Eizo CS240: günstiger Profi-Grafik-Monitor mit Hardwarekalibrierung bietet bereits eine erstklassige Abstimmung ab Werk

  • Der Test des 24 Zoll Grafik-Monitors Eizo CS240 ist online. Alle Fragen zum Test und zum Monitor selbst, können innerhalb dieses Themas gestellt werden.



    Im Test: Eizo CS240



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    Test Eizo CS240


    Datenblatt / Spezifikationen


    Video


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  • Hi,


    nach Erscheinen eures Testberichts war ich mir sicher, mit dem CS240 endlich den passenden Monitor gefunden zu haben. Dann sind mir allerdings doch noch die Fotos, die die Ausleuchtung des Monitors zeigen, negativ aufgefallen...


    Mir ist klar, dass diese Fotos die realen Gegebenheiten "verstärkt" darstellen. Aber beim CS240 lese ich, dass "die Display-Ausleuchtung sehr gleichmäßig ausfällt" und "ein Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung zu den Rändern hin nicht festzustellen ist" - obwohl die Fotos viel schlimmer aussehen als beim deutlich teureren Bruder CX240, wo sie wiederum mit "die Ausleuchtung unseres Testgerätes ist gut" und "wir können zu den Rändern hin allenfalls leichte Aufhellungen erkennen" umschrieben sind.


    Werden die Ausleuchtungs-Fotos mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen gemacht? Sind sie also nicht direkt vergleichbar? Oder wie sonst ist es zu verstehen, dass die Ausleuchtung des CS240 (mindestens) ebenso gut bewertet wird wie die des CX240? Ist also die Ausleuchtung des CS240 wirklich sehr gut?


    Vielen Dank im Voraus,
    Jo

  • Man kann nur die linken Bilder miteinander vergleichen. Bei der längeren Belichtungszeit ist der Vergleich so nicht möglich.


    Ich würde mir diesbezüglich keine Sorgen machen. Dies ist eine Wertung die subjektiv getroffen wird. Und wird sicherlich irgendwo zwischen gut und sehr gut liegen.

  • Moinsen,


    Zitat aus dem Test: "Bei 140 cd/m² Helligkeit beträgt die Frequenz extrem hohe 17,8 kHz. Deshalb sollte trotz Pulsmodulation ein ermüdungsfreies Arbeiten möglich sein."


    Abgesehen davon, dass ich es schade finde, dass Eizo bei dem Modell auf einen PWM-freien Bereich verzichtet, wie sie es in letzter Zeit mit ihrem Hybridsystem bei anderen Monitoren implementiert haben, stellt sich bei dieser Aussage für mich die Frage: Wie sieht es unterhalb von 140 cd/m² aus? Arbeitet der Monitor dann immer noch kontinuierlich im Bereich von 17,8 kHz oder wird der Wert niedriger?

  • Man kann nur die linken Bilder miteinander vergleichen. Bei der längeren Belichtungszeit ist der Vergleich so nicht möglich.


    Ich würde mir diesbezüglich keine Sorgen machen. Dies ist eine Wertung die subjektiv getroffen wird. Und wird sicherlich irgendwo zwischen gut und sehr gut liegen.

    Hallo Andi,


    danke für die schnelle Antwort! :-)


    Beim CX240 sieht aber auch das linke Bild deutlich besser aus als beim CS240, v.a. links oben und unten... Ist dieser Unterschied (bei aller Subjektivität) nicht deutlich spürbar?


    Jo

  • Da Bild wird bei absoluter Dunkelheit aufgenommen, hat auch was mit Kamera usw. zu tun. Und wenn man dann noch die Serienstreuung hinzurechnet, kann man froh sein ein Gerät mit solch einer Ausleuchtung zu bekommen.


    So etwas im Bild 1:1 festzuhalten ist verdammt schwer und hier sollen in erster Linie Eindrücke vermittelt werden. Das Dein Gerät was Du auspackst nun exakt so ausgeleuchtet ist wie auf dem Bild kann Dir niemand versprechen.

