Test Projektoren & Beamer Sanyo PLC-WL2503

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Bildwandler: 3LCD 0,59 Zoll
Auflösung (nativ): 1.280 x 800
Bildfrequenz [Hz]: 50 – 100
Zeilenfrequenz / Videobandbreite [kHz/MHz]: 15 – 100 / 140
Lichtquelle: Lampe (NSH)
Lampenleistung [Watt]: 230
Lampenlebensdauer Normal / Eco [h]: 3000 / 4000
Helligkeit Normal / Eco [ANSI Lumen]: 2500 / 1900
Kontrast statisch / dynamisch [n : 1]: 500 / k.A.
Bildformate: 480i/p, 576i/p, 720p, 1.080i/p
Objektiv Zoom / Fokus: -l / manuell
Projektionsverhältnis [n : 1]: 0,5
Projektionsabstand min / max [m]: 0,64 / 1,20
Lens Shift hor / vert: – / –
Keystone-Korrektur hor / vert [Grad]: – / ± 20°
Sound Mono / Stereo [Watt]: Mono,10
Betriebsgeräusch Normal / Eco [dB]: 36 / 29
Stromverbrauch Normal / Eco / Standby / Aus [Watt]: 316 / 217 / 0,8 / –
Anschlüsse: HDMI (1.3), DSub VGA/ Komponenten, DSub VGA Ausgang, Cinch Composite, S-Video, 2 x Audio Klinke 3,5 mm + Cinch, RJ45 LAN, USB, RS232 DSub
Abmessungen B x H x T [mm]: 350 x 143 x 382
Gewicht netto [kg]: 4,7
Ausstattung: Stromkabel, VGA Kabel, USB Kabel, Fernbedienung, Batterien, Bedienstift, Objektivdeckel, Kurzanleitung, CD, u.a.
Garantie: 3 Jahre
Garantie Lampe: 1 Jahr, max. 2000 h

Einleitung

Der PLC-WL2503 ist ein Kurzdistanz-Projektor, der speziell für interaktive Präsentationen entwickelt wurde. Seine drei LCD-Chips haben eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten (WXGA 16:10). Die 230 Watt Lampe liefert eine maximale Helligkeit von 2500 Lumen bei einem Kontrastverhältnis von 500:1.

Das geringe Projektionsverhältnis von 0,5:1 ermöglicht die Projektion auf gängige Whiteboards mit 60 bis 110 Zoll aus einem Abstand von nur 60 bis 120 Zentimetern. Mit der integrierten Kamera und einem interaktiven Stift können Vorträge durch eigene Notizen noch interessanter gestaltet werden. Die Kamera im Projektor empfängt das Infrarot-Signal des Stifts, sobald dieser auf der Projektionsfläche angesetzt wird und überträgt die Signale per USB auf den Computer.

Ausgestattet mit analogen und digitalen Eingängen kann der PLC-WL2503 an alle gängigen Signalquellen angeschlossen werden. Die LAN-Fähigkeit ermöglicht die ferngesteuerte Wartung und Kontrolle des Projektors im Netzwerk. Die langlebige Lampe und der von Sanyo entwickelte Longlife-Filter reduzieren den Wartungsaufwand und erhöhen die Zuverlässigkeit.

Für den Test am PC wurde der PLC-WL2503 am DVI-Ausgang einer nVidia 9600GT betrieben. Die Farbmessungen wurden mit einem i1 Pro von X-Rite durchgeführt. Als Zuspieler für DVD und BD wurde ein Sony BDP-S370 per HDMI angeschlossen.

Lieferumfang

Der große Karton lässt bereits vermuten, dass hier kein Leichtgewicht kommt: 8 Kilogramm Transportgewicht sind nicht mehr handlich. Im Inneren steckt der ebenfalls recht große Projektor in einer Folientüte, er ist gut geschützt in zwei großzügigen Formteilen aus Karton untergebracht.

Das umfangreiche Zubehör liegt in einer eigenen Schachtel. Kabel gibt es für die Stromversorgung, VGA und USB, nicht aber für die zahlreichen anderen Eingänge. Eine Fernbedienung ist dabei samt Batterien, dazu noch ein interaktiver Stift und ein (hier nicht abgebildeter) interaktiver Zeigestab für Sonderfunktionen. Die Schnur für die Objektivabdeckung, einen selbstklebenden Kabelhalter und den PIN-Aufkleber muss man selbst anbringen.

Sanyo Plc Wl2503 Beamer Zubehoer
Viel Zubehör, aber kaum Videokabel.

Anleitungen gibt es gleich drei: Kurzanleitung, Sicherheitshinweise und Netzwerkverwaltung. Ein ausführliches deutsches Benutzerhandbuch befindet sich als PDF auf der roten CD. Auf 78 Seiten wird die Aufstellung und Bedienung ausführlich beschrieben. Auch ein Netzwerkhandbuch ist dabei. Farbprofile oder Bildschirmtreiber für den PC werden nicht mitgeliefert. Auf der grünen CD befindet sich die Anleitung und Software für die interaktive Bedienung mit Stift und Zeigestab.

