Neuerliche Preiserhöhung für großformatige LCD-Panels erwartet

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Den Marktforschern von iSuppli zufolge ist damit zu rechnen, dass der anhaltende Engpass in der Versorgung mit Glassubstrat in den kommenden Monaten zu signifikanten Preiserhöhungen für großformatige LCD-Panels (zehn Zoll oder größer) führen wird. Hinzu kommen die Bestrebungen taiwanesischer Lieferanten, wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Schätzungen gehen davon aus, Monitor-Panels könnten bald zehn statt derzeit sechs Dollar kosten, Notebook- und TV-Panels verteuern sich wahrscheinlich jeweils um ein Drittel auf 15 beziehungsweise 30 Dollar.

Nach viermonatiger fortgesetzter Preiserhöhung erreichten LCD-Panel-Lieferanten im Mai knapp die Gewinnschwelle; Verkaufspreise für Monitor-, Notebook- und TV-Panels übertrafen die Bargeldkosten. Unter Berücksichtigung dieses Trends, und mit Blick auf die Preisanstiege der kommenden Monate, könnte die zweite Jahreshälfte für die Lieferanten erneut profitabel werden. Den Break Even erreicht haben koreanische Lieferanten, die aufgrund niedrigerer Kostenstrukturen und größerer Liefermengen bereits seit Juni Gewinn erwirtschaften und somit künftig nicht so sehr unter dem Druck stehen, die Preise weiter erhöhen zu müssen. Obwohl sie nach Prognosen seit Juli schwarze Zahlen schreiben, teilen taiwanesische Unternehmen der Branche diese Einstellung noch nicht.

Eine Panel-Preiskorrektur wird im vierten Quartal 2009 erwartet. Zuwächse bei Preisen und Liefermengen werden ihren Höhepunkt im dritten Quartal erreichen und erst im September wieder nachlassen. Dies, so die Analysten von iSuppli, sei sowohl saisonal bedingt als auch dem Ende der Bevorratungsstrategie geschuldet. Angesichts der Engpässe beim Glassubstrat-Nachschub einerseits und der sich erholenden Wirtschaft andererseits werden Risiken wie starke Preiskorrekturen oder ein etwaiger Überflusses im Warenbestand weniger stark gewichtet.

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