  • Ich bin sowas von unschlüssig... Der CS240 sieht schon verdammt nach einem echt tollen Gerät für den Hobbyfotografen aus. Allerdings bin ich mir unschlüssig ob nicht der EV2455 die vernünftigere Wahl wäre bzw. insgesamt "alltagstauglicher" wäre. Ich spiele halt auch immer noch gerne Shooter (aktuell BF4, Evolve, Dying Light) und kann nicht wirklich abschätzen ob ich die Latenzzeiten merken würde. Außerdem finde ich keine wirklichen Daten zu meinem aktuellen Monitor (ein 20" Belinea mit P-MVA Panel) vermutlich ist der aber auch nicht sonderlich schnell und ich hab bisher noch nie Probleme damit gehabt.


    Außerdem bin ich immer noch nicht ganz sicher wie denn der Umgang mit einem Wide-gamut Display wirklich ist. Wechselt man da permanent die Farbmodi je nachdem was man macht also z.B. Bildbearbeitung im erweiterten und alles andere in sRGB?


    Vermutlich reichen die Fragen schon um pauschal zu sagen: Kauf dir lieber den EV2455...

  • Hi MatthiasM


    Also wegen Spielen würde ich mir keine Sorgen machen. Ich spiele auch oft auf Grafiker-Bildschirmen und habe noch nie irgendwas negatives in der Richtung bemerkt. Auch wenn ich abwechselnd an schnellen TN-Bildschirmen und dann wieder an den "langsamen" Modellen spiele macht das bei mir keinen Unterschied. Die gemessene Latenz von 19ms ist gar nicht so lahm wie es sich anhört. Natürlich gibt es Leute die da empfindlicher sind, aber ich persönlich kenne niemandem der da so sensibel ist, spiele im Moment selbst Dying Ligt und viele andere Shooter und lege sehr viel wert auf ein schönes Spielerlebnis mit bester Bildqualität und optimalen Einstellungen. Ich würde sagen ich bin schon wesentlich kritischer als der Druchschnitt. Natürlich kann ich dir nicht garantieren das du das ähnlich sehen wirst. ;)


    Die Farbmodi kannst du bei Eizo voll automatisch über die Software regeln. Sobald du in das entsprechende Programm wechselst (Egal ob Spiel oder Photoshop) wechselt der Monitor ohne Verzögerung in den mit der exe verknüpften Modus. Bei mir geht das seit ca. 10 Jahren (mit dem Eizo S2411W) wunderbar und ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Die Software kann auch mehrere Bildschirme und extremes Multitasking, alles kein Problem und sehr praxistauglich. :thumbup:


    Ich würde dir den Bildschirm mit dem "besseren" Bild empfehlen, davon hat man wesentlich mehr wie zB von einem halben Frame schnellerer Latenz. Und die bunteren Farben habe ich persönlich auch gerne mal bei manchen Spielen oder Filmen aktiviert, auch wenn es nicht mehr dem "Original" entspreicht.


    Das Testergebnis vom CS240 ist schon verdammt beeindruckend, wenn ich einen Monitor in der größe bräuchte würde ich nicht lange überlegen!

  • Quote

    Mir ist klar, dass diese Fotos die realen Gegebenheiten "verstärkt" darstellen. Aber beim CS240 lese ich, dass "die Display-Ausleuchtung sehr gleichmäßig ausfällt" und "ein Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung zu den Rändern hin nicht festzustellen ist" - obwohl die Fotos viel schlimmer aussehen als beim deutlich teureren Bruder CX240, wo sie wiederum mit "die Ausleuchtung unseres Testgerätes ist gut" und "wir können zu den Rändern hin allenfalls leichte Aufhellungen erkennen" umschrieben sind.


    Abgesehen von gegebenenfalls abweichenden Rahmenbedingungen (Blende, Belichtungszeit, Abstand) solltest du auch berücksichtigen, dass der CX durch spezielle Maßnahmen eine erhöhte Kontraststabilität aufweist (siehe Abschnitt Blickwinkel). In Zusammenhang mit dem für das Foto gewählten Abstand hat auch das Einfluss.

