Test TV Philips 42PFL8404H/12
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Bedienung und Menüs

Menü

Verglichen mit den schlichten statischen Menüs älterer Flachbildfernseher überrascht der 42PFL8404H mit dynamisch wirkender Menügestaltung und ansehnlichen Menüwechseleffekten. Das Hauptmenü und alle Untermenüs nehmen rund 80 Prozent der Bildschirmfläche ein.

Während die Bedienoberfläche einen halbtransparenten Hintergrund besitzt, markiert ein blauer Glanzeffekt die jeweils getroffene Auswahl. Dieser optisch wirkungsvollen Umsetzung ist es zu verdanken, dass die Navigation durch das Menü einschließlich jedes einzelnen Parameters problemlos aus einer Entfernung von bis zu fünf Metern vonstatten geht.

Derweil wir diesen Umstand begeistert loben, prangern wir die Schwerfälligkeit einiger Untermenüs an, die zeitweise auftritt. Die Reaktionsträgheit frustriert uns insbesondere an Stellen, die eine hohe Bandbreite an Optionen anbieten. Sich zügig zwischen den Rubriken und Schaltflächen zu bewegen, gelingt dem Anwender indessen wieder recht gut.

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Das Bildschirmmenü des 42PFL8404H.

Gut gefallen hat uns auch die eigentliche Menüstruktur: Indem wir die einzige invertiert auf die Fernbedienung geprägte Taste mit der Aufschrift „Home“ betätigen, gelangen wir zur obersten Menüebene. Diese lässt uns flugs die Fernsehkanäle ansteuern und zum USB- oder Computereingang wechseln. Um uns den Umweg über die „Source“-Taste mit ihrer Auswahl von Zuspielmöglichkeiten zu ersparen, fügen wir mit wenigen Bedienschritten unsere eigenen Geräte hinzu, die sich anschließend besonders schnell ansprechen lassen.

Weiterhin bietet das Menü des 42PFL8404H – oder wahlweise die gelbe Taste auf der Fernbedienung – Zugriff auf die digitale Bedienungsanleitung. Die Qualität der Textinformation im Zusammenspiel mit erklärender Bebilderung aller Aspekte des Fernsehers auf seinem Bildschirm finden wir sehr löblich.

Zusätzlich dazu verfügt der Philips über einen Demo-Modus, der die Technologien vorstellt, über die unser Gerät tatsächlich verfügt. Der Inhalt des Demo-Modus unterscheidet sich also von Modell zu Modell. Um diesen zu starten, muss der rote Knopf auf der Fernbedienung betätigt werden, was die Zweiteilung des Bildschirms zur Folge hat. Links wird die Standardansicht gezeigt, wohingegen die rechten Seite veranschaulicht, wie sich Technologien wie „Precise Pixel HD“, „HD Natural Motion“, „100 Hz ClearLCD“ oder „Active Control“ auswirken.

Fernbedienung

Die Fernbedienung des Philips 42PFL8404H steht dem Fernseher in Bezug auf die verwendeten Materialien in nichts nach: Zusammengesetzt aus zwei Plastikprofilen, ist die von Gummitasten durchbrochene Oberseite matt gehalten, während auf der Unterseite das glänzende Plastikschwarz des Bildschirmrahmens wiederzufinden ist. Dabei wirkt die Fernbedienung dezent – Philips zeigt an dieser Stelle keinen Hang zu Experimenten. Vom numerischen Feld kommend, verjüngt sie sich nach oben hin etwas. Hier befinden sich die Steuerzentrale mit Navigationsrad und einigen weiteren Tasten. Zwischen den Richtungstasten und den Knöpfen für Lautstärke und Programmumschaltung liegen die Multimediatasten sowie diejenigen fürs Stummschalten und das Bildformat.

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Fernbedienung des Philips 42 PFL8404H. (Foto: Philips)

Gefallen hat uns an der Fernbedienung, dass sie so komfortabel zu benutzen ist, gut in der Hand liegt und sich alle Tasten bequem erreichen lassen. Ändern würden wir die Anordnung der Tasten für die Quellauswahl und für die Bildeinstellungen, die Philips leider unter dem numerischen Feld auf Höhe der „0“ platziert hat. Diese Bedienknöpfe sollten unserer Meinung nach aus rein praktischen Gründen näher am Navigationsrad liegen.

Integrierter Mediaplayer

Via USB-Anschluss nimmt der Philips 42PFL8404H über klassischen USB-Speicher zugespielte Audio- und Videodateien entgegen, heißt es im Datenblatt. Leider stellt sich die Praxis anders dar. Obgleich verbreitete Videoformate wie H.264 laut Spezifikation dazugehören sollen, konnten wir einen Großteil der Testvideos nicht abspielen. Völlig problemlos lief lediglich ein 37,4 MB großer TV-Rip mit einer MPEG-Audiospur (Dateinamenerweiterung: mpg, Auflösung 320 mal 240 Pixel). Nur ruckartig und ohne Untertitel lief unser 700 MB großer DVD-Rip im DivX-Format (624 × 336 px). Misserfolg auch bei einer Reihe von MP4-Dateien in SD-Auflösung – bloß einer wurde korrekt wiedergegeben. Ein 152 MB messendes HD-DVD-Demo (WMV, 1.920 x 1.080 px) wollte ebenso wenig laufen wie diverse MOV- und FLV-Dateien.

Zusammengefasst stellen wir enttäuscht fest, dass HD-Material über den USB-Port gar nicht akzeptiert wird, dass die DivX-Wiedergabe dürftig ist, und dass lediglich MPEG- sowie MP4-Dateien reibungslos abgespielt werden. Untertitel werden in keinem Fall dargestellt, ebenso wenig ist es möglich, während der Wiedergabe auf ein Menü zuzugreifen – beispielsweise, um das Bildformat zu ändern. Eine Ausnahme machen Menüs wie „Zufallswiedergabe“, die per „Options“-Taste aufgerufen werden.

Erfreulicher ist die Situation, wenn es ums Abspielen von Audioformaten geht: Alle unsere Test-MP3s funktionierten. Weder in den Menüs noch in der Beschreibung ist von selteneren Formaten wie OGG, FLAC und Ape zu lesen; diese werden auch nicht akzeptiert.

Aufatmen können Liebhaber digitaler Diashows: Der Philips 42PFL8404H nahm beinahe alle getesteten Bilddateien entgegen, stammten sie nun aus dem Internet oder von einer Digitalkamera. Bilder lassen sich im Vollbildmodus anzeigen, während ihre Dateinamen in einem halbtransparenten Bereich rechts oben eingeblendet werden. Angenehm ist, dass die Zeit bis zum nächsten Bild im Diashow-Modus bestimmt werden kann. Aus irgendeinem Grund verweigerte der Philips-Fernseher bei zwei Bildern mit den Auflösungen 1.280 x 720 und 1.920 x 1.080 Pixel die Arbeit, obschon diese auf dem PC und im DVD-Player ohne Probleme angezeigt wurden.

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