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TESTBERICHT: Asus VS24AHL Teil 7


TraceFree 60: Zügige Schaltzeiten, bereits sehr deutliche Überschwinger.

Die Schaltzeiten sind in der Werkseinstellung TraceFree 60 bereits sehr zügig, und das im ganzen Helligkeitsbereich einschließlich der dunklen Bildwechsel. Im rechten Chart sind die Überschwinger Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent noch moderat, bei den dunkleren Bildwechseln werden sie aber immer größer und erhöhen die Gefahr von Bildartefakten in schnellen dunklen Szenen.

TraceFree 100: Schnelle Schaltzeiten mit kräftigen Überschwingern.

In der höchsten Einstellung TraceFree 100 gehen die Schaltzeiten deutlich zurück. Die durchschnittliche Schaltzeit beträgt jetzt nur noch 7,2 Millisekunden, vor allem die Anstiegszeiten (dunkler Teil des Balkens) werden kürzer. Die Überschwinger nehmen dafür enorm zu: beim hier dargestellten recht hellen Bildwechsel 80-50 sind es nur 30 Prozent Überhöhung, doch bei den dunklen Bildwechseln steigt die Anstiegsflanke auf mehr als das Doppelte der Sollhelligkeit an. Die Neigung zu Bildartefakten in schnell bewegten Bereichen ist hoch.

Als Allroundeinstellung empfehlen wir mit TraceFree 20 eine zahmere Einstellung als die Werksvorgabe, dies sollte auch für Videos ausreichend sein. Höhere TraceFree-Werte wenden sich primär an Gamer.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim VS24AHL messen wir mit nur 0,8 Millisekunden eine extrem kurze Signalverzögerung, weniger ist kaum möglich. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 3,6 Millisekunden (TraceFree 100) gleichfalls sehr kurz. Für Gamer sind die resultierenden 4,4 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz kaum noch zu unterbieten.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des VS24AHL arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) sehen wir gewöhnlich die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart, die hier aber wegen der extrem hohen Schaltfrequenz von 14.000 Hz zu einem gelben Band zusammenläuft. Selbst besonders empfindliche Betrachter sollten bei einer derart hohen Schaltfrequenz keine Beeinträchtigungen durch das Backlight-Flimmern spüren.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Im Spieltest schlägt der VS24AHL sich richtig gut. Wir testeten das Gerät ausgiebig mit "Tomb Raider", "Call of Duty / Black Ops" und "WipEout HD". Erst bei dem sehr schnellen und rasanten "WipEout HD" konnte ein minimaler Schliereneffekt beobachtet werden, welcher aber bei Ego-Shootern oder Actionspielen nicht auffallen sollte. Schnelle Bildwechsel, wie sie immer wieder bei "GranTurismo" vorkommen, konnten uns ebenfalls überzeugen. Auch der Lesbarkeitstest von "PixPerAn" fiel mit einer Geschwindigkeit von 7 ordentlich aus. Damit ist der VS24AHL auf jeden Fall für den Gelegenheitsspielbetrieb zu gebrauchen.

Sound

Mit Lautsprechern kann der VS24AHL nicht dienen. Die einzige Möglichkeit dem Gerät Töne zu entlocken, besteht über den Kopfhörerausgang und auch nur wenn über HDMI eingespeist wird. Das ist eigentlich schade, denn ASUS weiß eigentlich wie es geht, aus wenig Raum viel Klang rauszuholen.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an den HDMI-Eingang des VS24AHL angeschlossen werden.

Der Filmmodus im OSD des VS24AHL präsentiert ein nicht nur kühles, sondern geradezu blaues Bild - das konnte uns überhaupt nicht überzeugen. Also wählten wir für den Videotest die Standard-Einstellung, die bei unserer Farbuntersuchung schon ganz passabel bewertet wurde. Zusätzlich änderten wir den Overdrive wie vorgeschlagen auf TraceFree 20.

Dieses Bild war minimal kühl, in sich aber stimmig mit recht natürlichen Farben, auch die Hauttöne kamen gut. Schwarzwert und Bildkontrast waren sehr gut. Die Detailzeichnung gelang in hellen wie dunklen Szenen sehr gut. Der Overdrive erwies sich als ausreichend schnell, Bildartefakte waren nicht zu sehen.

Das störende Glühen (Glow) der IPS-Monitore bei dunklem Bildinhalt ist beim VS24AHL zumindest in horizontaler Richtung noch erträglich, in vertikaler und vor allem diagonaler Richtung ist es allerdings unübersehbar. Im beleuchteten Raum mit Fremdlichtern ist die gute Entspiegelung von Vorteil, wenn man mit mehreren Zuschauern vor dem Gerät sitzt.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Zur Anpassung des Bildformats gibt es bei HD-Material die Skalierungsoptionen Vollbild und Overscan, bei SD-Material kommt noch 4:3 hinzu. Eine 1:1-Option fehlt.

HD-Material mit 1920 und 720 Pixeln Breite präsentiert der VS24AHL immer als Vollbild. Das passt nicht ganz, denn dieser Bildschirm hat ein 16:10-Format mit 1.200 statt 1.080 Bildpunkten Höhe. Folglich gibt es HD-Bilder immer nur leicht verzerrt. Bei den SD-Formaten passt es besser, zumindest 480p kommt in voller Höhe seitengerecht auf den Schirm, wenn die Option 4:3 gewählt wird.

Bei 576p50 zeigt sich eine verbreitete 50 Hz-Schwäche, das Bild wird verkleinert gezeichnet und erhält schwarze Ränder ringsherum. Leider passiert das sogar bei 720p50. Beim Judder gibt es keinen Unterschied, hier laufen 50 wie auch 60 Hz ohne Stottern und Ruckeln durch den Test. 24p zeigt der VS24AHL nicht an, stattdessen gibt es die Meldung "außer Bereich".

Halbbildmaterial mit 1080i50 und 1080i60 ist im HDMI-EDID eingetragen. Beide Formate werden dennoch mit kräftigem Zittern angezeigt, hier ist man auf den Deinterlacer des Medienplayers angewiesen.

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