Sony-Auftrag und Pläne für Russland-Werk – AUO wächst weiter

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Um seine Führungsposition in der Branche zu behaupten, baut der taiwanische Panelgigant AU Optronics den Produktionsanteil für internationale Großkunden aus. Einem Bericht zufolge hat der Hersteller, zu dessen Klienten unter anderem Benq und Viewsonic zählen, kürzlich Aufträge zur Fertigung von LCD-TVs von Sony bekommen. Wie das chinesische Wirtschaftsblatt Economic Daily News schreibt, soll die Massenproduktion noch in Quartal vier anlaufen. Allein im ersten Quartal 2011 werden die an Sony ausgelieferten Stückzahlen voraussichtlich die Marke von einer halben Million erreichen.

Im Jahresendquartal im Aufwind – AU Optronics. (Logo: AUO)

Neben der Auftragsfertigung für große Markenanbieter sieht AUOs Wachstumskurs den Eintritt in die Märkte von Schwellenländern vor. So will die Economic Daily News von Plänen erfahren haben, wonach das Unternehmen gemeinsam mit dem chinesischen LCD-Monitor- und TV-Hersteller TPV Technology ein Werk für LCD-Module in Russland aufbauen will. Kurz vor seiner vierteljährlichen Investorenkonferenz wollte sich das Unternehmen allerdings nicht zu der Neuigkeit positionieren.

Mit Blick auf die verbleibenden zwei Monate des Jahres scheint die Panelbranche wieder leicht im Aufwind begriffen. Besonders die zuletzt von starkem Preisverfall betroffenen IT-Panels für Notebooks und PC-Monitore sollen sich im November erholen. Diese Entwicklung soll Morgan Stanley zufolge die Finanzsituation der Großkonzerne AUO und Chimei Innolux (CMI) begünstigen. Auf das ganze Jahr bezogen werden die Panel-Platzhirsche aus Taiwan voraussichtlich mehr als 50 Milliarden NT-Dollar (rund 1,75 Milliarden Euro) erlösen.

Auf AUO entfallen demnach 30,2 Milliarden NT-Dollar (circa 711,85 Millionen Euro); CMI erwirtschaftet 21,8 Milliarden NT-Dollar (etwa 513,85 Millionen Euro). Der Gewinn je AUO-Aktie soll 3,39 NT-Dollar (0,08 Euro) betragen, bei den CMI-Papieren erwartet das Bankhaus 2,99 NT-Dollar (0,07 Euro). Schätzungen für das vierte Quartal ergeben einen Nettoverlust von sechs Milliarden NT-Dollar (141,43 Millionen Euro) bei AUO, während der CMIs Jahresfehlbetrag bei 3,8 Milliarden NT-Dollar (89,6 Millionen Euro) liegen soll.

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