LCD-Panels: Monitore läuten im März Preisanstieg ein

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Die Digitimes rechnet im März mit Preissteigerungen für LCD-Monitor-Panels. LCD-TV-Panels werden sich dem Branchenportal zufolge voraussichtlich zwischen April und Mai verteuern. Unverändert bleiben soll das Preisniveau von Notebook-Bildschirmen.

Sorgt auf dem Markt für Zehnzoll-Notebookpanels für eine Flaute – Apples iPad 2. (Foto: Apple)

Nachdem IT-Panels (Displays für Monitore und Notebooks) sich preismäßig bereits im November 2010 etwas erholt¬¬ hatten, konnten sich deren Preise auf einem Level oberhalb der betrieblichen Kosten halten, während TV-Panels stetig von oben auf die Herstellungskosten zusteuern. Die Preise für die meisten großen Paneltypen befänden sich zwar oberhalb der sogenannten cash costs, aber allzu viel Spielraum bestehe nicht mehr, schreibt die Digitimes.

Keinerlei Effekte hätten die verstärkten Bemühungen seitens der Panelindustrie gezeigt, die Panelpreise zu erhöhen. Erst saisonale bedingte Phänomene setzten der Preiserosion ein Ende, veränderten allerdings innerhalb von Wochen das gesamte Branchengefüge: Arbeitskräftemangel im Januar und zu wenige Arbeitstage im Februar waren für verantwortlich dafür, dass das Herstellungsvolumen in beiden Monaten geringer ausgefallen ist als geplant.

Infolgedessen haben sich die Lagerbestände beim Handel schnell verringert – zum Vorteil der Panelproduzenten, die bereits im laufenden Monat mit Bestellungen von Handel und Systemhäusern rechnen können, die Lagerbevorratung betreiben. Und schon – so heißt es jedenfalls aus den Reihen der Panelhersteller – ziehen die Panelpreise wieder kräftig an. Breitbildmonitore mit 18,5 und 22 Zoll werden den Anfang machen und sich im März voraussichtlich um einen US-Dollar verteuern.

Bei den TV-Panels rechnet die Branche erst nach einer gewissen Verzögerung mit Nachfrageerholung und Preiszuwächsen. Der Bedarf im Vorfeld des chinesischen Feiertags zum Tag der Arbeit im Mai, aber auch die Verfügbarkeit neuer Modelle, soll zu erhöhtem Bestellvolumen führen. Wenig gefragt sind Panels für den Einsatz in Notebooks. Weil die meisten Konsumenten auf das neu vorgestellte iPad 2 fokussieren, tut sich am Markt für Notebooks mit zehn oder mehr Zoll wenig. Laut Digitimes wird sich an der Nachfragesituation mittelfristig auch wenig ändern.

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