Tawains Panelhersteller wollen Netbook-Panel-Preise erhöhen

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Nachdem Netbook-Panels knapp geworden sind, streben LCD-Panelhersteller Preiserhöhungen an, berichtet die Digitimes. Mittlerweise sind die Panelpreise bereits fast auf das Kostenlevel gesunken, daher wollen die Fertiger ihre Kapazität für die profitträchtigeren Tablet-PC-Panels nutzen.

Apples iPad schadet sowohl dem Netbook-Absatz als auch den Panelpreisen im Zwölfzoll-Segment. (Foto: Apple)

Apples iPad hat die Netbook-Verkaufszahlen gedämpft, ist aber ein Produkttyp nach dem Geschmack der Panelhersteller: Mit den Tablet-PC-Panels können sie noch Geld verdienen, während sie bei Netbook- und Notebookpanels zum Teil draufbezahlen. Die beiden Hauptlieferanten für das iPad, Samsung Electronics und LG Display aus Südkorea, haben im Segment bis zwölf Zoll weiter zugelegt. Samsungs Verkäufe dieser kleineren Notebook-Panels haben sich zwischen Mai und August von 650.000 auf 1,25 Millionen Stück beinahe verdoppelt.

Da Taiwans Panelhersteller nicht an der Lieferkette für das iPad beteiligt sind, leiden sie besonders unter der sinkenden Nachfrage nach Zwölfzoll- und kleineren Panels. Die Verkäufe von AU Optronics (AUO) sind von mehr als einer Million Einheiten pro Monat im August auf 700.000 Stück gefallen; die Absatzzahlen von Chimei Innolux (CMI) rutschte von 600.000 im Mai auf 350.000 im August. Allerdings wird sich CMIs Absatz künftig erholen, weil das Unternehmen kurz davor steht, ebenfalls iPad-Panels auszuliefern.

Momentan liegen die Preise für Netbook-Panels mit zehn Zoll bei 30 US-Dollar; für 11,6 Zoll werden 40 Dollar das Stück aufgerufen. Diese Beträge decken kaum die Produktionskosten. Da kaum Luft nach unten besteht, versuchen die Panelhersteller bei den Systemherstellern höhere Preise durchzusetzen. Diese haben noch nicht zugestimmt, zumal die Preise für LCD-TV- und Monitor-Panels weiter sinken.

Es wird erwartet, dass 2010 – iPad und Co. nicht mitgerechnet – zwischen 39 und 43 Millionen Netbooks verkauft werden. 2011 wird der Markt mit 40 Millionen Einheiten quasi stagnieren. Der Markt für Tablet-PCs inklusive iPad dagegen soll sich verdoppeln: Während 2010 15 Millionen Stück verkauft wurden, sollen es im kommenden Jahr 30 Millionen sein.

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