  • Danke für die ausführliche Antwort!
    Das sieht immer mehr nach dem CS240 aus, jetzt muss ich nur noch die Regierung davon überzeugen das ich den Monitor wirklich brauche.
    Apropos Brauchen: Colorimeter? Sollte man da gleich eines mit bestellen? Aktuell besitze ich nämlich keines.

  • Weil der Monitor wohl schon ab Werk sehr gut eingestellt ist würde ich behaupten das ein Colorimeter nicht nötig ist. Bei Bedarf kann man sich den auch immer noch, jeder Zeit, nachkaufen. (Oder irgendwo ausleihen)
    Solang man Bildbearbeitung nur hobbymäßig betreibt ist es auch kein Problem die Farben etwas nach dem eigenen Geschmack einzustellen, leicht abseits der perfekten Neutralität. Genaue Profilierung macht sowieso nur dann wirklich einen Sinn wenn auch der Drucker und alle anderen Anzeige- und Ausgabegeräte aufeinander abgestimmt sind. Das machen eigentlich nur Druckereien und nichtmal die machen das immer.
    Bei mir war das so:
    Anfangs (So vor 10 Jahren, als ich meinen ersten Eizo kaufte) wollte ich auch alles genauestens kalibrieren und messen, dann habe ich bemerkt das man sich damit sehr viel Arbeit macht und oft nicht alles versteht ohne Stundenlanges recherschiren und Nachlesen. (Anmerkung: Ich bin Mediengestalter und Drucker und habe schon in verschiedenen Druckereien und Agenturen gearbeitet und mich immer wieder relativ intensiv mit Colormanagement beschäftigt und trotzdem bin ich weit davon entfernt das Theman wirklich zu überblicken)
    Heute läuft es bei mir so das ich die Geräte einfach kenne und genau weiß das der Drucker zB die Grüntöne "so" druckt, der Monitor diese aber "anders" darstellt, das ist alles reine Erfahrung und ich sehe keinen Sinn jetzt den Monitor neu zu Kalibrieren und mich dann wieder komplett umgewöhnen zu müssen.
    Das gilt natürlich nur für den Hobbybereich und soll nicht heißen das es die beste Methode ist. Aber für den Privaten Gebrauch sehe ich wirklich keinen Vorteil (abgesehen von der Erfahrung die man mit stundenlangem Kalibrieren und Messen sammeln kann) ständig mit dem Colorimeter oder Spektralphotometer alles neu zu kalibrieren. In der Zeit mache ich lieber neue Fotos oder bearbeite diese und sammle dort entsprechend Erfahrung. Überraschungen bei der Ausgabe (zB Auf meinen Drucker oder auch wenn ich Daten an eine Druckerei sende) gibt es trotz dem nicht bei mir.

  • Na das sind doch mal Ansagen mit denen ich als Amateur was anfangen kann. Wenn man in so manchen Foren ließt kommt man sich schon fast als Verbrecher vor wenn man seine Vollformatkamera nicht mit den allerneuesten und lichtstärksten Objektiven nutzt und dann hat man auch noch keine Ahnung von Colormanagement...


    Nochmals Danke! Jetzt bleibt wie gesagt nur noch die Regierung übrig ob das gute Stück ins Budget passt.

  • Für den Anfang kann man natürlich die Farbraumemulation in Zusammenarbeit mit einem Arbeitsfarbraumprofil nutzen (also z.B. AdobeRGB-Modus + entsprechendes Profil in der Windows Farbverwaltung zuordnen). Ich empfehle dennoch den Kauf eines Colorimeters, zumal wirklich potente Geräte wie das i1 Display Pro von X-Rite für unter 200 Euro erhältlich sind. Die Software zur Hardwarekalibration (Color Navigator; ein zentrales Feature der ColorEdge-Monitore) liegt deinem Monitor bereits bei und kann aufpreisfrei verwendet werden.

  • Noch ein Wort zur Spieletauglichkeit. Ich bin jetzt kein Profi, spiele aber schon viele Jahre und hatte die Möglichkeit viele Monitore miteinander zu vergleichen. Der Input-Lag war bisher noch bei keinem Monitor ein Problem bzw. in irgend einer Form negativ spürbar.


