TV-Absatz in Industrienationen rückläufig, Wachstum nur in Schwellenländern

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Displaysearch hat die Absatzprognose für den TV-Weltmarkt von 248 auf 233 Millionen gesenkt. 206 Millionen gehen aufs LCD-TV-Konto, die übrigen 17 Millionen schreiben die Marktforscher dem Plasma-Segment zu.

Laut Paul Gagnon, leitender Marktforscher für Nordamerika, steigt der Bedarf in Schwellenländern weiterhin an, kann die Nachfrageschwäche des Westens aber nicht kompensieren. Bis 2015 wachsen die TV-Märkte in China, Asien-Pazifik, Lateinamerika, Osteuropa, im Nahen Osten, Indien und Afrika mit durchschnittlich elf Prozent am stärksten, während die Industrieländer jährlich etwa ein Prozent einbüßen.

Weltweite TV-Absatzprognose nach Technologie. (Quelle: DisplaySearch)

Dennoch hat sich der Weltmarkt für Fernseher seit 2010 um sechs Prozent vergrößert. 2012, wenn TV-Displays mit LED, 3D und Internetanbindung günstiger werden und die Hersteller Niedrigpreismodelle für Schwellenländer herausbringen, rechnen die Experten mit neun Prozent.

Obschon in 80 Prozent aller TVs vorhanden, schaffen es LCD-Panel voraussichtlich nicht auf 211 Millionen Einheiten – einer der Hauptgründe dafür, die Prognose zu senken. Langfristig sieht Displaysearch Absatzzuwächse mit einstelligen Quoten, warnt aber vor sinkenden Umsätzen. Die LED-Prognose wurde auf 46 Prozent korrigiert, 100prozentige Marktdurchdringung wird nicht vor 2015 erwartet.

Bei den Plasmas geht der Absatz bis Jahresende um neun Prozent zurück, weil LCD-TV-Preise schneller sinken und sich die Preisdifferenz zunehmend verliert. Kostete ein 1080p-Plasma mit 42 Zoll in Quartal zwei 2010 noch 32 Prozent weniger als sein LED-LCD-Pendant, betrug der Preisunterschied im zweiten Quartal 2011 nur noch neun Prozent. Ab 2012 setzt sich das Plasma-Schrumpfen mit etwa sechs Prozent jährlich fort.

Voraussichtlich Ende 2012 sollen OLED-TVs zum Zwei- bis Dreifachen eines LCD-TVs in der Kategorie 40-plus debütieren, bis 2015 wegen hoher Preise und schlechter Verfügbarkeit aber nur 2,5 Prozent Marktanteil erreichen. 3D-TVs werden vor allem in Nordamerika (11%), Westeuropa (14%) und China gekauft (12%). Das 2011er Marktvolumen von 22 Millionen steigt bis 2015 auf das Fünffache an.

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