Wieder nichts: auch im Juni keine Panelpreiserholung in Sicht

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Wie die Digitimes berichtet, beklagen die Hersteller von Großformat-Panels, dass die Nachfrage deutlich unterhalb ihrer Erwartungen liegt. Sollte im dritten Quartal endlich die erhoffte Besserung eintreten, rechnen die Display-Produzenten aber mit einem Preisanstieg in Quartal vier, insbesondere im TV-Bereich.

Flaches Niveau: Der Juni brachte keine Panelpreiserhöung. (Bild: AUO)

Besonders flau war die Nachfragesituation auf den Märkten Europas und den USA, was einen Anstieg der Panelpreise im Juni erneut verhindert hat. Abgesehen vom schwindenden Bedarf reifer Märkte, so stellen Markt-Insider fest, agieren Konsumenten in Schwellenländern äußerst preissensibel, weshalb Preiserhöhungen derzeit ausgeschlossen sind.

Zwar zeigen neue Märkte wie Indien, Indonesien, Malaysia oder Brasilien im LCD-TV-Bereich durchaus moderates Wachstum, können das Nachfrageminus reifer Märkte jedoch unmöglich ausgleichen. Nach Ansicht von Branchenbeobachtern haben sich Europa und die USA wirtschaftlich noch immer nicht zur Gänze erholt und China hat seine Wachstumsperiode bereits hinter sich: Anstelle einer Wachstumsquote zwischen 80 und 100 Prozent rechnen Experten 2011 lediglich mit 15 Prozent Marktwachstum.

Indirekte Gründe dafür, dass die Panelhersteller auf dem Großteil ihrer Ware sitzen bleiben, sieht die Digitimes in makroökonomischen Zusammenhängen: Zu langsam erholt sich die Weltwirtschaft, parallel dazu erhöht sich die Inflationsrate. Ein Dauerproblem stellen die unaufhörlich steigenden Ölpreise dar.

Sollte der für Quartal drei erwartete Nachfrageschub schwächer ausfallen und es daher zu weiteren Preisnachlässen kommen, würden die meisten Panelhersteller eher ihre Auslastungsraten senken als neuerlich außerhalb der Gewinnzone zu arbeiten. Nach monatelangen Verlusten lautet das wichtigste kurzfristige Ziel für die meisten von ihnen, Gewinne zu erzielen.

150 US-Dollar zahlte man im Juni für ein 32-Zoll-Panel; 230 Greenbacks für eins mit 42 Zoll. Nachdem das Preisniveau im Monitor-Segment im Juni sehr beständig war – 18,5-Zöller kosteten 56, 19-Zoll-Breitbildpanel 62 US-Dollar –, rechnen die Hersteller ab Juli mit einer Erhöhung. Notebookpanel mit 14,1 und 15,4 Zoll pegelten sich zwischen 40 und 45 US-Dollar ein.

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