Test ASUS MeMO Pad 7 mit Android KitKat
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Leistung

Das Asus MeMo Pad 7 (ME176C) ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht mehr mit einem Rechenherz von Mediatek sondern mit einer Intel-Atom-CPU ausgestattet. Der Vierkerner Z3745 verfügt über einen Basistakt von 1,3 GHz, der auf maximal 1,8 GHz angehoben werden kann. Die integrierte Intel HD Graphics arbeitet mit Taktraten zwischen 311 und 778 MHz. Mit einer Szenario Design Power (SDP) von 2 Watt ist diese Kombination auf geringen Stromverbrauch hin ausgelegt und lässt sich passiv kühlen.

Asus Memo Pad 7 Tablet Cpuz
Asus Memo Pad 7 Tablet Cpuz2
Übersicht der Kernkomponenten.

Die Leistungsfähigkeit des MeMo Pad 7 sprengt das, was man sonst so in der 200-Euro-Klasse erwarten kann, recht eindrucksvoll. Beim 3D Mark Ice Storm Extreme werden sehr gute 8242 Punkte erzielt und auch der Epic Citadel Benchmark läuft in ultra high quality mit 54,8 fps sehr flott ab.

Die Systemperformance insgesamt profitiert darüber hinaus von dem vergleichsweise schnellen Flash-Speicher und der vor allem bei Multicore-Aufgaben leistungsstarken CPU. Das, was in einem Windows 8 Tablet arg zu kämpfen hätte, läuft unter Android sehr überzeugend und sollte auch zukünftig lange für genügend Leistungsreserven sorgen.

Asus Memo Pad 7 Tablet Speicherperf
Asus Memo Pad 7 Tablet Geekbench
 
Asus Memo Pad 7 Tablet Browserperf
Asus Memo Pad 7 Tablet 3dmark
Benchmarkergebnisse im Vergleich.

Die Hitzeentwicklung findet unter anhaltender Belastung nach etwa 1 Stunde im Bereich der Hauptkamera auf der Rückseite mit 41,6 °C ihren Höhepunkt. In diesem Sektor scheint daher neben dem Kameramodul auch die Atom-CPU untergebracht zu sein. Zu Einschränkungen im Betrieb führt das aber nicht, da selbst die Maximaltemperatur noch vergleichsweise moderat ausfällt.

Asus Memo Pad 7 Tablet Benchmark
Asus Memo Pad 7 Tablet Temperatur
Die maximale Temperatur lässt sich nur nach längerer Volllast erreichen.

Leistungsaufnahme

Modus Einstellung Verbrauch
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display aus 0,4 Watt
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display minimale Helligkeit 1,5 Watt
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display maximale Helligkeit 2,7 Watt
WLAN Streaming Funk an, Display maximale Helligkeit 3,1 Watt
Stability Test alles an, Display minimale Helligkeit 3,3 – 4,0 Watt
Stability Test alles an, Display maximale Helligkeit 4,2 – 4,9 Watt
Akku laden Gerät ausgeschaltet 2,5 – 5,1 Watt

Beim Stromverbrauch ist das MeMo Pad 7 (ME176C) ein regelrechter Musterschüler. Wir haben netzseitig Leistungsaufnahmen zwischen minimal 0,9 Watt (Leerlauf, Flugzeugmodus, Display aus) und in der Spitze (kurzzeitig) bis zu 4,9 Watt (Volllast, maximale Displayhelligkeit, alles an) gemessen.

Dass das Testgerät dennoch keine überragenden Rekord-Akkulaufzeiten abliefern kann, liegt am vergleichsweise kleinen 15-Wh-Akku. Letztlich reicht es aber aus, um in unseren drei Testszenarien zwischen 4:35 Stunden und 13:31 Stunden durchhalten zu können.

Asus Memo Pad 7 Tablet Wlantv
In unserem WLAN-Szenario hält das Testgerät über 5 Stunden lang durch.
Anwendung Einstellung Laufzeit
eBook Reader Funk, Ortung usw. aus, Display 81 cd/m² 13:31 Stunden
WLAN-Streaming Funk an, Display maximale Helligkeit 5:23 Stunden
Stresstest alles an, Display maximale Helligkeit 4:35 Stunden
Ladezeit Gerät aus 4:00 Stunden

Bewertung

Keine Angaben
3.7

(GUT)

Diskussion in unserem Forum

Fazit

Das Asus MeMo Pad 7 (ME176C) ist ein ausgewogenes Tablet, das in den Kernkompetenzen überraschend gut überzeugen kann. Display, Gehäuse, Leistungsfähigkeit und Akkulaufzeiten bewegen sich im guten oder sehr guten Bereich und decken damit die Grundbedürfnisse praxisgerecht ab.

Einschnitte muss man hingegen bei der Ausstattung, der Kameraqualität und den Multimediaeigenschaften hinnehmen. Hier schmerzen vor allem das Fehlen eines regulären HDMI-Ausgangs die mäßigen Lautsprecher und der schwergängige USB-Port. Mehr als 16 GB interner Flash-Speicher, ein schnelles WLAN-Modul oder mobiles Internet (3G/4G) sind nicht erhältlich.

Zusammen mit der 2-jährigen Garantie zeigt sich der aktuelle Straßenpreis von etwa 180 Euro letztlich aber als ein sehr faires Angebot und dürfte so manches Konkurrenzmodell gehörig unter Druck setzen.

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