OLED-Displays: LG, Samsung vor Japan / Sony bietet günstige Variante an

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LG Display will 220 Milliarden Yen (rund zwei Milliarden Euro) in die Massenproduktion von OLED-Bildschirmen investieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Topmanager des südkoreanischen Displayherstellers.

Schon 2010 brachte LG in Österreich den ersten OLED-Monitor 15EL9500 auf den Markt. (Foto: LG)

OLED-Bildschirme für den Einsatz in TVs werden branchenweit als Nachfolger der derzeit dominierenden LCD-Technologie angesehen. Im Vergleich der aktuellen Panelsorte benötigen OLED-Displays (Organic Light Emitting Diode) – auch als OEL (organic electroluminescence) bezeichnet – weniger Strom und liefern noch schärfere Bilder.

LG-Chef Kwon Young-soo zufolge soll die die Investionssumme auf die Herstellung 220 mal 250 Zentimeter großer Glassubstrate der Generation 8,5 verwendet werden. Ehe die Massenproduktion anläuft, will LG Display eine Kleinserie fertigen, die vom Mutterkonzern LG Electronics für den Einsatz in TV-Geräten mit 55 Zoll vorgesehen sind. Erreicht man das Absatzziel von monatlich 30.000 Stück im ersten Halbjahr 2012, wird über weitere Investitionen entschieden. Vor allem für das entscheidende 40-Zoll-Segment sollen dann OLED-Fernseher in Masse produziert werden.

Da man bei Samsung Electronics ebenfalls über eine Großinvestition nachdenkt, werden die Südkoreaner vor ihren japanischen Rivalen als Early Adopter der die Next-Gen-Technologie gehandelt. Sie hatten die Nase bereits im Handy- und Tabletbereich vorn . Toshiba, Hitachi, Panasonic und Sharp, so heißt es, seien hingegen noch im Stadium der Grundlagenforschung.

Nur Sony ist offenbar bereits einen Schritt weiter: Laut Reuters will der Elektronikriese noch im August 2011 den TV- und Medizinsektor mit kommerziellen Displays auf Basis organischer Leuchtdioden bedienen. Sie sollen LCD-Monitore in der Bildschärfe übertreffen, in puncto Bildqualität jedoch nicht mit den bisher gezeigten OLEDs mithalten können. Allerdings bietet Sony sie etwa 70 Prozent günstiger an als existierende OLED-Displays. Aktuell liegt der Preis für einen 25-Zoll-Bildschirm mit OLED-Panel bei 2,3 Millionen Yen (knapp 21.000 Euro); ein gleich großes Modell der neuen Serie würde nur noch 5.450 Euro kosten.

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