Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Asus ML248H Teil 8


Das linke Bild zeigt die Farbabweichung in DeltaC, das rechte die Helligkeitsabweichung in Prozent an den jeweiligen Messpunkten.

Die Messungen bestätigen den Eindruck, den bereits die Langzeitbelichtung geliefert hat: Die Ausleuchtung des Displays ist alles andere als homogen, zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle des Displays besteht ein Unterschied von etwa 18 Prozent. Interessant ist hierbei, wie genau die gemessenen Werte das Foto wiedergeben.

Auch die Farbwiedergabe ist nicht sonderlich gleichmäßig und weist insbesondere auf der rechten Seite deutliche Abweichungen auf. Für die Grafikbearbeitung mit professionellen Ansprüchen disqualifiziert sich der Monitor hiermit, zumal diese Abweichungen auch durch eine Kalibrierung nicht korrigiert werden können.

Bildmodi

Wie leider viel zu viele Monitore aus dem Consumerbereich besitzt der Asus ML248H eine Vielzahl vorkonfigurierter Bildmodi, durch die Asus wohl unterstreichen möchte, dass der Monitor wirklich alles können soll. Einen effektiven Nutzen hat keiner der angebotenen Modi; ein guter Monitor sollte das Eingangssignal möglichst unverändert wieder ausgeben, die Bildmodi bewirken jedoch genau das Gegenteil: Durch Farb- und Schärfefilter wird das Bild stark verfälscht. Das einzig Positive: Beim ML248H ist es möglich, die einzelnen Modi mit individuellen Einstellungen zu belegen.

Der Vollständigkeit halber seien hier die vorkonfigurierten Modi kurz beschrieben:

Im "Theatermodus", der wohl für Videos gedacht sein soll, wird ein Schärfefilter über das Bild gelegt, die Farbsättigung signifikant erhöht und die Helligkeit fest auf 90 Prozent gesetzt. Desweiteren wird der dynamische Kontrast aktiviert. Das Ergebnis: Ein insbesondere bei abgedunkeltem Raum viel zu helles und überschärftes Bild. Durch die hohe Sättigung verschmelzen kräftigere Abstufungen zu einem Brei.

Der "Spielmodus" bewirkt lediglich eine Fixeinstellung der Helligkeit auf 95 Prozent – zu hell zum entspannten Spielen in Innenräumen.

Der "Landschaftsmodus" bewirkt ähnlich wie der "Theatermodus" ein übersättigtes, zu helles Bild – nur der Schärfefilter ist hier nicht aktiviert.

Speziell für Computerspiele mit dunklen Szenen soll laut Manual der „Nachtmodus“ gedacht sein: Neben einer wiederum sehr hohen Helligkeitseinstellung wird ein Schärfefilter aktiviert, der jedoch in dunklen Spielszenen auch nicht so recht weiterhilft.

Der "sRGB-Modus" deaktiviert alle farbverfälschenden Optionen, also Sättigung, Farbtemperatur und Hautton. Dadurch wird zwar eine recht ausgewogene Darstellung erreicht, aber auch eine weitere Kalibrierung verhindert, da in die Farbkanäle nicht mehr eingegriffen werden kann.

Am besten fährt man somit im "Standardmodus", in dem man die Kontrolle über alle sinnvollen Einstellungsmöglichkeiten hat. Nur die ohnehin nicht empfehlenswerten Einstellungen (Sättigung, Hautton, Schärfe und ASCR) sind hier deaktiviert, was nur von Vorteil sein kann.

Graustufendarstellung

In der Darstellung der hellsten und dunkelsten Graustufen kann der Asus ML248H überzeugen: Auch die allerletzten Abstufungen löst der Monitor noch auf. Aufgrund der TN-typisch hohen Blickwinkelabhängigkeit kann man zwar nicht aus allen Sitzpositionen alle Graustufen voneinander unterscheiden, mit diesem Problem haben jedoch alle TN-Panel zu kämpfen.

Wie üblich ist die werksseitige Kontrasteinstellung von 80 für die Darstellung möglichst vieler Abstufungen am besten geeignet: Verändert man diese Einstellung, so fallen immer mehr Grauwerte weg und verschmelzen miteinander.

Blickwinkel

Wie alle seine Artgenossen weist auch das von Asus verbaute TN-Panel eine hohe Blickwinkelabhängigkeit auf. Um einen Eindruck der zu erwartenden Effekte zu gewinnen, wurde der Monitor aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert:

Blickwinkelverhalten des Asus ML248H.

Zu beiden Seiten erhält das Bild einen Rotstich, der bei steileren Blickwinkeln auch umso intensiver wird. Von oben betrachtet bleicht das Bild stark aus und von unten tritt der typische Negativeffekt auf, mit dem alle TN-Panels zu kämpfen haben. Insbesondere die in horizontaler Richtung recht schnell auftretenden Farbverfälschungen disqualifizieren den Asus ML248H für die ambitionierte Bildbearbeitung. Leichte Verfärbungen an den Rändern des Bildschirms treten schon bei durchschnittlichem Betrachtungsabstand auf.

 << < 8 9 10 11 12 13 14 15 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!