Lesertest 4 Aktion Business-Monitore LG 24BK550Y-B
3/3

0
1227

Reaktionsverhalten

Der Monitor bietet im OSD vier Einstellungsstufen für die Optimierung der „Response Time“.

Für die normale Büro-Arbeit ist das Display in der mittleren und voreingestellten Einstellung ausreichend schnell. Ein Nachziehen oder andere Artefakte, auch bei schnelleren Bewegungen, konnte ich hier nicht ausmachen. Auch bei Filmen oder Actionspielen sind die Reaktionszeit und die Bildqualität subjektiv sehr gut.

Anders sieht es hingegen bei für die Reaktionsgeschwindigkeit optimierten Tests aus. Hier zeigen sich insbesondere bei starken Kontrasten und schnellen Bewegungen leichte Schlieren. Diese werden bei ausgeschalteter Optimierung merklich länger. Stellt man dagegen die „Response Time“ auf die höchste Stufe, sind bei hohen Kontrasten störende Artefakte sichtbar.

Ohne Optimierung der „Response Time“ sieht man leichte Schlieren, welche bei der Einstellung „Mittel“ stark nachlassen (Mitte). Mit der Einstellung „Hoch“ sind starke Artefakte sichtbar

Sehkomfort

Der Sehkomfort an diesem Display ist meiner Meinung nach viel besser als an meinem anderen Monitor. Selbst nach längeren Sessions kann ich noch angenehm auf das Display schauen, ohne dass meine Augen Müdigkeitserscheinungen zeigen.

Ein Flimmern konnte ich in keiner Einstellung feststellen – weder mit eigenen Augen noch durch das Display meiner Digicam. Auch bei stark heruntergeregelter Helligkeit zeigte sich der Bildschirm flimmerfrei und ist daher auch in dunkler Umgebung für lange Zeit ermüdungsarm nutzbar. Ich selber merkte das daran, dass ich mich auf diesem Display weniger ablenke.

Die verschiedenen voreingestellten Bildmodi sind gut angepasst. Da man diese schnell via „OnScreen Control“ aufrufen kann, nutze ich jetzt auch den Lesemodus sehr häufig, wobei es hier zwei zur Auswahl gibt, welche mir beide gut gefallen – je nach Tageszeit und Dauer meines Arbeitstages.

Energiespar-Optionen

Der Monitor bietet „Smart Energy Saving“ an. Damit wird laut Anleitung die Leuchtdichte je nach Quellbild angeglichen. Dazu einschränkend wird erklärt, dass die Effektivität vom verbauten Panel abhängig ist. Meine Tests mit Wechsel zwischen hellem und dunklem Bild zeigten subjektiv keine Unterschiede in der Darstellung, egal, welcher Wert der drei Einstellungsmöglichkeiten gewählt war.

Für weitere Tests habe ich ein günstiges Leistungsmessgerät angeschlossen. Es mag zwar keine verlässlichen Wattzahlen liefern, aber eine Tendenz ist gut sichtbar. Der Maximalwert laut LG liegt hier bei 22 W.

Aber auch hier zeigte sich für mich kein einziger Unterschied während des Betriebs. Ein messbarer Unterschied ergab sich natürlich vor allem bei der Helligkeitseinstellung. Hier verdoppelt sich die Leistungsaufnahme von angezeigten 10 W in der niedrigsten Stufe auf über 20 W in höchster Stufe.

Eine weitere Energiesparfunktion ist „Automatic Standby“. Diese schaltet den Monitor aus, wenn für vier, sechs oder acht Stunden keine Taste gedrückt wurde. Mit der Standardeinstellung von vier Stunden ist mir der Monitor bereits in den ersten Tagen zweimal unverhofft bei der Arbeit ausgegangen. Daher habe ich diese Option deaktiviert und setze hier auf die Energiesparfunktion des Betriebssystems.

Audio

Diesen Punkt kann man relativ schnell abhaken. Um gelegentlich ein Video zu sehen, sind Qualität und Leistung der Lautsprecher ausreichend, mehr aber nicht. Mit Kopfhörern klingt der Sound ein wenig blasser als am PC. Positiv finde ich, dass man entweder den Klinkeneingang als ständige Soundquelle einstellen kann oder die aktuelle Quelle, wobei dann der VGA-Eingang mit dem Audiosignal verknüpft ist. Insgesamt sind die Lautsprecherfähigkeiten für den Büro-Alltag aber ein guter Kompromiss.
Arbeitseinsatz

Während der letzten zwei Wochen habe ich den Monitor in den anfangs erwähnten Anwendungsprofilen durchgehend ausgetestet und bin allgemein sehr zufrieden.

