Taiwan: Tablet-Panel wachsen in Q2/11 um 300 Prozent

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Scheinbar könnte die Panelbranche ohne das Tablet-Segment gar nicht mehr überleben:

Während des zweiten Quartals 2011 verkauften taiwanische Panelproduzenten 70,72 Millionen große Panel, 8,5 Prozent mehr als im Quartal zuvor und 0,8 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Laut der Digitimes wären die Zahlen negativ, würden sie nicht den Absatzzugewinn von Tablet-Panels berücksichtigen – 300 Prozent.

Von allen möglichen Anwendungen der etwa zehn Zoll messenden Großformatpanel erlebte das Tablet-Segment in Quartal zwei den größten Zuwachs. Aufgrund der Tatsache, dass Zehn-Zoll-Panel aus HannStars Herstellung an No-Name-Anbieter geliefert werden, lässt sich ihr finaler Einsatzzweck nicht exakt feststellen. Allerdings, so stellen es die Digitimes-Insight-Experten dar, ist der kombinierte Tablet-Panel-Absatz von AU Optronics (AUO), Chimei Innolux (CMI) und HannStar seit dem ersten Quartal um 300 Prozent gestiegen. Bei 10,8 Prozent aller großen Panel soll es sich ihnen zufolge um Tablet-Panel gehandelt haben. Panel für die populären Slate-PCs sind endgültig zu dem Marktsegment geworden, auf das sich die Branche einhellig konzentriert.

Bezogen auf den Absatz erlebte das Monitor-Panelsegment ein leichtes Quartalswachstum um 4,5 Prozent. Mit einem Zuwachs im zweistelligen Bereich schnappte CMI dem heimischen Rivalen AUO Marktanteile im Großformat-Bereich weg. Obschon der Absatz von LCD-TVs auf dem Weltmarkt geringer ausfiel als erwartet, profitierte CMI von günstigen Umständen: Beispielsweise verkaufte das Unternehmen in China mehr Panel als im ersten Quartal. Während CMI im zweiten Quartal AUO und CPT im Gesamtabsatz von Panels für Monitore und TV-Geräte übertrumpfte, verkaufte AUO die meisten Panel für Tablet-PCs und Notebooks.

Weil Südkoreas Hersteller nach einer durch Anpassungen im Produktionsablauf ausgelösten Schwächephase ihre alte Kapazitätsauslastung zurückerlangt haben, ist der globale Marktanteil von Großdisplay-Lieferanten aus Taiwan bedroht. Das Branchenportal geht davon aus, dass er bis auf 39,1 Prozent schrumpfen könnte.

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