zu Beginn des Jahres wiederbelebt.

Verfehlt das Absatzziel für 2010 – Chimei Innolux. (Bild: CMI)

Anfangs will AUO FED-Panels mit Bilddiagonalen von 20, 26 und 32 Zoll für Sendeanstalten und medizinische Einrichtung herstellen. Angepeilt ist eine Ausstoßmenge von 10.000 Stück monatlich. Da sich die FEDs noch in der Phase Forschung und Entwicklung befinden, ist seitens AUO noch keine echte Massenproduktion geplant.

Branchenkollege Chimei Innolux (CMI) ist hingegen mit einer Negativmeldung in der Digitimes vertreten: Unter Berufung auf den derzeitigen Absatzkurs ist es unwahrscheinlich, dass der Panelhersteller sein Absatzziel für 2010 erreichen wird, schreibt der Newsdienst. Dies gelte sowohl für LCD-TVs als auch für LCD-Monitore und Notebookpanels.

So, wie sich die Absatzmenge von Panels für LCD-Monitore bis einschließlich November entwickelt hat, wird CMI voraussichtlich 45 Millionen Stück verkaufen. Zusätzlich dazu wird erwartet, dass der Panelhersteller zwischen 31 und 32 Millionen LCD-Monitore absetzt. Der Jahresabsatz von Notebookpanels – inklusive solchen für Netbooks und Tablet-PCs – wird auf 25 Millionen geschätzt, während sich die Stückzahlen von TV-Panels bei 43 Millionen einpegeln dürften. Dazu kommen noch etwa 2,3 Millionen LCD-TV.

Wenn die Benefits aus der Fusion zusammen mit der zusätzlichen Kapazität des neuen 8,5G-Werks greifen, wittert CMI für 2011 Morgenluft. Dementsprechend liegt die unternehmenseigene Prognose für die drei Kategorien TV-, Monitor- und Notebookpanels jeweils bei 60 Millionen Stück.

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