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TESTBERICHT: AOC g2460Pqu Teil 9


Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Bei den Skalierungsoptionen zeigt sich der g2460Pqu auf den ersten Blick großzügig ausgestattet: Vollbild (Breit), 1:1 und eine ganze Reihe von Größengaben in Zoll. Hinter den Zahlen von 17 bis 23 Zoll verbergen sich diverse Anzeigegrößen in 4:3, 16:9 und 16:10. Die festen Kombinationen von Größe und Seitenverhältnis orientieren sich wohl an Spieleklassikern, im Videobereich lässt sich damit nichts anfangen.

Die wünschenswerteste Skalierungsfunktion "seitengerecht in voller Höhe" ist als Option nicht verfügbar. Nach etwas Rumprobieren finden wir schließlich eine Möglichkeit für 480p60 (NTSC). Bei 576p50 (PAL) bleiben ringsum immer Trauerränder – und sogar bei 720p50, das außerdem noch wie weichgezeichnet wirkt. Bei allen Auflösungen funktioniert 1:1, doch damit will man auf einem FullHD-Monitor nicht ernsthaft SD-Filme ansehen.

Halbbilder mochte unser AOC g2460Pqu nicht. Das Testbild wurde angezeigt, doch es zitterte sehr stark. Für Halbbildmaterial braucht man also den Deinterlacer des Medienplayers.

Progressives Material wird nur bei 60 Hz ohne Judder wiedergegeben. 24p wird angezeigt, doch hier ist der Judder stark, und bei 50 Hz ist er auch nicht viel schwächer.

Sonstiges

Videotypische Optionen für die Anpassung finden sich im OSD des g2460Pqu nicht: weder Overscan noch RGB-Signallevel oder Farbmodell können beeinflusst werden. Am PC ist das kein Problem, doch beim BD-Player mussten wir aufpassen: zwar erkennt der Monitor den eingeschränkten Pegelumfang, doch die automatische Spreizung ist zu stark. Auch hier sollte besser der BD-Player einspringen und gleich den vollen Umfang liefern.


Bewertung
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Kein Preis verfügbar
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Insgesamt macht der AOC g2460Pqu für das, wofür er bestimmt ist, eine gute Figur. Er wird als "Gaming-Monitor" verkauft und zusätzlich bekommt man noch eine Vielzahl von Ergonomie-Features geliefert, welche in diesem Umfang selbst bei vielen Office Monitoren nicht immer selbstverständlich sind. Toll sind auch die Anschlussvielfalt und der USB-Hub.

Im Spielbetrieb stellt sich der g2460Pqu richtig gut an und die Bildwiedergabe läuft flüssig und ohne Wackler, Nachzieher oder Ghostingeffekt. Selbstverständlich wird es aber Spieler geben, die diesem Monitor auf einem anderen Spielniveau begegnen und aus diesem Grund die Testwerte als Maßstab nehmen. Für ProGamer ist der Monitor sicherlich noch geeignet, allerdings gibt es am Markt Modelle mit kürzeren Bildaufbauzeiten, insbesondere bei 120 und 144 Hz.

Als Entertainmentgerät für Videoabende gibt es leider auch Einschränkungen. Zumal der piepsige Ton der eingebauten Lautsprecher schon sehr an die Nerven geht und die Blickwinkelabhängigkeit ein halbwegs frontales Sitzen vor dem Gerät erfordert. Auch beim Videomaterial ist das Testgerät sehr wählerisch und mag Interlaced-Material überhaupt nicht.

Auf Grund des stark beschränkten Farbraums und einer sehr schlechten Farbwiedergabe vor der Kalibration sollten auch Bildbearbeiter die Finger von diesem Gerät lassen. Da gibt es weitaus geeignetere Monitore, die auch Blickwinkelunabhängiger sind.

Zu diesem Zeitpunkt kostet der g2460Pqu rund 300,00 €. In diesem Preissegment siedeln auch andere Hersteller Ihre 1 ms Monitore mit 144 Hz an. Aufgrund der gezeigten Leistung geht der Preis noch in Ordnung und für Nutzer die ihren Fokus klar auf das Spielen richten, ist der Monitor durchaus eine Überlegung wert.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND

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