BITKOM: 25 Prozent Mehrumsatz mit Internet-TVs, Absatzrekord im TV-Segment

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Der Markt für Unterhaltungselektronik ist im Umbruch. Ralph Haupter vom BITKOM -Präsidium: „Die Digitalisierung ist weitgehend abgeschlossen, der neue Megatrend ist Connectivity“, also die Vernetzung von Geräten, die bislang isoliert eingesetzt wurden. 2011 überholen internetfähige TV-Geräte – oder Connected TVs – beim Umsatz erstmals die Fernseher ohne Web-Zugang.

Deutscher CE-Markt 2011: Am prognostizierten Marktvolumen von 12,3 Mrd. Euro haben TVs den größten Anteil. (Quelle: BITKOM, EITO/GfK)

Erst seit Ende 2008 auf den Markt, ist die Technologie mittlerweile in jedem dritten verkaufte Fernseher zu finden. Der Umsatz steigt 2011 um 25 Prozent auf drei Milliarden Euro, der Absatz sogar um 60 Prozent auf 3,5 Millionen Geräte. Mit Offline-Modellen werden laut Prognose nur noch 2,7 Milliarden Euro umgesetzt.

Ein Vorteil der internetfähigen TVs: Bislang waren die Funktionen von Fernsehern unveränderlich beim Kauf festgelegt, heute können Verbraucher sie mit Apps und Updates nachrüsten. Für jeden zweiten Konsumenten ist ein Internetanschluss beim TV-Erwerb mittlerweile kaufentscheidend.

Allerdings drückt der scharfe Preisdruck bei TV-Geräten insgesamt auf den CE-Markt. Fernseher, die knapp Hälfte des Gesamtmarktes ausmachen, klettern zwar im Absatz 3,7 Prozent auf 9,4 Millionen Geräte, 350.000 mehr als im Rekordjahr 2010. Jedoch zahlen die Verbraucher 2011 im Schnitt nur noch 609 Euro für ihren Flachbildfernseher, knapp 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Hauptgrund sind Preiskämpfe im Handel. Das Volumen des Markts für TV-Geräte sinkt trotz Mengenwachstums um 6,3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Daher wird sich das Volumen des deutschen Markts für Unterhaltungselektronik in diesem Jahr voraussichtlich auf 12,3 Milliarden Euro belaufen, in Jahresfrist ein Rückgang von 5,3 Prozent. Haupter zufolge entwickelt sich der deutsche CE-Markt dennoch besser als der EU-Markt.

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