Test Tablet Toshiba AT300SE
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Multimedia

Auf der Vorderseite finden wir eine Webcam samt Mikrofon, mit 1,2 Megapixel liefert sie ausreichende Bilder für den Chat. An der Rückseite liegt die Öffnung für die zweite Kamera, die mit 3,0 Megapixel zwar eine (etwas) höhere Auflösung bietet, sich qualitativ aber kaum von der Webcam absetzen kann.

Toshiba At300se Tablet Rueckseite
Auf der Rückseite am rechts am obern Rand ist die 3,0 Megapixe Kamera positioniert (Foto: Toshiba).

Die beiden Lautsprecher atmen durch zwei schmale Schlitze an der unteren Längsseite. Anders als bei vielen Mitbewerbern werden sie also nicht zugedeckt, wenn das Tablet flach auf dem Tisch liegt. Mit je 1,5 Watt sind sie nominell gar nicht so schwach dimensioniert, doch die winzige Öffnung und der fehlende Resonanzraum lassen letztlich auch nur den typischen dünnen Sound zu. Daran können auch die mitgelieferten Klangverbesserer nichts ändern. Für Nachrichtentexte oder Youtube-Späße mag das reichen, für eine ernsthafte Nutzung sicher nicht.

Toshiba At300se Tablet Speaker
Stereo-Lautsprecher in der schmalen Längsseite.

Videos zeigt das AT300SE in zahlreichen gängigen Dateiformaten. 16:9-Filme füllen das Display nahezu randlos aus, die kleine HD-Auflösung kann 1:1 ohne qualitätsmindernde Skalierung dargestellt werden. Auch FullHD-Material bewältigt der Quad Core mühelos, die Weitergabe an ein TV ist mangels HDMI-Anschluss leider nicht möglich.

Software

Das AT300SE wird serienmäßig mit Android 4.1 (Jelly Bean) ausgeliefert. Ob es ein Update auf 4.2 geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Ein Google-Konto öffnet das riesige Angebot des Play Store.

Toshiba At300se Tablet Start
Startbildschirm des AT300SE.

Die nicht deinstallierbaren Zugaben (z.B. Toshiba Places) halten sich in vertretbarem Rahmen. Manche Apps wie Toshiba eBooks lassen sich auf Wunsch auch entfernen, ohne dass man das Gerät dafür rooten müsste.

Performance

Das Herz des AT300SE ist ein nVidia Tegra3 Chipsatz mit 4-PLUS-1-Technologie. Dies bedeutet, dass dem Quad Core ein fünfter stromsparender Companion-Core zur Seite steht, der nur für die leistungsschwachen Zeitabschnitte gedacht ist. Die vier Hauptkerne arbeiten mit 1,3 GHz Taktfrequenz und bieten Leistung satt.

Der Arbeitsspeicher (DDR3-RAM) ist mit 1 GB bestückt. Der interne Flash-Speicher ist mit 16 GB ausgestattet, davon sind nach der Installation noch gut 12 GB frei. Die Speichererweiterung ist mit einer microSD-Karte möglich.

Der schnelle Chipsatz macht ungemein Spaß. Ob Internet-Browser, Spiele oder HD-Videos – hier läuft alles so mühelos und ohne jede Zähigkeit, dass das Gerät dabei noch nicht einmal richtig warm wird. Bei der gefühlten Performance kann das AT300SE mit einem Google Nexus 7 durchaus mithalten.

Laufzeiten

Im Datenblatt macht Toshiba sehr detaillierte Angaben zur Akkulaufzeit und nennt 7 Szenarien von 10 Stunden bis 3 Monaten. Die für Vergleiche viel interessantere Angabe zur Ladekapazität in mAh fehlt dagegen. Zu meckern gibt es in der Praxis aber wenig: mit Surfen und Videos bei 250 cd/m² sind grundsolide Laufzeiten zwischen 6 und 8 Stunden drin.

Laden über USB kann wegen des genormten Maximalstroms von 500 mA schon mal zur Geduldsprobe werden. Das mitgelieferte Schaltnetzteil des AT300SE bringt allerdings deutlich mehr, eine komplette Ladung ist schon nach 5 Stunden abgeschlossen.

Bewertung

Keine Angaben
4

(GUT)

Toshiba AT300SE

Diskussion in unserem Forum

Fazit

Das Abspecken des etwas großzügiger ausgestatteten AT300 hat dem AT300SE nicht geschadet. Übrig bleibt aber nicht nur „der praktische Begleiter für Ihren Alltag“, von dem Toshiba in seinen Werbeaussagen spricht. Vielmehr entstand ein Gerät für Puristen, das mit schierer Leistung in den Kerndisziplinen überzeugt. Ein gutes IPS-Panel, solide Akkulaufzeiten und Rechenleistung auf Toplevel sind kaum zu schlagende Argumente.

Sicherlich wird mancher vergeblich nach GPS oder UMTS fragen, Sound und Kameras bewegen sich auf eher unterirdischem Niveau, dazu ist es weder besonders leicht noch besonders schick. Doch das AT300SE will wohl weder Smartphone noch Pocketkamera noch Lifestyle-Ikone sein, sondern Tabletspaß pur bieten. Für unter 300 Euro Handelspreis wird es seine Fangemeinde sicher nicht enttäuschen.

Grafik

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