Loewe-Insolvenz: Betrieb wird vorerst stillgelegt

Insolvenzverfahren in Eigenregie ist gescheitert

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Anfang Mai berichteten wir von einem erneuten Insolvenzverfahren für den deutschen TV-Hersteller Loewe, das diesmal in Eigenregie durchgeführt wurde und nun gescheitert ist. Neue Investoren konnten nicht gefunden werden, wodurch die zuletzt eingefahrenen Verluste in Höhe von 4,5 Millionen Euro bestehen bleiben. Aus Kostengründen und insolvenzrechtlichen Verpflichtungen müsse man daher den Betrieb zum 1. Juli 2019 vorläufig stilllegen.

Loewe bild 2 (Bild: Loewe)
Loewes aktueller und womöglich letzter Premium-4K-TV „bild 2“ (Bild: Loewe)

Ganz hoffnungslos ist die Lage jedoch noch nicht. Ein regulärer Insolvenzverwalter kümmere sich nun um die weiteren Schritte. Sollte doch noch ein Investor gefunden werden, könnte der Betrieb bei Loewe vielleicht absehbar wieder aufgenommen werden. Verständlicherweise fürchten die über 400 Beschäftigten dennoch um ihren Arbeitsplatz und wurden, bis auf 10 bis 15 Personen für den Kernbetrieb, zum genannten Termin vorerst freigestellt.

Die IG Metall organisierte am gestrigen Dienstag eine Demonstration vor dem Loewe-Werk in Kronach und wirft RiverRock, einem der Gläubiger des Unternehmens, Profitmaximierung und voreilige Insolvenzanmeldung vor. Die Gewerkschaft fordert eine Transfergesellschaft und Kurzarbeitergeld für die betroffene Belegschaft.

Loewe wurde 1923 gegründet und ging in den letzten Jahrzehnten durch einige harte Zeiten samt wechselnden Besitzern. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die deutsche Traditionsfirma auch diesmal einen Rettungsanker finden wird. (Quelle: SPIEGEL)

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