Lesertest 5 Aktion Business-Monitore LG 24BK550Y-B

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Einleitung

In meinem Job habe ich eigentlich immer mit mindestens zwei Bildschirmen gearbeitet, um das Jahr 2006 herum sogar über längere Zeit mit fünf Geräten. Als Entwickler von Web-Anwendungen konnte ich mit diesem Arbeitsplatz auf drei Bildschirmen entwickeln und die Ergebnisse sofort auf zwei anderen Betriebssystemen und Displays betrachten. Sehr produktiv, allerdings auch mit einem hohen Platzaufwand verbunden. Leider war ich irgendwann beruflich so viel unterwegs – und mein Schwerpunkt verschob sich von der Entwicklung hin zum Projektmanagement –, dass ich fast nur noch am Laptop arbeitete. Jetzt, endlich wieder überwiegend in einem Büro, sollte eine der ersten Anschaffungen ein guter großer Monitor sein.

Erwartung

Ich arbeite an einem MacBook Pro und an einem sehr leistungsfähigen Windows-10-PC. Da ich an ein hochwertiges Notebook-Display gewöhnt bin, empfinde ich die Arbeit an einem minderwertigen Monitor als Belastung. Beim LG 24BK550Y-B hoffe ich durch das AH-IPS-Panel auf einen guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung. Ein Flackern, Flimmern oder Pixelfehler nach einigen Monaten wäre für mich ein Rückgabegrund. Bei Monitoren sollten die Optionen der Bilddarstellung einen Blaulichtfilter sowie Helligkeits- und Kontrastregler beinhalten. Die verschiedenen Panel-Arten sollten einen angemessenen Blickwinkel garantieren. Der Blickwinkel des LG 24BK550Y-B erlaubt eine Draufsicht von ca. 160 Grad, was sich bei einer Präsentation als großer Vorteil erweist. Meiner Meinung nach sind 60 fps das Minimum des heutigen Standards. Gut finde ich, wenn die Farbabdeckung eine Abdeckung von Adobe RGB von mindestens 70 Prozent aufweist. Der Testbildschirm ist kein spezieller Grafikmonitor, allerdings ist es für meine Arbeit außerordentlich hilfreich, eine möglichst gute Abbildungsleistung zu haben.

Wenn ich nicht da bin, nutzt außerdem ein Kollege aus dem Bereich UI-/UX-Design das Gerät als zweiten Monitor. Er erstellt überwiegend Prototypen mit den Programmen Photoshop CC, Illustrator CC und Experience Design. Die Farben sollten daher möglichst farbecht dargestellt werden. Je nach Preisklasse kann die Qualität schwanken, dennoch muss der Farbton ungefähr getroffen werden.

Optik und Mechanik

Genau die richtige Größe

Wichtig war mir auch ein großer Monitor, damit ich mehrere Fenster nebeneinander öffnen kann. Die Pivot-Funktion finde ich zudem spannend, da ich damit besonders lange Tabellen im Blick behalten könnte. Mal schauen, ob ich beim nächsten Jahresabschluss dafür eine gute Verwendung finde. Die Größe des Displays sollte natürlich dem Tisch und dem Arbeitsumfeld angepasst sein. Nach vielen Versuchen in der Vergangenheit habe ich für mich Geräte der 22- bis 26-Zoll-Größe als optimal identifiziert. In Verbindung mit einem Notebook finde ich dann 24 Zoll einfach perfekt, da so genug Platz auf dem Schreibtisch bleibt.

Ein 24 Zoll Monitor hat aus meiner Sicht die genau richtige Größe

Ein schlichtes und angenehmes Design

Ein schlichtes Design ist mir wichtig, das finde ich im stressigen Büroalltag sehr angenehm. Durch das Mattschwarz des LG 24BK550Y-B und das fließende Design der Frontseite eignet sich dieser Monitor für mich ideal zum Arbeiten. Durch den schlichten Aufbau wird meine Aufmerksamkeit nur auf das Display gelenkt. Die 1,5 cm Rand am Display lassen also ein fokussiertes Arbeiten zu. Die Ecken und Kanten sind abgerundet.

1,5 cm Rand
Der 1,5 cm Rand lässt ein fokussiertes Arbeiten zu

Mein Highlight: der Drehfuß

Der Standfuß muss mit vier Arbeitsschritten am Display angebracht werden. Diese Schritte sind als Grafiken ohne Text in der Anleitung erklärt. Die Bilder sind vollkommen ausreichend gestaltet und die Schritte klar voneinander abgegrenzt. Der Monitor muss stabil auf dem Tisch stehen, um kleinere Stöße auszuhalten. Der LG 24BK550Y-B fängt leider ein wenig an zu wippen, wenn jemand an den Tisch stößt. Im Vergleich zu anderen Geräten bleibt dies jedoch im erträglichen Rahmen und stört mich persönlich nicht zu sehr. Der Standfuß macht ansonsten einen starken und stabilen Eindruck, aber durch seine Form geht ein kleines Stück des fließenden Designs verloren.

