Verband: Krise keine Bremse für Nachfrage nach Unterhaltungselektronik

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Die Unterhaltungselektronik-Branche hat die Wirtschaftskrise beinahe unbeschadet überstanden und rechnet mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft.

„Wir können sehr zufrieden sein“, wird der Aufsichtsratsvorsitzende des Branchenverbands gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ) in Frankfurt, Dr. Rainer Hecker, vom Handelsblatt zitiert. Insgesamt erwartet die Consumer-Electronics-Branche (CE) einen Jahresumsatz von knapp 23,6 Milliarden Euro. „Wir haben mit einem stärkeren Rückgang gerechnet“, kommentiert Hecker das Branchenminus von 1,3 Prozent in diesem Jahr. 2010 soll es wieder Wachstum geben.

Motor fürs Weihnachtsgeschäft: die Nachfrage nach Flachbildfernsehern (Bild: gfu)

Ungefähr ein Drittel ihrer Erlöse erzielt die Branche in den Wochen vor Weihnachten, ist in einer gfu-Pressemitteilung zu erfahren. Ziel für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ist es, die im Vorjahr gesetzte Marke von 6,9 Milliarden Euro erneut zu erreichen. Einen erheblichen Anteil daran sollen die stark nachgefragten Flachfernsehgeräte haben. Dank der Ausweitung des hochauflösenden Fernsehens (HDTV), steht die Branche vor einem Rekordergebnis: Nach eigenen Angaben rechnet die gfu in diesem Jahr mit mehr als 8,2 Millionen verkauften Flachpanel-Fernsehern, 24 Prozent mehr als 2008.

HDTV-taugliche Geräte dominieren mittlerweile das Geschäft. In hochauflösender Bildqualität übertragene Großereignisse, wie die ab Februar 2010 stattfindenden Olympischen Winterspiele, schüren das Interesse. „Wegen des größeren Programmangebots wird die Nachfrage weiter steigen“, prognostiziert Hecker. Dabei würde die Kundschaft bevorzugt zu großformatigen und technisch gut ausgestatteten Geräten greifen, die multimediale Zusatzfunktionen bergen. Als negativ wertet Hecker Preiskämpfe im Handel, die zu einem starken Preisverfall von durchschnittlich 20 Prozent führten. Trotz höherer Stückzahlen wachse deshalb der Umsatz nicht mit, so der Verbandspräsident.

Ein Umsatzplus der Branche von rund zwei Prozent sieht gfu-Chef Hecker für 2010. Maßgeblich dafür sei allerdings, wie sich Arbeitsmarkt und Kaufkraft entwickeln würden. An die Banken appellierte Hecker, die Branche ausreichend mit Liquidität zu versorgen, um bei einem Aufschwung das zu erwartende Geschäft finanzieren zu können. Absatzunterstützung soll darüber hinaus die Fußballweltmeisterschaft im Juni / Juli in Südafrika bringen.

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