Test TV LG 65EF9509
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Brillantes Schwarz, variierende Helligkeit

Beim 65EF9509 ist Schwarz auch wirklich Schwarz. Schließlich emittieren OLEDs in entsprechenden Bildinhalten keinerlei Licht, während LCD-TVs konstruktionsbedingt stets mehr oder weniger sichtbare Aufhellungen durch ihr Backlight zeigen – speziell zum Rand hin. Aus der brillanten Schwarzdarstellung resultiert natürlich ein praktisch unendlich hoher Ein-Aus-Kontrast, wobei der 65-Zöller im ANSI-Schachbrettmuster ebenfalls ein erstklassiges Verhältnis von 3.015:1 erzielt. Der Hellraumkontrast liegt bei sehr guten 900:1.

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Bereits bei einem Zehn-Prozent-Schwarzfeld auf weißem Grund erzielt der 65EF9509 einen satten Kontrast von 6.000:1, der ab 40 Prozent auf 20. 000:1 ansteigt. Wird der Schwarzanteil weiter erhöht, entsteht ein nahezu unendlicher Im-Bild-Kontrast (On/Off).

Leider variiert die Helligkeit weißer Bildpartien in Abhängigkeit zum Flächenanteil deutlich. Zwischen einem kleinen zweiprozentigen Weißfeld auf schwarzem Grund (maximal 349 Candela) und einem typischen Messsignal mit 25-Prozent-Weißfeld (344 Candela) passiert im empfohlenen Bildmodus „isf Expert 1“ zunächst wenig, im vollflächigen Weiß geht die Leuchtdichte allerdings auf knapp ein Drittel zurück (130 Candela). Dokumentiert wird die Abhängigkeit der Leuchtdichte vom Flächenanteil in der sogenannten APL-Messung (Average Picture Level). Dazu vergrößern wir das Fenster feinstufig von 1 auf bis zu 100 Prozent und messen die jeweilige Lichtstärke. Als Quelle diente ein USB-Stick mit speziellen HDR-Testbildern, da kleine Spitzlichter hier die größtmögliche Helligkeit erzeugen. Bei HDR-Material wechselt das Gerät übrigens automatisch in das mit 9.600 Kelvin sehr kühle Preset „Standard“, welches allerdings keine Anpassung der OLED-Lichtstärke gestattet . Dabei ist die Ausbeute mit 408, statt 349 Candela nur geringfügig höher, weshalb wir auch hier zum Modus „isf Expert 1“ raten. Im vollflächigen Weiß bleiben ebenso viel zu dunkle 120 Candela übrig.

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Selbst bei HDR-Material schafft LGs flacher OLED-TV maximal 408 Candela pro Quadratmeter. Leider nimmt die Leuchtkraft in Weißfeldern größer als 30 Prozent stark ab. Im vollflächig weißen Bild bleiben nur noch 118 Candela übrig.

Tonqualität

Ordentlicher Klang dank Harman Kardon

Wie eingangs erwähnt, verbaut LG im unteren Teil des Gehäuses ein Soundsystem aus dem Hause Harman Kardon. Sonderlich viel Resonanzraum steht den Boxen zwar nicht zur Verfügung, in Anbetracht dessen erzeugen sie aber einen außerordentlich satten sowie dynamischen Klang. Dennoch fehlt es den Lautsprechern gelegentlich an Wumms und Tiefe. Hinzu kommen Verzerrungen, die bei höheren Schallpegeln auftreten.

Bewertung

4.2

SEHR GUT
Hisense LTDN65XT910 171,2 cm (65 Zoll) Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart TV)
(11 Kundenrezensionen)
Preis: --
(Stand von: 18.01.2022 07:09 - Details
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Fazit

Mit dem LG 65EF9509 werden die Träume ambitionierter Cineasten wahr. Zu seinen Highlights gehören der exzellente Kontrast mit tiefstem Schwarz, die naturgetreuen Farben sowie die nahezu perfekt gleichmäßige Ausleuchtung – und das alles ohne die Verzerrungen des Curved-Modells. Diesem hat der flache 65-Zöller außerdem die HDR-Wiedergabe via HDMI voraus, wobei die Helligkeit für „High- Dynamic- Range“-Inhalte mit rund 400 Candela eindeutig zu niedrig ist.

Ein weiteres Problem sind die OLED-typischen Einbrenneffekte. So hinterlässt oftmals auch die webOS-Taskleiste ihre Spuren. Dafür gelingt aber die Bedienung spielend einfach und wirft selbst bei Laien keine Fragen auf. Unter dem Strich überwiegen also klar die Vorteile, so dass es locker für die Bestnote reicht.

Pro und Contra

  • Sehr homogenes, blickwinkelstabiles Bild
  • Erstklassiger Kontrast und naturgetreue Farben
  • Exzellente Schwarzwerte und hohe Detailtreue
  • Vorbildliches Bedienkonzept
  • Lichtreserven könnten größer sein; Einbrenneffekte
  • Hoher Preis

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