Meko mit neuesten Zahlen zur Marktentwicklung bei Desktopmonitoren

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Das im britischen Surrey ansässige Marktforschungsunternehmen Meko hat im Rahmen seines DisplayCast-Report neueste Zahlen zur Marktentwicklung im Desktopmonitor-Segment vorgelegt. Demnach konnte man im abgelaufenen Quartal mit einem Plus von 13,5 Prozent bei einem Volumen von 13,24 Millionen Stück eine deutliche Erholung nach dem Abschwung des vorangegangenen 2. Quartal verzeichnen. Gemäß der analysierten Daten sowie der herangezogenen monatlichen Inventurberichte konnten, mit Ausnahme großformatiger Bildschirme, die unter Verkaufsdruck der Panel-Hersteller stehen, Lagerstaus abgebaut werden. Bis auf Eizo und Dell waren alle der größten 20 Hersteller in der Lage gegenüber dem 2. Quartal zuzulegen.

Betrachtet man die Verkaufszahlen jedoch auf Jahresbasis zeichnet sich mit einem Minus im Gesamtmarkt von 10,8 Prozent ein etwas anderes Bild. Diverse Hersteller wie LG, Dell, Philips, NEC CI, Hannspree, PGE, und AG Neovo vernahmen überdurchschnittliche Rückgänge, während auf der anderen Seite des Spektrums überraschende Jahreszuwächse bei Asus, AOC, Lenovo, Iiyama, und ViewSonic zu verbuchen waren.

Interessant ist auch die umwälzende Entwicklung die sich durch die rasant fortschreitende Marktpenetration des Breitbildformats gegenüber dem bisher etablierten Seitenverhältnis von 4:3/5:4 vollzieht: Während Breitbildmonitore (16:10/16:9) im 1. Quartal 2007 lediglich 18 Prozent des Marktes einnahmen, ist deren Marktanteil bereits sieben Quartale später auf heute 54 Prozent angewachsen und konnte somit erstmals dem 5:4/4:3-Seitenverhältnis die Mehrheit des Marktkuchens streitig machen.

Etwas differenzierter nach Display-Größen betrachtet lässt sich ein klarer Trend weg von kleineren Monitoren im 4:3/5:4-Format hin zu größeren Monitoren im Breitbildformat ausmachen. Fielen im 4. Quartal 2006 noch zusammengenommen 85 Prozent aller hergestellten Monitore in die Kategorien 17 und 19 Zoll (4:3/5:4) so nehmen diese im 3. Quartal 2008 gerade einmal noch 43 Prozent ein, – ein Verdrängungsprozess der hauptsächlich starken Zuwächsen im Bereich der Breitbildmonitore in den Größen 19, 20, 22 und 23/24 Zoll zuzuschreiben ist, deren Marktanteile sich teilweise mehr als verzehnfachen konnten.

Diese Verschiebung in der Nachfrage findet seinen Grund nicht zuletzt in der Preisentwicklung, in der sich oben genannte Trends sehr anschaulich widerspiegeln. Die für Europa vorliegenden Zahlen für den Zeitraum vom 3. Quartal 2006 bis zum 3. Quartal 2008 lassen einen generell nach unten gerichteten Preistrend erkennen, wobei dramatische Preisverfälle nur bei Breitbildmonitoren ab 20 Zoll anzutreffen sind.

Nach Regionen aufgeschlüsselt ergibt sich zum Vorquartal ein wenig verändertes Bild mit erwähnenswerten Veränderungen im Anteil des Gesamt-Verkaufsvolumens im EMEA-Markt (Europe, Middle East, Africa) für Russland (plus 2,5 Prozent auf 20 Prozent) und für den Mittelmeerraum (minus 3,0 Prozent auf 10,7 Prozent). Marktführender Hersteller im EMEA-Raum bleibt weiterhin unangefochten Samsung bei einem Marktanteil nach Stückzahlen von 19,2 Prozent, gefolgt von LG mit 13,5 Prozent. Auf dem dritten Platz findet sich HP mit 11,9 Prozent, mit Acer knapp auf den Fersen bei 11,7 Prozent.

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