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TESTBERICHT: Dell U3415W Teil 8


Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Dell U3415W aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus: "Benutzerfarbe", Gamma: PC) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration.

Der Dell U2715H zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrixprofil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht.

Die Graubalance hat sich auf ein gutes Ergebnis verbessert, während das Delta-C-Average mit 0,5 sogar mit sehr gut zu beurteilen ist, verhindert die Range von 1,94 diese sehr gute Beurteilung. Ähnlich sieht es bei den Buntfarben aus. Während das durchschnittliche Delta E 94 mit 0,41 in einem sehr guten Bereich liegt, verfehlt der maximale Wert mit 1,51 nur knapp ein sehr gutes Ergebnis, was letztendlich nur zu einer guten Beurteilung in den Buntfarben führt. Insgesamt schließen wir mit einer guten Bewertung in der Profilvalidierung ab.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.


Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor Kalibriert auf sRGB.

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die bunten Farben sind auch hier erstklassig.

Die Graubalance ist nach wie vor mit einem Delta-C-Average von 0,6 und einer Range von 1,9 in einem guten Bereich. Die Gammakurve läuft konform mit der Ideallinie. Zusammenfassend gibt das eine gute Beurteilung im kalibrierten Zustand.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

In der heutigen Zeit ist das Interpolationsverhalten durchaus wichtig, da Panels mit immer höheren Auflösungen für noch mehr Detailreichtum gefertigt werden. Jedoch gibt es noch immer viele Programme, die nicht einmal mit einer HD-Auflösung etwas anfangen können. Hierzu zählen sowohl Spieleklassiker als auch jede Menge Büro-Software.

Umso mehr muss sich der U3415W mit seinen 3.440 x 1.440 Pixeln nativer Auflösung und dem daraus resultierenden, ziemlich exotischen Seitenverhältnis von 21:9 hier beweisen und den Spagat schaffen, auch altes Material ordentlich abzubilden.

Testgrafik; links: nativ; rechts: 1.920 x 1.080.

Mit den vier Skalierungsmöglichkeiten "21:9", "16:9", "Automatisch" und "1:1" ist die Auswahl schon recht umfangreich, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Letztendlich reagiert die Elektronik dann auch so, wie man es sich vorstellt. Der 21:9-Modus ist somit nur für dieses Seitenverhältnis oder aber für 16:9 zu gebrauchen, alles andere wird gnadenlos in die Breite gezogen.

Der 16:9-Modus funktioniert im Grunde genauso und hat für Formate im 4:3-Seitenverhältnis keinen Sinn, da diese ebenfalls einfach breitgezogen werden. Hier bietet sich "Automatische Skalierung" als beste Option an, da sämtliche Auflösungen vertikal auf die volle Höhe des Bildschirms gebracht werden und dann seitengerecht mit Trauerrändern an den Seiten angezeigt werden. Auch bei "1:1" erlebt man keine Überraschungen, da alle verfügbaren Auflösungen in einem Fenster mit der vorgegebenen Pixelzahl angezeigt werden.

Textwiedergabe; links: nativ; rechts: 1.920 x 1.080.

Der Schärferegler ist mit 50 schon ab Werk zu hoch eingestellt. Erst ab einem Wert von 30 kann man bei nativer Auflösung keinen Farbsaum mehr erkennen. Die Reserven machen in den interpolierten Einstellungen jedoch einen guten Job. Dort wirkt das Bild bei Schärfe 100 etwas klarer, da die unscharfen Konturen wieder mehr Betonung erhalten.

Die Interpolationseigenschaften des U3415W kann man als gut bezeichnen. Das Gitter unserer Testgrafik erleidet durch die zusätzlich eingefügten Pixel nur einen geringen Schärfeverlust. Auch die feinen Linien erscheinen noch ordentlich gezeichnet. Text bildet hier keine Ausnahme. Erst ein zweiter genauer Blick offenbart die zusätzlich eingefügten grauen Pixel, die einen geringen Schärfeverlust mit sich bringen. Die Lesbarkeit bleibt auch bei kleinem Schriftgrad selbst in fett immer gegeben.

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4 Kommentare vorhanden


Bin ein wenig überrascht über das noch so positive Urteil.

Hatte 2x einen u3415w im Haus und bei beidem waren Ausleuchtung in den Ecken mehr als bemerkbar, die bedienung der Touchtasten ein graus.

So sehr ich das Format 21:9 liebe, und dell den bis jetzt den attraktivsten curved im Angebot hat, solang nicht auch die Technischen Details stimmen kann ich nicht über diese Probleme hinwegsehen, nicht für 750€.
Dass er in diesem Teil des Tests nicht gut abgeschnitten hat kannst Du in der Bewertungstabelle erkennen, ansonsten ist der U3415W ein tolles Gerät und hat zurecht diese Bewertung erhalten.
Das 21:9-Format ist, meiner Meinung nach, die Zukunft - sehr angenehm für die Augen. Den Dell U3415W habe ich im Büro mit Office- und Grafik-Software getestet und bin von der riesigen Bildfläche und Detailschärfe begeistert. Der Preis ist absolut fair!
@Abtei hier wurde die Revision A01 getestet, was man auf dem Bild zur Ausleuchtung sehr klar erkennen kann. Diese fällt bei der Revision A01 deutlich besser aus, als bei A00.

Trotzdem bleibt verdient selbst A01 nur die Bewertung zur Ausleuchtung wie PRAD.de sie vergeben hat...

...ich hoffe ja noch auf eine A02. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wahrscheinlicher ist eher direkt ein U3416W.

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