Vergleichstest iPad Mini, Nexus 7 und Lenovo ThinkPad Tablet 8
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Touchscreen

Bei allen drei Modellen handelt es sich um kapazitive Eingabeoberflächen. Die von vielen ThinkPad-Anhängern im Vorfeld erhoffte Digitizer-Funktion wurde beim Tablet 8 nicht umgesetzt. Somit bleibt nur der Einsatz kapazitiver Stifte als Alternative, die mit ihren meist dicken Gummiknubbeln die Fingereingabe imitieren.

Asus Memo Pad 7 Tablet Startbildschirm2
Die Fingerbedienung funktioniert bei allen Testkandidaten technisch sehr gut.

Die Reaktionszeit des Bildschirms ist bei allen drei Testkandidaten subjektiv sehr gut. Ruckler oder sonstige Verzögerungen beim Navigieren durch die Oberflächen treten höchstens auf, wenn im Hintergrund noch weitere rechenintensive Prozesse laufen. Die Genauigkeit an den Rändern ist bei allen sehr gut und offenbart keinen Unterschied zu zentraleren Eingabepunkten.

Arg fummelig wird es beim Windows-Tablet, wenn man abseits der gekachelten Oberfläche im Desktopbereich agieren muss. Trotz vergrößerter Darstellung trifft man in Menüs, Reitern und Auswahlfeldern erst nach längerer Eingewöhnung beim ersten Versuch den Zielort. Fehleingaben treten hier mit Abstand am häufigsten auf und müssen überdurchschnittlich oft wiederholt werden. Überhaupt ist die größte Schwäche des eigentlich sehr ansprechend laufenden Windows 8.1 die reduzierte Verfügbarkeit angepasster Apps.

Software

Die Softwareausstattung des Triumvirats fällt recht unterschiedlich aus. Wie oft für Android-Tablets üblich, sind die im Auslieferungszustand vorhandenen App-Installationen des Google Nexus sehr überschaubar. Eine Grundausstattung für das Internet-Surfen, die Medienwiedergabe oder die Nutzung der Social Networks ist standardmäßig vorhanden, beinhaltet aber ansonsten keine außergewöhnlichen Zugaben.

Asus Memo Pad 7 Tablet Startbildschirm Thinkpad
Asus Memo Pad 7 Tablet Startbildschirm Ipad
Asus Memo Pad 7 Tablet Startbildschirm Nexus
Die Bedienoberflächen unterscheiden sich mitunter stark voneinander.

Von Haus aus besser ausgestattet sind Apples iPads, die mit dem iLife Paket eine Rundumversorgung für die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, Fotobearbeitung, Videobearbeitung und einiges mehr, gleich mitgeliefert bekommen. In vielen Fällen reicht dieses umfangreiche Repertoire für den Anfang gut aus, um einen sorgenfreien Einstieg in die iOS-Welt zu erhalten.

Asus Memo Pad 7 Tablet Tastatur Thinkpad
Asus Memo Pad 7 Tablet Tastatur Ipad
Asus Memo Pad 7 Tablet Tastatur Nexus
Die virtuellen Tastaturen der Testkandidaten im Vergleich.

Über einen gewichtigen Mehrwert dürfen sich vermehrt Nutzer eines Windows 8.1-Tablets freuen. Hier findet man seit geraumer Zeit immer öfter eine Vollversion von Microsofts Office Home & Students vor. Das steht auf der Wunschliste vieler Anwender ganz oben und vereinfacht Büroaufgaben ungemein. Nur beim Original hat man eine uneingeschränkte Kompatibilität zur Verfügung, die ein problemloses Bearbeiten und Erstellen von Dokumenten garantiert. Ansonsten lassen sich alle üblichen Windows-Programme nutzen, sofern die Systemvoraussetzungen hinsichtlich der Hardware erfüllt werden.

Eine grundsätzliche Abhängigkeit bezüglich spezieller Apps besteht beim vollwertigen Windows 8.1 zwar nicht, dennoch sind die optimierten Ableger den Standard-Windows-Versionen oft vorzuziehen. Diese gehen in der Regel deutlich sparsamer mit den Ressourcen um und sind zudem auf die Fingerbedienung hin optimiert. Ein weiterer Vorteil des vollwertigen Windows-Systems ist die problemlose Nutzung vorhandener Hardware. Drucker, Massenspeicher, DVB-T-Sticks und vieles Mehr kann man ohne größere Umwege einfach weiterverwenden.

Leistung

Im Leistungsbereich hat es das vergleichsweise alte 2013er Nexus 7 mit seinem Qualcomm Snapdragon S4 relativ schwer. Die Entwicklung neuer ARM-Prozessoren schreitet recht schnell voran und als Einstiegsmodell war es von jeher nicht mit besonders hoher Leistungsfähigkeit gesegnet. Ähnlich wie bei Apples iPad profitiert es dafür von einem optimal abgestimmten System und von schnell verfügbaren System-Updates.

Asus Memo Pad 7 Tablet 3dmark
3D Mark Unlimited im Vergleich.

Im direkten Vergleich mit den beiden Kontrahenten reicht es bei den Benchmarks insgesamt nur für die rote Laterne, ohne jedoch im praktischen Betrieb langsam zu sein. Die Oberfläche des aktuellen Android 4.4.2 lässt sich flüssig und ohne Ruckler hin- und her wischen, Apps starten schnell und das subjektive Geschwindigkeitsgefühl fällt sehr gut aus.

An der Spitze der Benchmarkresultate bewegt sich meist das iPad Mini Retina mit seinem Apple A7-Prozessor. Auch hier können wir keine Hänger, App-Abstürze oder sonstige Leistungseinschränkungen feststellen. System und Hardware wirken wie beim Google Nexus 7 wie aus einem Guß gefertigt und sind optimal aufeinander abgestimmt.

Asus Memo Pad 7 Tablet Geekbench
Asus Memo Pad 7 Tablet Speicherperformance
Links: Systemleistung im Vergleich. Rechts: Speichergeschwindigkeit im Vergleich.

Tablets mit einem vollwertigen Windows-System leiden immer noch oft unter dem Vorurteil leistungsschwach und wenig konkurrenzfähig zu sein. Spätestens seit Windows 8.1 und der aktuellen Intel Atom Bay Trail Prozessorgeneration können wir das so nicht mehr bestätigen.

Im direkten Vergleich mit den beiden Konkurrenten setzt sich das Lenovo ThinkPad Tablet 8 in den getesteten Benchmarks zwar nur selten an die Spitze, kann aber insgesamt gut mithalten und verfügt über eine subjektiv gute Leistungsfähigkeit. So wird das ThinkPad Tablet 8 beispielsweise beim 3D Mark Unlimited und beim Geekbench 3.0 in der Einzelkernwertung vom iPad Mini Retina deutlich geschlagen, kann sich dafür aber bei der Multicore-Wertung des Geekbench und der Massenspeicherperformance an die Spitze setzen.

Asus Memo Pad 7 Tablet Internetseite
Asus Memo Pad 7 Tablet Browser
Das Internet ist eines der häufigsten Einsatzgebiete eines Tablets. Die Browserperformance im Vergleich.

Solange man in der Praxis nicht auf die Idee kommt leistungsintensive Konvertierungaufgaben, fordernde 3D-Spiele oder Konstruktionsprogramme auf dem Tablet ablaufen zu lassen, hat man leistungsmäßig ein ausreichend flottes Windows-System zur Verfügung. FullHD-Videos werden ruckelfrei wiedergegeben, Office, Internet & Co. laufen gewohnt schnell und selbst kleinere Bilbearbeitungsaufgaben sind machbar. Bevor es zu relevanten Leistungseinbußen kommt, ärgert man sich ansonsten eher über eine arg schwerfällige Bedienung bei zu kleinen Werkzeugleisten oder Menüs. Die Symbole, Icons und Fenster fallen trotz Skalierung sehr klein aus und erschweren die Handhabung nicht unwesentlich.

1 KOMMENTAR

  1. Das I-pad mini hast ja nur, weil du so als Musiker einsteckts und über Focusrite( und co) deinen Song ins
    KIndergarten- emagig haust. fertig.
    Es taugt wegen der Latenz bedingt( das Pro auch nicht) als Zeichencomputer und ist die billigste Möglichkeit einiges
    zu tun, ohne mit noch lahmeren Applecomputern ( viel Kosmetik wenig Hardware, hoher Scientology-preis, kein
    stabiles osx mehr, schlampig gepflegt..) halt diese wenigen Tools zu nutzen.
    BARBIE_SHROTT und nur 99,- Euro wert.

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