BenQ hat zwei neue Boards für Besprechungsräume vorgestellt. Die Modelle CP5505 und CP7505 sollen alles abdecken, was in einem Meetingraum sonst auf mehrere Geräte verteilt ist: Präsentation, Whiteboard, Videokonferenz. Das kleinere Modell mit 55 Zoll kostet 6.099 Euro, das 75-Zoll-Modell 7.899 Euro. Beide sind ab sofort im Handel erhältlich.
Die Panels lösen in 4K auf und kommen auf 450 cd/m² – hell genug für lichtdurchflutete Räume, die nicht abgedunkelt werden können. BenQ nennt eine Farbraumabdeckung von 95 Prozent DCI-P3 und 85 Prozent NTSC. Die Farben und Hauttöne von Pantone und SkinTone zertifizieren. Für ein Board, auf dem hauptsächlich Folien und Videobilder landen, ist das mehr Farbaufwand als üblich. Geschrieben wird auf einer PCAP-Touchschicht mit Direct Bonding, die 50 Berührungspunkte gleichzeitig erkennt. Der mitgelieferte aktive Stift unterscheidet 4096 Druckstufen.

Ein besonderes Augenmerk hat BenQ auf die Konferenztechnik gelegt. Die eingebaute Kamera nimmt mit 50 Megapixeln in 4K auf und kann 160 Grad erfassen. Ein langer Konferenztisch passt damit komplett ins Bild. Voice Tracking, Auto Framing, Gestensteuerung, Galerieansicht und Bild-im-Bild sollen dafür sorgen, dass die Kollegen im Homeoffice nicht bloß auf einen entfernten Raum schauen, sondern einzelne Gesichter erkennen. Acht Mikrofone nehmen Stimmen aus bis zu zwölf Metern auf, Echo und Störgeräusche filtert das Board heraus. Beim Ton unterscheiden sich die Modelle: Das CP5505 bekommt zwei 15-Watt-Lautsprecher, das CP7505 zwei mit 25 Watt und zusätzlich einen 40-Watt-Subwoofer.
Als Software läuft Android 15, und weil BenQ die Google-EDLA-Zertifizierung hat, steht der Play Store offen – die üblichen Meeting-Apps lassen sich also direkt installieren. Dafür stehen ein Octa-Core-Prozessor mit bis zu 10 TOPS KI-Leistung, 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB interner Speicher bereit. Im Alltag dürften eher die kleinen Dinge zählen: Raumbuchung direkt am Display, Single Sign-on, Anmeldung per NFC und drei USB-C-Ports, an denen ein Notebook mit einem einzigen Kabel Bild überträgt, mit bis zu 65 Watt lädt und sich per Touchback vom Board aus bedienen lässt. Die IT verwaltet Geräte, Nutzer und Sicherheitsrichtlinien zentral, DSGVO und CCPA sind abgedeckt, Crestron und Extron ebenfalls. Die Oberfläche ist entspiegelt, antimikrobiell beschichtet und nach 9H gehärtet. Dazu kommen TÜV Eye Comfort und SIAA.
Wem das zu teuer ist, geht eine Stufe tiefer: Die Modelle CM5505 und CM7505 kosten 4.599 beziehungsweise 5.699 Euro. Auch sie sind EDLA-zertifiziert, laufen unter Android 15, bringen 10 TOPS KI-Leistung, Videokonferenzfunktionen und dasselbe zentrale Management mit. Die Lautsprecherbestückung ist identisch gestaffelt wie in der CP-Serie. Als Zielgruppe nennt BenQ Unternehmen, die besonders auf Datensicherheit achten – Banken, Softwarehäuser oder medizinische Einrichtungen.
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