Test Sony Xperia Z2 – wasserdichtes Tablet
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Software

Als Betriebssystem kommt Androids aktuelles 4.4.2 Kitkat zum Einsatz und bietet damit eine sehr gute Basis. Wie es mit zukünftigen Systemupdates bestellt ist, bleibt wie bei vielen anderen Android-Tablets auch, etwas ungewiss. In der Regel ist davon auszugehen, dass bei den Alternativen der Google-Nexus-Reihe die Wahrscheinlichkeit am größten ist, möglichst lange mit Verbesserungen beliefert zu werden.

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Apps „Walman“ und „UKW Radio“.

Sonys eigene Oberfläche führt softwareseitig das reduzierte Gehäusedesign auch im Inneren weiter fort. Sie macht einen sehr aufgeräumten Eindruck und ist mit so manch eigener App wie „Walkman“ oder „Playstation Mobile“ unterfüttert. Als Browser vertraut Sony auf Google Chrome und den Standard-Android-Browser, der in der Favoritenleiste untergebracht ist. Ansonsten findet man noch nette Apps wie die Office Suite 7 Pro, Pixlr Express, Track ID oder die passende Oberfläche zur Steuerung des UKW-Radios.

Das für kurze Zeit angebotene kostenlose Softwarepaket, das Eigentümer des Sony Xperia Z2 Smartphones in der Xperia Lounge erhalten, ist für die Tablets nicht verfügbar. Damit bleiben dem Z2 Tablet nette Zugaben wie zum Beispiel die Garmin Navigationssoftware verwehrt.

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Apps “ Office Suite 7 Pro“ und „Fernbedienung“.

Leistung

Die Leistungsfähigkeit der im Sony Xperia Z2 Tablet eingesetzten Hardware bewegt sich zwar nicht auf absolutem Top-Niveau, liefert aber dennoch eine überzeugende Performance ab. Alle von uns getesteten Aufgaben konnten problemlos und ruckelfrei umgesetzt werden. Als CPU kommt Qualcomms Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor (bis zu 2,3 GHz) und als Grafikeinheit Qualcomms Adreno 330 (bis zu 578 MHz) zum Einsatz. 3 GB RAM und ein 32 GB großer Flash-Speicher (brutto) komplettieren die wesentlichen Details.

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Links: CPU-Z Prozessor. Rechts: CPU-Z System.

Zum Bestimmen der Leistungsfähigkeit haben wir verschiedene Benchmarks herangezogen. Der 3D Mark legt sein Hauptaugenmerk auf die Grafikperformance. Mit 18998 Punkten beim Ice Storm Unlimited können die 13457 Punkte des Samsung Galaxy Note 10.1 deutlich geschlagen werden. Als Grund dafür sehen wir hier die geringere Auflösung des Sony Tablets und die unterschiedlichen Grafikchips (Samsung mit Arm Mali-T628), die zum Einsatz kommen. Den Basis-Test und den Extreme-Test wollte Furmark nicht ausführen.

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3D Mark

Ein weiterer Grafiktest ist der Epic Citadel Benchmark, der mit der Unreal-Engine als Grafikdemo gleichzeitig auch demonstriert, was man optisch auf einem Android-System verwirklichen kann. Hier schafft unser Sony Z2 Tablet mit Qualcomm Snapdragon 801 in High Performance durchschnittlich 58,7 fps. Mehr auf die Bewertung des Gesamtsystems hin ausgerichtet ist der Benchmark Geekbench 3.0.

Mit einer Gesamtwertung von 2721 Punkten platziert sich das Sony-Tablet dicht hinter dem Samsung Galaxy Note 10.1 Edition 2014, das 2804 Punkte erzielt hat. Der Passmark Performance Test wird aufgrund einer Inkompatibilität reproduzierbar abgebrochen und liefert kein Ergebnis. Ein reiner CPU-Test ist die SuperPi-Berechnung, für die unser Testgerät mit dem Qualcomm Snapdragon 801 223 Sekunden benötigt. Spürbar schneller bewältigt Samsungs Exynos 5420 mit 134 Sekunden diese Aufgabe. Insgesamt kann das Sony Xperia Z2 im Vergleich zum Samsung Galaxy Note 10.1 WiFi Edition 2014 von einer deutlich besseren Grafikleistung profitieren, fällt dafür aber bei reinen Rechenaufgaben ebenso deutlich ab.

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SuperPi und Geekbench 3.0

Die Gehäusetemperatur bleibt selbst unter Volllast (etwa 2 Stunden Stability-Test) sehr niedrig. Der Maximalwert von 33,7 °C gibt keinen Anlass zur Kritik und ist weit davon entfernt für irgendwelche Handhabungseinschränkungen zu sorgen. Das Samsung Galaxy Note 10.1 WiFi Edition wird bei gleicher Belastung mit über 45 °C spürbar wärmer. Im Normalbetrieb ohne volle Auslastung reduzieren sich die Werte des lüfterlosen Sony Experia Z2 Tablet nochmals um etwa 2-3 °C.

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Maximale Temperaturentwicklung

Für die Einordnung der Surf-Geschwindigkeit im Internet nutzen wir den Browsermark 2.0 und den Sunspider-Test. Hier kann es zu teils großen Unterschieden zwischen den unzähligen Browser-Varianten kommen. Getestet haben wir den vorinstallierten Chrome-Browser, den Android-Browser und zusätzlich noch den Firefox-Browser. Ergebnisse siehe Grafik.

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Browsmark 2.0

Mit Androbench 3 haben wir die Performance des internen Flash-Speichers und einer Transcend microSDXC-Karte mit 64 GB Kapazität gemessen. Der fest verbaute interne Speicher ist mit seinen 63 MB/s Lesegeschwindigkeit etwas langsamer unterwegs, als der Speicher des Samsung Galaxy Note 10.1 WiFi Edition.

Dafür erreicht die Schreibgeschwindigkeit knapp 30 MB/s, was einem schnelleren Datentransfer auf das Tablet zugutekommt. Der Kartenleser limitiert die Leseleistung von Speicherkarten bei etwa 45 MB/s. In einem Lenovo ThinkPad W540 hat Transcends 64 GB microSDXC schon über 70 MB/s erreicht. Die Schreibgeschwindigkeit liegt dagegen auf dem üblichen Niveau und liefert 18 MB/s.

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Androbench 3

Leistungsaufnahme

Die netzseitig von uns gemessene Leistungsaufnahme bewegt sich je nach Auslastung zwischen 2,4 Watt und 6,8 Watt. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 7,5 Watt angegeben und scheint keine Limitierung der Leistungsfähigkeit hervorzurufen.

Modus Einstellung Verbrauch
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display aus 0,5 Watt
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display minimale Helligkeit 2,4 Watt
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display maximale Helligkeit 6,0 Watt
WLAN Streaming Funk an, Display maximale Helligkeit 6,2 Watt
Stability Test alles an, Display minimale Helligkeit 6,3 Watt
Stability Test alles an, Display maximale Helligkeit 6,8 Watt
Akku laden Gerät ausgeschaltet 5,4 Watt (mit Sony-Netzteil)
Akku laden Gerät ausgeschaltet 8,2 Watt (15-Watt-Netzteil)

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