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TESTBERICHT: Pearl Touchlet X10

Einleitung

Mit dem X10 präsentiert Pearl ein Einsteiger-Tablet, das mit guter Ausstattung zu einem sehr günstigen Preis punkten soll. Das 9,7 Zoll große und blickwinkelstabile IPS-Display mit Glasoberfläche zeigt 1.024 x 768 Pixel und soll leuchtstarke 400 cd/m² erreichen. Der Single Core Prozessor arbeitet mit 1 GHz Takt und verfügt über 1 GB Arbeitsspeicher. Der interne Speicherplatz kann mit einer microSD-Speicherkarte bis auf 32 GB ausgebaut werden.

Als Betriebssystem wird das aktuelle Android 4.0 ausgeliefert. Für die Kommunikation sind USB mit Host-Funktion und schnelles WLAN eingebaut, ein externer UMTS-Stick kann nachgerüstet werden. Front-Webcam und Kamera sind ebenfalls an Bord. Selbst ein HDMI-Anschluss für TV und Beamer ist vorhanden.

Optik und Handhabung

Angesichts des Kampfpreises von nur 229 Euro ist der erste Qualitätseindruck überraschend gut. Das Gehäuse ist sorgfältig mit geringen Spaltmaßen verarbeitet, der äußere Rand steht stellenweise ein klein wenig hoch. Die Glasfront und die Rückseite aus Aluminium geben dem Tablet eine sehr gute Stabilität.

Nach dem Abziehen der äußeren Schutzfolie verbleibt eine zweite darunter liegende Folie auf dem Panel. Das Handbuch rät dazu, diese nicht abzuziehen. Gleichwohl bemerken wir in den Randbereichen einige Lufteinschlüsse, die im Testverlauf auch nicht verschwinden.

Mit 600 Gramm wiegt das X10 soviel wie ein iPad 2 ohne 3G-Option, obwohl der Akku mit 6500 mAh deutlich leistungsfähiger sein soll. An der dicksten Stelle des hinten abgerundeten Gehäuses messen wir 11 Millimeter, das Tablet wirkt schlank und ist dennoch griffgünstig gestaltet.

Ansichten des X10 (Fotos: Pearl).

Wie immer wirkt die Hochglanzoberfläche geradezu magnetisch auf Fingerabdrücke und Staubflusen, ohne fortlaufende Reinigung sieht das Tablet am Ende eines Tages ziemlich unansehnlich aus. Die Folie auf der Vorderseite erweist sich als recht immun gegen kleine Kratzer und Scheuerspuren, was man von der silberfarbenen Rückseite nicht sagen kann.

Bedientasten an den Seitenkanten.

Die Bedienung erfolgt mit vier Tasten: wir finden eine Fronttaste, seitlich oben die Wippe für den Lautstärkeregler und den Ein-/Ausschalter, und am Kopfende einen Schalter für die Fixierung der Panelausrichtung. Die Tasten arbeiten ordentlich, mit gut spürbarem Druckpunkt und leisem Knacken. Die Anordnung ist günstig gewählt, beim Halten im Querformat liegen sie ideal.

Kommunikation

Alle Anschlüsse sind an einer – nicht abgerundeten – Seitenfläche zusammengefasst: USB und HDMI in Mini-Ausführung, Kopfhörerklinke und Netzteilbuchse, ein microSD-Slot, dazu zwei winzige Öffnungen für das Mikrofon und den Reset-Taster. Beim Querformat ist das praktisch, aufrecht gehalten stört vor allem der jetzt nach unten zeigende Stecker der Stromversorgung, der nicht abgewinkelt und zudem noch elend lang ist.

Alle Buchsen liegen frei ohne Abdeckungen. Auch der Kartenslot ist nicht abgedeckt, die bündig versenkte Karte lässt sich mit gezieltem Fingernageldruck sauber ein- und ausrasten. Für den USB-Port liegt ein Kabel bei, für den deutlich teureren HDMI-Anschluss leider nicht.

Alle Anschlüsse liegen auf einer Seite.

Der USB-Port bietet Host-Unterstützung, verschiedene USB-Speichersticks und eine externe Tastatur funktionierten auf Anhieb. Die WLAN-Anbindung unterstützt die Standards 802.11 b/g/n, unsere Fritzbox verband sich mit 150 MBit/s, sobald wir die doppelte Kanalbreite freigegeben hatten. Durchsatz und Reichweite waren allerdings nicht so überzeugend, von Smartphones sind wir deutlich bessere Werte gewöhnt. Auch ging die WLAN-Verbindung ab und zu spontan verloren, ohne dass wir dafür einen Grund fanden.

Einen externen UMTS-Stick haben wir nicht getestet, doch in verschiedenen Foren finden sich Erfahrungen mit kompatiblen 3G Surfsticks. Leider fehlen GPS und auch Bluetooth, selbst als externe Option sind sie nicht nachrüstbar, da die benötigten Android-Module nicht einkompiliert wurden.

Display

Das Display mit der blickwinkelstabilen IPS-Technik gehört zu den guten Eigenschaften des X10. Die Farben wirken nicht übermäßig satt und kontrastreich, aber im Vergleich zu anderen Tablets dieser Preisklasse fällt sofort auf, dass hier bei seitlichem Einblick nichts verblasst.

Die von Pearl genannte Leuchtdichte von 400 cd/m² konnten unsere Messungen nicht bestätigen, wir ermittelten einen Regelbereich von 60 bis maximal 290 cd/m². Für Innenräume ist das allemal genug, bei Tageslicht draußen dagegen definitiv zu wenig. Der niedrige Schwarzwert von 0,06 bis 0,30 cd/m² liefert ein hervorragendes Kontrastverhältnis von 1.000:1.

Sehr gutes Kontrastverhältnis, aber nur zufriedenstellende Helligkeit.

Ungewöhnlich gut ist auch die Helligkeitsverteilung, an allen Messpunkten sehen wir sehr niedrige einstellige Prozentwerte und erhalten einen rechnerischen Mittelwert von nahezu 100 Prozent. Auch das Schwarzbild ist tadellos, wir finden keine nennenswerten Stellen, an denen die Hintergrundbeleuchtung durchscheint.

Sehr gleichmäßige Helligkeitsverteilung beim Weißbild.

Bei der Bedienung reagiert der kapazitive Touchscreen schnell und zuverlässig, auch wenn gelegentlich etwas Nachdruck nötig ist. Der Lagesensor arbeitet zögerlich, es dauert immer etwas, bis der Bildschirm einer Drehung des Tablets folgt. Bei wenig Neigung wechselt die Ausrichtung auch schon einmal ganz spontan, dann ist eine etwas aufrechtere Position angesagt. Der Display Lock Schalter stellt die Automatik ab und fixiert das Display im Portraitmodus.

Die Auflösung mit 1.024 x 768 Pixeln im Seitenverhältnis von 4:3 entspricht dem iPad in den älteren Versionen 1 und 2, während aktuelle Androiden der 10 Zoll Klasse meist mit 1.280 x 800 Pixeln im 16:9-Format aufwarten. Lästig sind wie immer die starken Spiegelungen, die seitliche Lichtquellen und helle Gegenstände auf dem glänzenden Display erzeugen.

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