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TESTBERICHT: Eizo Foris FS2332-BK Teil 7


Profilgenauigkeit

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Wir beschränken uns dabei nachfolgend auf das Monitorprofil, das im Rahmen der Kalibrierung auf die sRGB-Empfehlungen bezgl. Weißpunkt und Gradation erstellt wurde. Nach Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben. Die Referenzwerte leiten sich entsprechend aus dem Monitorprofil ab.

Profilgenauigkeit Ziel Erreicht
D65 (6502) 6602
95.04 100.00 108.88 95.12 100.00 110.54
- 0,28
- (0,08) 0,27
140,1 140,0
- -
- -
sRGB (~ Gamma 2,2) ~ 2,18 (avg.)

* CCT-Bezug / ** gemessen mit X-Rite DTP94

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die Profilvalidierung hat gezeigt dass der Eizo FS2332 in der Lage ist, die im Zuge der Kalibrierung und Profilierung eingestellten Werte konstant zu halten. Wie die Diagramme zeigen fallen die Abweichungen sehr gering aus.

Die Softwarekalibrierung und anschließende Profilierung basierte auf den weiter unten aufgeführten Parametern (Helligkeit: Sofern mit Bordmitteln erreichbar). Die Anführungszeichen sollten deutlich machen, dass es im Rahmen der Kalibrierung keinesfalls zu einer zielgerichteten Farbraumemulation kommt, sondern lediglich die in Klammern aufgeführten Vorgaben und eine möglichst hohe Neutralität bzw. Linearität sichergestellt werden. Die "Farbechtheit" wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software und der im Profil erfassten Monitorcharakteristik erreicht.

Insbesondere der Weißpunkt ist dabei keine fixe Größe, sondern sollte sich im Idealfall nach konstanten Umgebungs- bzw. Abmusterungsbedingungen richten. Die Gradation ist zwar fix mit dem jeweiligen Arbeitsfarbraum verknüpft, aber im Rahmen des Farbmanagement wird durch die Transformationen des CMM auch bei monitorseitig abweichender Gradation (sofern sie korrekt im Bildschirmprofil vermerkt ist) eine gemäß dem Quellfarbraum und seinen Parametern korrekte Darstellung sichergestellt. Sofern der Bildschirm über eine leistungsstarke Elektronik (LUT > 8Bit) verfügt, macht es aber in jedem Fall Sinn, die für seinen bevorzugten Arbeitsfarbraum vorgesehene Gradation zu wählen, sofern dies mit Bordmitteln möglich ist.

"sRGB" (Helligkeit: 140 cd/m², Gamma: sRGB, Weißpunkt: D65):
Helligkeit 49 %, Kontrast 50 %, Gamma 2.2, Schwarzwert 50, Rot 97, Grün 100, Blau 96.

Darstellung der RGB-Korrekturkurven der Grafikkarte nach der „sRGB“-Softwarekalibrierung mit iColor. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

Um einen ersten Eindruck von den tatsächlichen Abweichungen in farbmanagementfähiger Software zu geben, haben wir in Adobe Photoshop entsprechende Testpattern erzeugt, mit dem jeweiligen Profil des Arbeitsfarbraumes (sRGB, AdobeRGB, ECI-RGB 2.0) versehen und ausgemessen. Als CMM kam Adobe (ACE) zum Einsatz. Aufgrund des relativ farbmetrischen Rendering-Intents bleiben durch das CMM verursachte Farbraumkompressionen aus.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Kalibriert Ziel Erreicht
D65 (6502) 6575
95.04 100.00 108.88 95.05 100.00 110.01
- 20,26/0,69
- (0,08) 0,12
140,00 140,0
Nativ 0,15
Nativ 933
sRGB (~ Gamma 2,2) sRGB (~ Gamma 2,2)

* CCT-Bezug / ** gemessen mit X-Rite DTP94

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Wie viel Potential im Eizo FS2332 steckt zeigt das sehr gute Ergebnis nach Profilierung auf die Vorgaben von sRGB. Die DeltaE Abweichungen der Farbwerte sind nun auf ein Minimum gesunken, selbst die Grauachse verbessert sich noch ein wenig. Weißpunkt und Gamma entsprechen fast exakt den Vorgaben. Durch den niedrigen Schwarzpunkt von 0,15 cd/m² steigt der Kontrast auf 933:1.

UGRA-Test

Abschließend haben wir den Eizo FS2332 auf die Empfehlungen der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit, sofern mit Bordmitteln erreichbar: 140 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Die Zertifizierung kann aber natürlich auch mit anderen Parametern erreicht werden. Falls der Monitor keinen Gamma-Regler besitzt, wird durch die Kalibrierung der Tonwertumfang im Regelfall zu stark eingeschränkt, um den Test mit den vorgegebenen Parametern zu bestehen. Den Schwarzwert begrenzen wir manuell auf 0,3 cd/m², um Schwächen des EyeOne Pro zu minimieren.

Wie wir schon festgestellt haben ist eine 10Bit LUT kein Garant dafür den UGRA-Test zu bestehen. Beim Eizo FS2332 kommt aber noch eine brauchbare Gamma Einstellung dazu, verbunden mit der hochwertigen Elektronik schafft der FS2332 die Zertifizierung problemlos. Die meisten Monitore scheitern an einem zu geringen Tonwertumfang, für ein Bestehen des Tests müssen mindestens 95 Prozent erreicht werden. Der Eizo FS2332 erreicht 96,6 Prozent.

Mit folgenden Einstellungen haben wir auf die Vorgaben der UGRA kalibriert: Helligkeit 49 %, Kontrast 50 %, Gamma 1.8, Schwarzwert 50, Rot 100, Grün 100, Blau 90.

Der ausführliche UGRA UDACT Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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