iSuppli: Preise für große LCD-Panels im November-Aufwind

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Nach Monaten des Preisverfalls stabilisierten sich Preise für Großpanels im Oktober durch Produktionskontrolle. Zunehmende Nachfrage aus China soll aktuell wieder Erholung bringen und die phlegmatische Konsumstimmung in den USA kompensieren, so die Marktforscher von iSuppli.

Preisentwicklung von Großformat-Panels für 2010. (Grafik: iSuppli)

Da potenzielle Käufer die Markteinführung neuer Modelle zur Weihnachtszeit und zum chinesischen Neujahrsfest im Februar 2011 abwarten, beginnen Markenanbieter und Hersteller, sich nach der Phase strikter Lagerbestandskontrolle wieder mit Panels einzudecken.

Panels mit zehn bis 47 Zoll sollen sich um 0,9 Prozent verteuern, meinen die iSuppli-Experten, die für diese Prognose eine Durchschnittsquote aus den Segmenten Monitor-, Notebook- und TV-Panels errechneten. Die Verteuerung scheint zwar unbedeutend, setzt jedoch seit Ende des ersten Quartals den ersten Impuls nach oben. Die Preiserosion begann im März; Juli und August markierten mit Einbrüchen um jeweils fünf Prozent im Vergleich zum Vormonat die Talsohle.

Ein 32-Zoll-HD-Panel, das im September bei 164 Dollar lag, soll derzeit nur noch 161 Dollar kosten. Selbst 40- und 42-Zöller fielen um zehn bis 15, LED-beleuchtete TVs sogar um 15 bis 20 Dollar. Keine Zugeständnisse gibt es im Monitorbereich, seitdem die Panelpreise teils unter Kostenlevel gefallen sind. Dies scheint auch nicht mehr nötig, weil auch hier der November Besserung verheißt. iSuppli warnt jedoch vor einem kurzlebigen Aufschwung: Bleibt die Nachfrage der Systemhäuser niedrig, könnte die Preiserholung im Dezember schon wieder vorbei sein.

Voraussichtlich unverändert präsentieren sich die Preise für Notebookpanels in den Standardgrößen 14 und 15,6 Zoll, haben doch die Lieferanten ihre Rentabilität der Absatzmenge geopfert. Höchstens das seit der Markteinführung von Apples Ipad gefragte Zehnzollformat dürfte zulegen. Laut iSuppli weiten die Panelhersteller ihre Kapazität von 76,8 Prozent im Oktober auf 83 Prozent aus. Während Taiwan und China mit Raten von mehr als 70 Prozent arbeiten, stehen für Korea – Heimat der Display-Riesen Samsung und LG – mehr als 95 Prozent zu erwarten.

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