Taiwan: Coretronic, Amtran und Qisda veröffentlichen Januar-Ergebnisse

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Der BLU- und Projektorhersteller Coretronic hat seine Ergebnisse für Januar 2011 offen gelegt. Demnach ist der Konzernumsatz seit Dezember 2010 um 11,8 Prozent auf 5,69 Milliarden NT-Dollar (etwa 143,79 Millionen Euro) gefallen. Ein Jahr zuvor hatte Coretronic hier noch zwölf Prozent besser abgeschnitten. Aufgrund von Bauteilknappheit verkaufte das Unternehmen mit 89.000 Einheiten zwölf Prozent Projektoren weniger als im Dezember. Auch die Erlöse sackten monatlich um 15 Prozent auf umgerechnet 29,82 Millionen Euro ab.

Im Januar hat sich die Arbeit der Coretronic-Belegschaft in keinem Kernbereich ausgezahlt. (Fotos: Coretronic)

Die nachlassende Nachfrage nach Backlight Units (BLU) ließ den Januarabsatz um 16,5 Prozent spürbar auf 4,89 Millionen Einheiten sinken; die Einnahmen mit den Modulen für die Displaybeleuchtung schrumpften um 12,5 Zähler auf etwa 85,92 Millionen Euro. Einzig die BLUs für Flachbildfernseher legten um zehn Prozent auf 1,14 Millionen zu. 31 Prozent davon waren LED-BLUs, von 2,14 Monitor-BLUs sogar schon 33 Prozent. Bei Hintergrundbeleuchtung für Notebooks liegt der LED-Anteil bereits bei 98 Prozent. In China fehlen im Februar feiertagsbedingt Arbeitstage, daher rechnet Coretronic mit steigendem BLU-Absatz.

Härter traf es den LCD-TV-Hersteller Amtran Technology: Die Erlössituation im Januar war 55 Prozent schlechter als im Dezember 2010; die Höhe der Einnahmen beläuft sich auf 4,5 Millionen NT-Dollar (113,72 Millionen Euro). Für Amtran gilt es, die schwache Saison während des ersten Halbjahres zu überstehen.

Das Unternehmen geht erfahrungsgemäß davon aus, dass die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wieder belebt wird. Mit dem OEM-Geschäft als Standsäule will man 2011 die Grenze von 100 Millionen NT-Dollar sprengen. Dank der Steigerung auf 60 Prozent OEM-Lieferungen landete Coretronic im vierten Quartal 2010 auf Rang der taiwanischen OEM-Hersteller.

Beim ODM-/OEM-Fertiger Qisda ist der monatliche Erlösrückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum jährlichen Zugewinn von 20,5 Prozent verschwindend gering. Der konsolidierte Umsatz im Januar 2011 steht bei 8,11 Milliarden NT-Dollar (204,48 Millionen Euro). Gerüchten zufolge sicherte sich das Unternehmen bei Dell Bestellungen für Tablet-PCs. Das Handheld-Business hat seinen Umsatzanteil vom dritten Quartal (6 Prozent) zu Quartal vier auf zehn Prozent gesteigert. Die Produktion von 5- und 7-Zoll-Tablets ist bereits angelaufen; schon bald sollen Modelle mit zehn Zoll in die Massenfertigung gehen.

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