Ausgepackt ist der Projektor schnell. Nachdem die beiden mitgelieferten AAA-Batterien in der Fernbedienung stecken und das Netzkabel angeschlossen wurde, kann der Projektor eingeschaltet werden.

Gestaltung

Das Gehäuse des PLC-WL2503 ist durchgehend in Metallic-Silber gefärbt. Die schwarze Bodenwanne ist auf der Frontseite hochgezogen, an den übrigen Seiten dagegen nur als schmaler Streifen sichtbar.

Mit 350 x 143 x 382 Millimetern und 4,7 Kilogramm Gewicht ist der Projektor ungefähr doppelt so groß und schwer wie gängige mobile Geräte, eine Tragetasche liefert Sanyo bei dieser Größe nicht mehr mit. Dennoch ist das Gerät noch gut zu hantieren.

Sanyo Plc Wl2503 Beamer Vorne R
Sanyo Plc Wl2503 Beamer Vorne L
Ganz in Silber: der PLC-WL2503 von vorn.

Die Frontseite wird von dem eigenwillig geformten Objektiv dominiert. Fast unsichtbar befindet sich darunter der IR-Sensor für die Fernbedienung. Ziemlich provisorisch wirkt der simple aufsteckbare Objektivschutz, an den man das Sicherungsband noch selber anknoten muss – ein integrierter Schiebedeckel hätte es bei dieser Optik schon sein dürfen.

Ebenfalls unterhalb des Objektivs sieht man den Unterschied zum ansonsten identischen PLC-WL2500: die nachträglich angeflanschte Kamera für die interaktiven Funktionen. Warum man dies so ungeschickt gemacht hat, dass das USB-Kabel den IR-Sensor verdeckt und deshalb mit einem eigens beigefügten Klebehalter zur Seite gebracht werden muss, wird ein Geheimnis der Entwickler bleiben.

Die linke Seite sowie die Rückseite sind von großzügigen Belüftungsgittern durchbrochen. Anders als bei den meisten Projektoren befindet sich das Anschlussfeld nicht hinten, sondern an der rechten Seite des Gehäuses.

Sanyo Plc Wl2503 Beamer Hinten L
Sanyo Plc Wl2503 Beamer Hinten R
Seitenansichten mit Lüftungsgittern und Anschlussfeld.

Auf der Oberseite finden wir den Fokuseinsteller für das Objektiv, drei dezente Statusleuchten und das Bedienfeld mit den Tasten. Vorne und oben prangt jeweils ein dezentes Sanyo-Emblem, links und oben wurden noch diverse Aufkleber mit Warnhinweisen und technischen Angaben angebracht – das sieht doch sehr nach Business-Gerät aus.

Das Design ist eigenwillig: der große flache Grundkörper, die nüchterne Farbgebung und die dezenten Funktionsdetails kontrastieren mit gerundeten Ecken, der schwungvoll hochgezogenen Frontpartie und dem ungewöhnlichen Objektiv – ob es gefällt, ist eindeutig Geschmackssache. Optisch wie haptisch vermittelt das Gerät jedenfalls einen stabilen und hochwertigen Eindruck.

Aufstellung

Die Aufstellmöglichkeiten eines Projektors werden vor allem von den optischen und mechanischen Justierhilfen bestimmt. Hier bietet der PLC-WL2503 nur die Mindestausstattung. Ein Zoom gibt es gar nicht, für die mechanische Justierung müssen die beiden verstellbaren Füße vorne reichen. Die haben allerdings einen großen Einstellbereich, voll ausgefahren kommen ihre recht wackeligen Plastikgewindestangen auf 45 Millimeter Höhe. Hinten glaubt man zunächst drei Füße zu sehen, doch die beiden äußeren sind nur verkürzte Scheinfüße, die ein Wegkippen bei zu großer Neigung verhindern sollen.

Sanyo Plc Wl2503 Beamer Fuesse V
Verstellbare Füße gibt es nur vorne.

Die elektronische Keystone-Korrektur wirkt nur in der Vertikalen und fällt mit +/- 20 Grad nicht sehr groß aus – eigentlich ein Widerspruch, denn Kurzdistanzoptiken können schon bei kleinen Höhenverstellungen auf große Winkel kommen. Ein im OSD aktivierbares Testbild für das korrekte Ausrichten gibt es nicht.

Das Bild kann von Tisch- auf Deckenprojektion umgestellt werden. Auch Rückprojektion ist in beiden Positionen möglich. Auf der Unterseite befinden sich vier stabile M5-Gewindebohrungen für die Deckenmontage, deren Anordnung im Handbuch dokumentiert ist. Spezielle Montagesätze bietet Sanyo in drei Höhenbereichen als Sonderzubehör an. Außerdem gibt es noch eine spezielle Anschlussabdeckung, hinter der die seitlich weggeführten Kabel verschwinden.

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