Als Zweitgerät für Office oder andere Dokumente hat mich der Monitor voll überzeugt. Das Lesen längerer Dokumente ist mit dem Display sehr angenehm und hat meinen Hauptmonitor hierbei fast ersetzt. Mit den beiden Lesemodi habe ich auch nach mehreren Stunden Arbeit noch die Konzentration, mehrere Seiten zu lesen. Dank „OnScreen Control“, an welches ich mich schnell gewöhnt habe, ist der gewünschte Lesemodus auch schnell ausgewählt.

A4-Seiten werden im Porträtmodus in einer für meine Augen angenehmen Größe dargestellt. Zusammen mit der Screen-Split-Funktion spiele ich hier weitere Stärken dieser Konstellation aus, die sonst nativ nicht mit Windows 10 möglich sind. So gefällt mir gerade die Möglichkeit, den Monitor vertikal auf zwei annähernd quadratische Bereiche zu teilen.

Im Betrieb mit meinen anderen Geräten funktioniert alles meinen Vorstellungen entsprechend. Videoeingang wählen und den Monitor schnell drehen, schon kann ich sehr gut parallel am PC und auf dem Mac oder anderen Geräten arbeiten. Lediglich der Start war hier etwas holprig, da ich mit der Pivot- und Höhenverstellung erst warm werden musste. Nach einiger Gewöhnung und etlichen Wechseln führe ich diese Bewegung aber gekonnt aus. Die Höhen- und Neigungsverstellung arbeiten gewünscht präzise und federn nicht nach. Lediglich beim Pivot bin ich über den anscheinend gewollten Arretierungsbereich etwas unglücklich.

 

Nutzung als Zusatzmonitor am PC
Nutzung als Zusatzmonitor am PC

 

Hauptmonitor für meinen Mac Mini
Hauptmonitor für meinen Mac Mini

Letztlich bin ich auch mit der Grafikbearbeitung sehr zufrieden. Dies ist aber nicht mein Hauptarbeitsfeld, weshalb ich meine eigenen Erfahrungen nicht uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Subjektiv sind die Farbverläufe detaillierter als auf meinem anderen Monitor. Kopfbewegungen ändern die Farbdarstellung nicht, wobei es ab einem gewissen Winkel, den ich selten am Schreibtisch erreiche, Helligkeitsunterschiede gibt. Da ich den Monitor aber am PC meistens im Porträtmodus betreibe, gefällt mir, dass die Darstellung von allen vier Seiten ähnlich gut ist.

Bewertung

Gehäuseverarbeitung / Mechanik: ++
 Ausstattung: +
 Ergonomie: +
 Bedienung / OSD: +
 Geräuschentwicklung: ++
 Sehkomfort: ++
 Subjektiver Bildeindruck: ++
 Blickwinkelabhängigkeit: +
 Schwarzwert: +/-
 Helligkeitsverteilung: +
 Interpoliertes Bild: +
 Energiespar-Optionen: +/-
 Anwendungsbereich 1 (Office): ++
 Anwendungsbereich 2 (Grafik): +
Anwendungsbereich 3 (Videoschnitt): n.b.
Anwendungsbereich 4 (CAD): n.b.
 Preis-Leistungs-Verhältnis: ++
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, – schlecht, – – sehr schlecht, n.b. = nicht bewertet

Fazit

Mein erster Eindruck beim Auspacken war durchaus positiv: ein schönes Design, welches sich gut in meine Schreibtischsammlung einfügt. Dieser Eindruck hat sich nach dem Anschließen bestätigt.

Der LG 24BK550Y-B ist ein guter Monitor für den Büro-Alltag und hat sich sehr gut auf meinem Schreibtisch integriert. Als Zweitgerät macht er eine gute Figur, was auch als Hauptmonitor kein Problem sein sollte. Wenn man sich etwas dran gewöhnt hat, sind die Ergonomie-Einstellungen leicht und präzise durchgeführt, und man hat immer ein perfektes Bild.

Mit einem UVP von 239,00 € kann ich den Monitor nur empfehlen. Der LG 24BK550Y-B sieht zeitlos schick aus, hat eine gute Bildwiedergabe und eine angenehme Ergonomie in einem Gerät vereint. Mit einem 36-monatigen SWAP-Service – das heißt, man bekommt erst ein Austauschgerät und schickt das defekte in dieser Verpackung zurück – ist man auch lange Zeit auf der sicheren Seite.

Natürlich gibt es bei einem Gerät dieser Preisklasse auch Schwächen, über die ich aber hinwegsehen kann. So gibt es nur zwei USB-Anschlüsse im veralteten USB-2.0-Standard, oder eben den Umstand, dass das Umschalten zwischen den Eingängen mit etwas Geduld verbunden ist. Dagegen ist die Bildwiedergabe für meine Zwecke im Bereich Office sehr gut. Grafikprofis könnten das aber anders sehen.

Zurück zur Zusammenfassung und zu den anderen Lesertests.

Zur LG Business Area (Werbung).