Rekordauslieferungszahlen bei großformartigen Panels

0
12

Wie die Marktanalysten von DisplaySearch bekanntgaben, haben die Auslieferungszahlen von großformartigen Panels dieses Quartal erneut stark zugelegt. Trotz des langanhaltenden Glassubstratmangels und den daraus resultierenden hohen Panel-Preisen der letzten Monate, konnten die Panel-Hersteller einen neuen Spitzenrekord von insgesamt 129,9 Millionen ausgelieferten Geräten verzeichnen. Somit wurden rund 42 Prozent mehr Geräte als noch im ersten Quartal 2009 verkauft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal können die Panel-Produzenten sogar Zuwachsraten von stolzen zehn Prozent vorweisen.

Die größten Zuwachsraten konnten hierbei Displays für Netbooks (in den Größen ab 10 Zoll) verbuchen. Rund 88 Prozent legte diese Display-Sparte im Vergleich zum ersten Quartal zu. Im Jahr zuvor, bildeten diese Displays für die Hersteller noch eine stark untergeordnete Rolle, entwickelten sich dann allerdings gegen Ende letzten Jahres zum boomenden Markt für die Display-Produzenten. Für das dritte Quartal prognostizieren die Experten allerdings wesentlich mäßigere Zuwachsraten von lediglich 27 Prozent.

Trotz der kleinen Konkurrenten konnten sich die herkömmlichen Notebook-Displays weiterhin gut behaupten und mit 33,2 Millionen ausgelieferten Einheiten einen Zuwachs von soliden 45 Prozent verbuchen. Dennoch verzeichnete man hier einen Abwärtstrend um 11 Prozent zum Vorjahr.

Als weiteren Gewinner kann man den recht jungen Markt der sogenannten Public Displays betrachten, welcher mit rund 200.000 Einheiten rund 54 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal zunahm und wohl auch im dritten Quartal erneut um bis zu 66 Prozent zulegen dürfte.

Den geringsten Zuwachs verzeichneten dagegen LCD Monitore mit einer 36-prozentigen Steigerung. Sie bilden zwar weiterhin mit 47,1 Millionen verkauften Geräten das stärkste Standbein der Industrie, mussten allerdings einen Wachstumsratenrückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal hinnehmen. Interessant ist auch, dass rund 4,2 Millionen als Monitor klassifizierte Panels letztendlich in TV-Geräten Einsatz fanden. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme vieler chinesischer TV-Hersteller zur Senkung der Produktionskosten, welche aufgrund des langanhaltenden Glassubstratmangels die letzten Monate enorm gestiegen waren.

LCD-Fernsehgeräte konnten sich dagegen mit 34,7 Millionen Geräten weiterhin gut behaupten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden hier die Auslieferungszahlen um 42 Prozent gesteigert, was einer Erhöhung von 40 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Aber nicht nur die Auslieferungszahlen, sondern auch die Einnahmen der Panel-Hersteller sind dieses Jahr gestiegen. Bedingt durch die höheren Panel-Preise stiegen diese auf rund 15 Milliarden Dollar und zogen somit um 51 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal an. Im Jahresvergleich zeigt sich dennoch ein Minus von 29 Prozent.

Für das dritte Quartal 2009 erwarten die Panel-Hersteller einen neuen Auslieferungsrekord von insgesamt 152,8 Millionen Geräten zu erzielen. Sollten diese Zahlen erreicht werden, dürften die Einnahmen im nächsten Quartal erneut um 32 Prozent steigen.

Bei den Einnahmen führte im zweiten Quartal Samsung Electronics mit 4,2 Milliarden Dollar das Feld an. Beim Marktrivalen LG Display reicht es mit 3,7 Millarden Dollar dagegen nur für den zweiten Platz aus. Dennoch kann LG Display die unangefochtene Spitzenposition bei den zusammengefassten Panel-Auslieferungszahlen vorweisen. Samsung Electronics liegt hierbei auf einem knappen zweiten Platz. Während diesmal wieder die beiden Koreaner das Feld anführen, gesellt sich auf Platz drei erneut der taiwanische Panel-Hersteller AUO, welcher vor allem auf dem chinesischen Markt zunehmend Fuß fasst.

Insgesamt sieht man für das dritte Quartal positiv in die Zukunft. Die zunehmenden Bestelleingänge werden aller Wahrscheinlichkeit im dritten Quartal wohl für eine 87-prozentige Auslastung bei Panel-Produzenten sorgen und somit zu neuen Rekordauslieferungszahlen und steigenden Einnahmen verhelfen.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen