Vergleichstest iPad Mini, Nexus 7 und Lenovo ThinkPad Tablet 8
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Leistungsaufnahme

Hinsichtlich der netzseitig gemessenen Verbrauchswerte kann dem Google Nexus 7 im Testfeld keiner was vormachen. Mit minimal 0,4 Watt im Leerlauf bis maximal 6,1 Watt in der Spitze handelt es sich hier um ein sehr sparsam agierendes Tablet. Durchwachsener zeigt sich dagegen Apples iPad Mini Retina. Mit minimal 0,2 Watt im Leerlauf kann es zwar das Nexus 7 in diesem Bereich nochmals unterbieten, erreicht dafür in der Spitze mit 10,3 Watt aber auch einen merklich höheren Spitzenwert. Ein großer Verbrauchsfaktor ist beim iPad das Display. Bei minimaler Helligkeit liegen hier im Leerlauf schon 1,8 Watt an, die sich bei maximaler Helligkeit weiter auf 5,3 Watt erhöhen.

Asus Memo Pad 7 Tablet Startbildschirm
Die Leistungsaufnahme der drei Testkandidaten wird gemessen.

Nochmals schlechter fallen im Vergleich die Messwerte des Lenovo Tablets aus. Bereits im Leerlauf messen wir mit ausgeschaltetem Display minimal 1,7 Watt, die sich bei voller Helligkeit auf 5,2 Watt erhöhen. Gerade der erste Wert ist nicht unerheblich für ein subjektiv positives Laufzeitempfinden, da Tablets in Anwendungspausen oft nur mit ausgeschaltetem Display auf die Seite gelegt werden. Ist der Verbrauch dabei zu hoch, muss das Gerät deutlich öfter und früher zur Steckdose. Im Maximum haben wir schließlich 11,9 Watt gemessen, die angesichts der teilweise schlechteren Benchmarkergebnisse etwas aus dem Rahmen fallen.

Modus Einstellung ThinkPad iPad Nexus
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display aus 1,7 W 0,2 W 0,4 W
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display minimale Helligkeit 2,9 W 1,8 W 0,9 W
Leerlauf Funk, Ortung usw. aus, Display maximale Helligkeit 5,2 W 5,3 W 2,7 W
WLAN Streaming Funk an, Display maximale Helligkeit 6,2 W 5,6 W 3,5 W
Stability Test alles an, Display minimale Helligkeit 9,5 W 5,6 W 3,9 W
Stability Test alles an, Display maximale Helligkeit 11,7 W 10,2 W 6,1 W
Akku laden Gerät ausgeschaltet 11,9 W 9,8 W 3,1 W

 

Akkulaufzeiten

Die Akkulaufzeiten der drei Testmodelle fallen gemessen an den Akkukapazitäten recht unterschiedlich aus. Obwohl das Google Nexus 7 mit 16 Wh den kleinsten Akku mit auf den Weg bekommt, kann es bei unserem WLAN-Streaming (maximale Displayhelligkeit, Bluetooth, WLAN usw. an) noch knapp über die 6-Stunden-Grenze hüpfen. Apples iPad schafft im gleichen Szenario 6:28 Stunden. Deutlich kürzer fällt hingegen der Fernsehgenuss beim Lenovo ThinkPad Tablet 8 aus. Mit knapp 5 Stunden erreicht es trotz relativ großem 20-Wh-Akku und dunklerem Display noch nicht einmal das Ergebnis des Nexus 7.

Anwendung Einstellung ThinkPad iPad Nexus
WLAN-Streaming Funk an, Display maximale Helligkeit 4:53 Stunden 6:23 Stunden 6:06 Stunden

Bewertung ThinkPad Tablet 8

410,00
3.7

(GUT)

Bewertung iPad Mini Retina

390,00
3.9

(GUT)

Bewertung Nexus 7 2013

190,00
3.9

(GUT)

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Fazit

Einen ausgewiesenen Verlierer können wir im beleuchteten Testfeld nicht finden. Ganz im Gegenteil. Jedes der Geräte hat seinen ganz speziellen Charme und kann je nach Bedürfnis als persönlicher Testsieger aus diesem Vergleich hervorgehen.

Das Google Nexus 7 (2013) gefällt zunächst vor allem durch sein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Hier kann es vor allem mit wesentlichen Kerneigenschaften wie dem tollen Display, den guten Akkulaufzeiten und den hohen Mobilitätseigenschaften punkten. Kompromisse muss man nur im Bereich der Ausstattung eingehen, die sich vor allem beim fehlenden Kartenleser, dem fehlenden HDMI-Ausgang und dem langsamen USB-2.0-Standard bemerkbar macht.

Das iPad Mini Retina von Apple schreckt dagegen auf den ersten Blick mit seinem nominal hohen Preis ab. Knapp 400 Euro für ein 8-Zoll-Tablet sind kein Pappenstiel und sorgen im Gegenzug für eine sehr hohe Erwartungshaltung beim Kunden. Dass diese nicht enttäuscht wird, beweist Apple mit jeder aktualisierten iPad-Generation aufs Neue. Gehäusequalität, Display, Akkulaufzeiten, Leistungsfähigkeit und App-Ausstattung fallen überdurchschnittlich gut aus. Konzeptbedingt ist bei den iPads allerdings das System relativ geschlossen, kompatibles Zubehör vergleichsweise teuer und die Erweiterungsmöglichkeiten sind arg eingeschränkt.

Eher als Außenseiter des Testfelds ist Lenovos ThinkPad Tablet 8 ins Rennen gegangen. Hier wirkt sich neben dem hohen Einstiegspreis zusätzlich auch das im Tablet-Bereich noch stark unterrepräsentierte Windows 8.1-Betriebssystem negativ aus. Die recht lückenhafte Verfügbarkeit angepasster Apps ist hier nach wie vor ein Hauptkritikpunkt. Doch auf der Habenseite bekommt man neben der guten Displayqualität, den ansprechenden mobilen Eigenschaften, der guten Systemleistung und der passablen Gehäusequalität vor allem ein gewichtiges Alleinstellungsmerkmal geboten: Kompatibilität. Vorhandene Hardware, Software und Dokumente aus der Windows-Welt lassen sich mit dieser Alternative problemlos nutzen und unterliegen keinen systembedingten Einschränkungen. Dadurch können Tablet und PC deutlich einfacher zusammenarbeiten und die Erweiterungsmöglichkeiten sind generell sehr offen gehalten. Zudem relativiert sich der hohe Einstiegspreis durch das im Lieferumfang befindliche Office-Paket und den vergleichsweise üppigen Speicherplatz.

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1 KOMMENTAR

  1. Das I-pad mini hast ja nur, weil du so als Musiker einsteckts und über Focusrite( und co) deinen Song ins
    KIndergarten- emagig haust. fertig.
    Es taugt wegen der Latenz bedingt( das Pro auch nicht) als Zeichencomputer und ist die billigste Möglichkeit einiges
    zu tun, ohne mit noch lahmeren Applecomputern ( viel Kosmetik wenig Hardware, hoher Scientology-preis, kein
    stabiles osx mehr, schlampig gepflegt..) halt diese wenigen Tools zu nutzen.
    BARBIE_SHROTT und nur 99,- Euro wert.

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