    Anders schaut es bei der Reaktionszeit aus denn diese hat spürbaren Einfluss auf die Bildschärfe von Bewegtbildern. Je träger die Flüssigkristalle des Monitors sind, desto stärker "verschwimmt" die Anzeige bei schnellen Bewegungen. Die Anzeige wird unscharf. Das kann insbesondere bei Shooter und Rennsimulationen je nach Ausprägung recht unangenehm werden weil dadurch ein zielsicheres treffen oder erkennen von Gegner erschwert wird. In dieser Sache sind die Monitore teilweise sehr unterschiedlich. Wenn also primär mit dem Monitor gespielt wird, ist sicherlich nicht verkehrt auf diese Eigenschaft zu achten.


    Im konkreten Vergleich EV2455 zum CS240 hat der EV2455 in dieser Disziplin die Nase vorn. Auf der anderen Seite bekommt man mit dem CS240 einen hardwarekalibrierbaren Monitor für ca. 700 Euro. Ein Wahnsinnspreis zumal sich der CS240 nicht nur für Hobbyarbeiten eignet.

  • Hallo zusammen,
    ich suche einen Monitor zur Bildbearbeitung und bin auf den CS240 aufmerksam geworden (und auf diese wirklich sehr informative Seite :thumbup: ). Nachdem ich mir den Testbericht druchgelesen habe, sind mir ein paar Fragen zu den Gerät in den Sinn gekommen.
    Zuerst einmal meine Anforderungen:
    Wie bereits erwähnt möchte ich den Monitor zur Bildbearbeitung nutzen aber auch DVDs und Blurays in voller Qualität genießen können (und gelegentlich ein Shooter). Den Bildschirm möchte ich per Display-Port an eine NVIDIA GTX770 Grafikkarte im PC anbinden. Zum Abspielen von DVDs sowie Blurays nutze ich PowerDVD 14 Ultra.
    Frage 1:
    In den Testbericht habe ich gelesen das der Monitor Probleme mit den internen Deinterlacing (aus zwei Halbbildern ein ganzes Bild / Frame erzeugen) haben soll und dass es besser wäre den Bildschirm Vollbildsignale zuzuspielen. Wenn ich den Monitor an der Grafikkarte im PC angeschlossen habe, sollte das Deinterlacing doch von dieser bzw. der Software (PowerDVD) übernohmen werden oder täusche ich mich ?( ? Mir geht es einfach darum dass ich DVDs und Blurays ohne Qualitätsverlust beim Deinterlacing genießen möchte und wie ich im Testbericht gelesen habe, soll dieses woll nicht sehr hochwertig im Monitor erfolgen. Wird der Bildschirm generell über ein Vollbildsignal angesteuert wenn er an der Grafikkarte des PCs hängt?
    Frage 2:
    Ist der Bildschirm bzw. die Reaktionszeit als DVD und Bluray-tauglich anzusehen? In den Testbericht wurde ja speziell auch die Reaktionszeit bemängelt.
    Bitte entschuldigt mein gefährlisches Halbwissen auf den Gebiet :wacko: .
    Ich hoffe ihr könnt ein wenig Klarheit in meine Verwirrtheit zum Thema Deinterlacing bringen :D.
    Grüße
    Cleaner2015

  • Quote

    Wenn ich den Monitor an der Grafikkarte im PC angeschlossen habe, sollte das Deinterlacing doch von dieser bzw. der Software (PowerDVD) übernohmen werden oder täusche ich mich


    Korrekt.


    Quote

    Ist der Bildschirm bzw. die Reaktionszeit als DVD und Bluray-tauglich anzusehen? In den Testbericht wurde ja speziell auch die Reaktionszeit bemängelt.


    Das ist absolut kein Problem.

  • In allen für dich relevanten Fällen: Ja. Es gibt die Möglichkeit, z.B. ein 1080i-Signal via Treiber zu erzwingen, das ist aber so gut wie nie sinnvoll.

  • Was hat es denn mit dem niederen Kontrastverhältnis auf sich.
    Der Monitor hat ja im Test ein Verhältnis von ~ 7xx:1. Fällt das auf zu den regulären Monitoren die zwischen 1000-1100:1 haben? Gerade im Hinblick auf die Zockerei...