Maximale Neigung nach hinten
Maximale Neigung nach hinten

Mir gefällt sehr gut, dass der Fuß eine Drehfunktion hat. So kann ich meinen Bildschirm kurz zu meinen Arbeitskollegen drehen, um ihnen etwas zu zeigen und ihn ohne technische Komplikationen zu teilen. Auch das Neigen des Monitors funktioniert problemlos. Ich war erstaunt, wie weit man den Monitor neigen kann, ohne dass der Monitor die Stabilität verliert. Die Pivot-Funktion (die Drehung des Monitors um 90 Grad, um ihn hochkant zu benutzen) ist vorhanden und wird oft benötigt, da ich viel mit langen Tabellen arbeite. Spannend wäre für mich auch ein Setup mit zwei LG 24BK550Y-B, welche nebeneinander im Hochformat genutzt werden können. Durch die stufenlose Einstellung der Höhe des Fußes ist der Bildschirm beinahe für jede Arbeitssituation geeignet. Die niedrigste Einstellung beträgt 38 cm und die höchste 51 cm (siehe Bilder).

Maximale Höhenverstellung nach oben
Maximale Höhenverstellung nach oben
Maximale Höhenverstellung nach unten
Maximale Höhenverstellung nach unten

Die Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität scheint auf den ersten Blick hochwertig zu sein. Das Material ist matt. Durch die Oberflächenbeschaffung spiegelt der Rahmen nicht. Die Knöpfe zum Einstellen der Optionen bedienen sich einfach und intuitiv. Der Bildschirm ist stabil. Die relativ scharfen Kanten hinter dem Monitor sind hinderlich beim Tragen oder Drehen.

Bedienung

Ein paar Worte zur Bedienung

Eine einfache Bedienung gehört zu meinen Haupterwartungen, insbesondere bei der Arbeit mit mehreren Geräten. Die Einstellung des Monitors sollte sich der jeweiligen Aufgabe anpassen lassen, was beim LG 24BK550Y-B der Fall ist.

Die Knöpfe zum Einstellen der Optionen sind durch verständliche Icons schnell zu finden und zu verstehen. Die Bedienknöpfe befinden sich am unteren Bildschirmrand auf der rechten Seite. Sie sind sehr gut erreichbar, nicht zu klein und geben Feedback durch ein leichtes Klickgeräusch. Das Geräusch kann aber durch sehr häufiges Klicken schnell nervig für andere im Büro werden.

Es gibt sieben Knöpfe, welche ca. 1,5 cm breit und 0,3 cm hoch sind. Sie haben die gleiche Farbe und das gleiche Material wie das Gehäuse. Die Abstände zwischen den Bedienknöpfen sind alle gleich groß und von rechts nach links angeordnet. Die Anzahl der Buttons empfinde ich als störend, da ich oftmals zwischen den Menus wechseln möchte. Die jeweils dazugehörigen weißen Icons befinden sich zentriert über den Knöpfen. Die Icons/Symbole erklären verständlich die Funktion der zugehörigen Druckknöpfe.

Anzeige des umfangreichen und intuitiven OSDs
Anzeige des umfangreichen und intuitiven OSDs

Die Bedienung durch die Optionen ist sehr intuitiv designt. Selbst technisch nicht affine Nutzer finden unten rechts im geöffneten Menü eine kleine Anleitung zum Navigieren. Eine kleine Herausforderung stellt das automatische Schließen der Optionen nach sechs Sekunden dar. Diese Funktion sorgt für einigen Zeitdruck, wenn man sich Notizen zu den Funktionswerten machen will. Der Komfort geht auch durch die Anzahl der Knöpfe ein wenig verloren. Bei längerer Einstellung der Option verkrampfen sich die Finger oder der Arm wird schwer. Das Klickgeräusch ist sehr laut und macht das akustische Feedback schnell zu einer nervigen Angelegenheit. Da man allerdings die Einstellungen nicht regelmäßig anpassen muss, ist das für mich kein wirklicher Minuspunkt.

Die Einstellungen und Funktionen im Menü sind generell gut durchdacht. Die Einstellungen können allerdings nur in dem Custom-Modus verwendet werden. Es wäre praktisch, wenn ich auch in den anderen Modulen alle Funktionen nutzen könnte. Die vorgefertigten Module würden dann als eine Art Grundlage dienen, die ich personalisieren könnte. Auch den Blaufilter finde ich im Menü nicht.

Die „Quick Settings“ verfügen über die Einstellungen „Helligkeit“, „Kontrast“, „Ration“ und „Smart Energy Saving“. Kontrast und Ratio waren ausgegraut und konnten nicht verändert werden. Der Energy-Saving-Mode hat nur die Kategorien „Low“, „High“ und „Off“. Ich habe mir bei diesem Feature mehr Auswahl oder Personalisierungsmöglichkeiten erhofft. Auch eine kleine Erklärung zu den einzelnen Modulen war nicht zu erkennen. Unter dem Punkt „Picture Mode“ werden folgende Einstellungen angezeigt: Custom, Reader 1, Reader 2, Photo, Cinema, Color Weakness und Game. Diese Anzeigemodule sind eine nette Spielerei, aber nicht wirklich sinnvoll im Berufsalltag. Jeden dieser Punkte kann man durch ausgewählte Einstellungspunkte verändern und speichern. In „Color Adjust“ verbergen sich die Punkte „Gamma“, „Color Temp“ und „Six Color“. Besonders die Letztere ist sehr interessant aufgrund der Möglichkeit, die einzelnen Farbintensitäten selbst einzustellen.

Im Vergleich zu einigen anderen Monitoren, mit denen ich bereits gearbeitet habe, empfinde ich die Bedienung und den Komfort des LG 24BK550Y-B als durchaus zweckmäßig und bedienerfreundlich.