Innolux: Großkredit für weitere Expansion

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Auch nach der Firmenfusion mit Chi Mei Optoelectronics (CMO) und TPO Displays will Innolux weiterhin an seinem Expansionskurs festhalten. Um hierbei für die nötige Liquidität zu sorgen, hat der Firmenvorstand des Unternehmens nun grünes Licht für mehrere Kreditaufnahmen bei 19 taiwanischen Banken gegeben, deren Wert sich insgesamt auf umgerechnet knapp eine Milliarde Euro belaufen (48 Milliarden NT-Dollar). Wie das Nachrichtenportal DigiTimes berichtet, waren diese Kredite ursprünglich für eine Kapazitätenerweiterung der eigenen Werke in Nord-Taiwan vorgesehen. Ob diese nun jedoch die Firmenübernahmen von Chi Mei Optoelectronics (CMO) und TPO Displays mitfinanzieren sollen, bleibt vorläufig unklar.

Nach Abschluss der beiden Firmenübernahmen und Inbetriebnahme der neuen 8,5G-Produktionsstätte wird Innolux zum größten taiwanischen Panel-Hersteller aufsteigen und auch die Konkurrenz aus Korea zunehmend unter Druck setzen. Das Panel-Geschäft wird hierbei von der neugegründeten Chimei Innolux Corporation übernommen werden. Dank der Übernahme von TPO Displays wird man auch in der Sparte für kleinformatige Panels von tragbaren Elektronikgeräten zur weltweiten Nummer Zwei aufsteigen. Der Mutterkonzern Foxconn (Hon Hai Group) erhofft sich somit eine ausreichende Versorgung sämtlicher Panel-Größen unabhängig etwaiger Marktentwicklungen.

Laut einer marktinternen Quelle von DigiTimes, erwartet Chimei Innolux im nächsten Jahr etwa 30 Millionen TV-Panels, 40 Millionen Monitor-Panels und 20 Millionen Notebook-Panels auszuliefern. Aufgrund der besagten Kapazitätenerweiterung, wird Foxconn ebenfalls versuchen sein OEM-Geschäft der TV-Sparte auszuweiten. Für 2010 rechnet man deshalb mit acht bis zehn Millionen ausgelieferten LCD-TVs und sechs Millionen Notebooks. Die angestrebten Auslieferungszahlen für Monitore gibt man sogar großzügig mit 45 Millionen Einheiten an.

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