Test Tablet Pearl Touchlet X10
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Multimedia

Auf der Vorderseite finden wir eine Webcam, die mit 2,0 Megapixel ausreichende Bilder für den Chat liefert. Eine kleine Öffnung in der Rückseite verrät die zweite Kamera, die mit 5,0 Megapixel eine höhere Auflösung bietet. Das klingt nach mehr Qualität als man erwarten sollte, jede billige Kompaktknipse liefert vor allem bei Raumbeleuchtung bessere Bilder ab.

Die beiden Lautsprecherchen an der Rückseite liefern einen dünnen Sound, der am ehesten als quäkig beschrieben werden kann. Für Nachrichtentexte oder gelegentliche Hintergrundmusik mag das ausreichen, für eine ernsthafte Nutzung sicher nicht.

Asus Transformer Pad Infinity Tf700t Tablet Speaker
Stereo-Lautsprecher an der Rückseite

Videos zeigt das X10 in zahlreichen gängigen Dateiformaten. 16:9-Filme bringen bei der Vollbilddarstellung auf dem 4:3-Display zwangsläufig schwarze Bildränder mit sich. Über HDMI ist sogar FullHD möglich, den benötigten Adapter für Mini-HDMI gibt es bei Pearl recht preiswert als Zubehör. Leider ist dies ein kabelloser Adapter, der mit angestecktem HDMI-Kabel doch ziemlich stark an der winzigen Buchse zerrt. Zumindest wenn man das Tablet ein wenig aufrichtet, um eine stabile Bildlage zu erreichen, denn auch hier verhält sich der Drehsensor gelegentlich recht eigensinnig.

Ebooks lassen sich trotz der etwas niedrigeren Auflösung (Pixeldichte 132 dpi) gut lesen. Ein PDF-Reader ist im Google Play Store schnell besorgt, damit kann man dann auch durch Zeitschriften und ähnliches blättern. Kurz angetestet funktionierte auch die Amazon Kindle-App.

Software

Das X10 wird serienmäßig mit Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) ausgeliefert, zu einer Aktualisierung auf das mittlerweile freigegebene 4.1 (Jelly Bean) hat sich Pearl noch nicht geäußert. Neben dem üblichen App Pack sind auch einige Goodies wie GData Virenschutz, Flash Player und Video Studio dabei.

Asus Transformer Pad Infinity Tf700t Tablet Apps
Vorinstallierte Apps auf dem X10.

Mit vorinstallierten Programmen hält sich Pearl angenehm zurück. Ein Google-Konto öffnet das riesige Angebot des Play Store. Mit dem vorinstallierten Dateimanager gelangten wir bis auf die Betriebssystemebene (root).

Performance

Als CPU dient ein Cortex A8 Single Core Prozessor, der sich als ARM v7 mit 1,0 GHz Taktfrequenz zu erkennen gibt. Die integrierte Grafikeinheit ist mit einer Mali 400 GPU bestückt. Der Arbeitsspeicher (RAM) ist mit 1 GB gut ausgebaut, davon sind 814 MB verfügbar. Mit nur 1 GB ist der interne Flash-Speicher dagegen ungewöhnlich winzig und bereits mit 220 MB vorbelegt.

Asus Transformer Pad Infinity Tf700t Tablet System
Systemwerte (Android Status).

Beim Start lässt sich das X10 Zeit und spielt mit dem Touchlet-Logo herum, gefühlte zwei Minuten vergehen immer bis zum Startbildschirm. Dann aber geht es trotz Single Core meist angenehm flott voran, Applikationen starten zügig und Spiele wie Angry Birds laufen flüssig.

Ganz anders reagiert leider der Internet-Browser, der oft ruckelig und zäh wirkt. Ein versuchsweise installierter Opera-Browser arbeitete flüssiger, aber längst nicht perfekt. Ob dieses Phänomen mit den von uns beobachteten WLAN-Aussetzern zusammenhängt, konnten wir nicht herausfinden.

Laufzeiten

Angaben zur Akkulaufzeit macht Pearl nicht, hier wird lediglich mit der Kapazität von 6.500 mAh geworben. Im Test hielt der Akku nach einigen Formierungszyklen schließlich rund 6 Stunden durch, wenn wir die Helligkeit auf etwa 250 cd/m² herunter drehten. Da weitere Stromverbraucher wie GPS, Bluetooth oder UMTS gar nicht erst dabei sind, hätten wir hier eigentlich mehr erwartet.

Laden über USB ist möglich, wegen des typischen Maximalstroms von 500 mA wird eine Vollladung aber zur Geduldsprobe. Da geht das mitgelieferte Schaltnetzteil doch sehr viel schneller ans Werk.

Bewertung

Keine Angaben
3.3

(BEFRIEDIGEND)

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Fazit

Als Vertreter des unteren Preissegments beschränkt sich das Pearl X10 klugerweise auf die grundlegenden Leistungsmerkmale eines Einsteiger-Tablets. Features wie Bluetooth und GPS wurden weggelassen, UMTS ist auf Wunsch mit einem externen Stick möglich. Attraktive Zugaben sucht man natürlich vergebens, gravierende Abstriche bei der Qualität sind aber auch nicht zu befürchten.

Ausstattung, Verarbeitung und Produktanmutung sind auf der Höhe der Zeit und absolut angemessen. Selbst beim Display gibt es nicht viel zu kritisieren, manchem ist das hier verwendete 4:3-Format sogar lieber als die verbreitete 16:9-Auflösung.

Natürlich wurde bei den Details gespart, so ist das interne Flash-RAM winzig klein, die Kameras liefern unterdurchschnittliche Bilder, der Lagesensor arbeitet träge und eigenwillig. Wirklich austauschen sollte Pearl den störrischen Internet-Browser, der einem den Spaß an diesem Tablet nachhaltig verleiden kann. Ein baldiges Update auf Jelly Bean wäre dafür die richtige Gelegenheit.

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