BRANDHEISS

Panasonic steigt bis 2021 aus LCD-Panel-Produktion aus

Die Fertigung von Panels für Automobil- und Industrie-Displays soll eingestellt werden (Update)

(Originalmeldung vom 04.12.2019, 12:50 Uhr) In den letzten Wochen und Monaten berichteten wir über Anzeichen, dass manch ein Hersteller seine Fertigung mittelfristig von LCD auf OLED oder andere Panel-Technologien umstellen könnte. An dieser Stelle sei etwa auf die PRAD-News „LG: Neue Anzeichen für Umstellung auf OLED-Produktion“ und „Samsung forscht an QNED und langlebigerem QLED“ verwiesen. Bei einem anderen Unternehmen wurden derweil längst Fakten geschaffen: Panasonic.

Panasonic TX-65GZW2004 (Bild: Panasonic)
TX-65GZW2004: 65-Zoll-Fernseher mit OLED-Panel von LG (Bild: Panasonic)

Der japanische Konzern oder genauer gesagt seine Tochter Panasonic Liquid Crystal Display ist bereits 2016 aus dem TV-LCD-Geschäft ausgestiegen, weil der harte Preiskampf auf dem Markt sich nicht mehr rechnete. Seitdem setzt die Firma bei ihren Fernsehern auf Panels anderer Hersteller, bei den OLED-Modellen etwa von LG. Mit eigenen LCDs widmet sich Panasonic nur noch dem Industrie- und Automobilbereich, doch auch hier ist nun ein Ende in Sicht: Bis 2021 will man die LCD-Fertigung komplett aufgeben. Die betroffenen Angestellten sollen möglichst in andere Geschäftsfelder des Unternehmens übernommen werden.

Da die Produktion von OLEDs und anderen Panel-Alternativen absehbar günstiger wird, dürfte LCD-Technologie in der Tat mittel- und langfristig weiter an Attraktivität verlieren. Panasonic ist jedoch ein Sonderfall, weshalb dessen Ausstiegsjahr nicht 1:1 auf die übrige Branche übertragen werden kann – zumal der Konzern wie beschrieben schon länger keine TV-Panels mehr herstellt. Aktuell stellen LCD-Fernseher nach wie vor den Bärenanteil auf dem Markt dar, und das dürfte sich auch in den nächsten zwei Jahren nicht großartig ändern. (Quelle: Panasonic via FlatpanelsHD)

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Nachtrag (10.05.2021, 11:43 Uhr): Panasonic plant Berichten zufolge die Schließung von Fabriken in Indien und Vietnam bis zum Ende des 3. Quartals 2021. Hergestellt werden dort vornehmlich Fernsehgeräte fürs Einstiegs- und Mittelklasse-Segment – verlustreiche Geschäftsfelder des Herstellers. Um die Kosten hier noch weiter zu drücken, könnte die Produktion dieser Modelle künftig großteils an den chinesischen Elektronikkonzern TCL abgetreten werden. Panasonic würde sich dann auf seine Premium-OLED-TVs konzentrieren können. (Quelle: HDTVTest via 4K Filme)

Nachtrag (22.10.2021, 11:00 Uhr): Laut neuen Medienberichten werde Panasonic ab 2022 keine eigenen TV-Geräte mehr produzieren, sie jedoch nach wie vor in gewohntem Umfang entwickeln. Die Fertigung wird an eine externe Firma abgegeben – Spekulationen gehen vom chinesischen Konzern TCL aus. Panasonics von der Entscheidung primär betroffene Fabrik im tschechischen Pilsen beschäftigt über 1.000 Menschen, von denen wahrscheinlich ein großer Teil entlassen wird. Ganz aufgegeben wird der Standort allerdings nicht, sollen dort doch beispielsweise Blu-ray-Player hergestellt werden. (Quelle: FlatpanelsHD)

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Daniel Boll

… treibt den PRAD-Texten als Lektor die Fehler aus und kümmert sich außerdem um News sowie Top-10-Artikel. Seit 2015 gehört er zum Team und findet nach wie vor, dass ein flüssiger Schreibstil wichtig zum Verstehen komplexer Inhalte ist.

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