Test Monitor Dell U3415W
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OSD

Ein Druck auf eine beliebige Taste öffnet das Anfangsmenü. Die beiden linken Tasten dienen in dieser Ebene als benutzerdefinierte Tasten, die sich programmieren lassen. Im Hauptmenü dienen sie zum Auf- beziehungsweise Abwärtsnavigieren und erhöhen oder verringern in der Einstellungsebene die Werte. Die dritte Taste von links dient im Eintrittsmenü zum Aufruf des Hauptmenüs, während sie dort in die nächste Ebene navigiert und die Funktion hat, eine Einstellung zu bestätigen. Die vierte Taste von rechts fungiert entweder zum Verlassen des Gesamtmenüs oder navigiert in die vorherige Menüebene zurück. Äußerst rechts befindet sich die Power-Taste. Die Betriebs-LED darunter leuchtet während des Betriebs weiß und blinkt im Standby-Modus. Es ist auch möglich, die LED im Betrieb zu deaktivieren, jedoch verliert man im Dunkeln so auch den einzigen Orientierungspunkt hinsichtlich der anderen Tasten.

Dell U3415w Monitor Osd Anfang
Dell U3415w Monitor Osd Anfang 1
Tastenzuweisung Eingangsmenü und innerhalb des OSD-Menüs, sowie Betriebs-LED.

Die Einstellungsmöglichkeiten im OSD-Menü sind sehr umfassend und werden in elf Kategorien unterteilt. Schaut man auf diese ellenlange Liste, so wirkt das zunächst verwirrend, jedoch ist diese Aufteilung berechtigt und man findet sofort was man sucht. Gut gefallen hat uns die Anzeige bezüglich des Energiebedarfs. Diese wird permanent mit einer Skala von grünen Strichen oben im OSD-Menü dargestellt.

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Das OSD-Menü ist klar gegliedert (aus Handbuch Dell).

Das Einzige, was man kritisieren könnte, sind die manchmal etwas langen Wege, die zum Beispiel bei den Einstellungen der RGB-Kanäle bis in die fünfte Ebene führen. Sehr hilfreich ist die Möglichkeit, neben den vordefinierten Anwendermodi wie etwa Papier oder Film noch zwischen sechs verschiedenen Farbtemperaturen (5000K, 5700K, 6500K, 7500K, 9300K und 10000K) wählen zu können. Die Gamma-Einstellungen lassen sich zwischen PC (Gamma 2.2) und Mac (Gamma 1.8) umschalten. Auch das Eingangsfarbformat lässt sich mit RGB oder YPbPr anpassen.

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Vielfältige Farbeinstellungsmöglichkeiten (aus Handbuch Dell).

Leider weist das Handbuch ein paar Lücken auf und es hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. So wird man etwa bei „Spiel“ in den voreingestellten Modi oder im Einleitungssatz bei „Dynamischer Kontrast“ mit der indonesischen Sprache konfrontiert, was ein wenig zur Erheiterung beiträgt.

PiP/PbP

Die Aktivierung der Modi PiP und PbP funktioniert auf Anhieb und hält keine Überraschungen bereit. Wir hätten uns aber gewünscht, dass zumindest das PiP-Fenster in mehr als einer Größe verfügbar wäre, was leider nicht der Fall ist.

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PiP-/PbP-Einstellungsebene (aus Handbuch Dell).

Dafür gibt es eine andere überaus interessante Funktion, und zwar die Möglichkeit, zwei Quellgeräte mit einer Maus und einer Tastatur zu bedienen. Dafür müssen Maus und Tastatur direkt mit dem Monitor verbunden werden.

Schließt man nun beide Quellgeräte ebenfalls per USB an den Monitor an, ist es möglich, über die Einstellungsebene „PbP umschalten“ auf Tastendruck zwischen den Quellgeräten zu wechseln. Das ist eine tolle Funktion und bringt etwas mehr Ordnung auf den Schreibtisch, sollte man mit mehreren Computern simultan arbeiten müssen.

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Dell U3415w Monitor Pbp
PiP- und PbP-Funktion funktionieren auf Anhieb leider nur in einer voreingestellten Größe.

Um die zum Teil doch etwas langen Wege im Menü zu umgehen, besteht die Möglichkeit, die beiden linken Tasten im Eingangsmenü zu individualisieren und oft benutzte Tasten zu einer Art „Hotkey“ umzufunktionieren. Über die Kategorie „Individualisieren“ kann man diese Einstellung vornehmen.

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Die beiden linken Tasten im Startmenü lassen sich individualisieren (aus Handbuch Dell).

Uns ist es nicht gelungen, dem Monitor irgendwelche Signaltöne zu entlocken, so wie es im Handbuch beschrieben wird. Wir haben dafür in der Kategorie „Weiteres2 unter dem Punkt „Tastensound“ die Einstellung „auf“ (was sowieso eine merkwürdige Übersetzung darstellt) gewählt, doch ein Ton konnte bei der weiteren Bedienung des OSD-Menüs trotzdem nicht vernommen werden.

Dell Display Manager

Die mitgelieferte Software „Dell Display Manager“ bietet ein paar nützliche Zusatzfunktionen. Zunächst können im kleinen Rahmen auch hier Einstellungen wie Helligkeit und Kontrast verändert werden. Interessanter ist aber die Möglichkeit, bestimmten Anwendungen per Preset eine Farbtemperatur zuzuweisen, so dass bei Programmstart diese Einstellung aktiv wird.

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Die Software „Dell Display Manager“ beinhaltet gute Features.

Das funktioniert sehr gut, auch wenn man sich im Multi-Panel-Modus befindet. Sobald man in das Fenster der Anwendung klickt, wird das jeweilige Preset übernommen. Eine weitere Funktion dieser Software ist „Easy Arrange“. Hier stehen 20 verschiedene Fensteraufteilungen zur Auswahl. Sollte man jedoch seine eigene Fernsterkombination vorziehen, so kann auch diese abgespeichert werden.

Insgesamt bietet der Dell U3415W sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Obendrauf gibt es einige tolle Funktionen. Auch die Navigation innerhalb des Menüs ist kein Hexenwerk und lässt sich schnell verinnerlichen. Einzig die Trägheit der Tasten hinterlässt einen faden Beigeschmack.

4 KOMMENTARE

  1. @Abtei hier wurde die Revision A01 getestet, was man auf dem Bild zur Ausleuchtung sehr klar erkennen kann. Diese fällt bei der Revision A01 deutlich besser aus, als bei A00.

    Trotzdem bleibt verdient selbst A01 nur die Bewertung zur Ausleuchtung wie PRAD.de sie vergeben hat…

    …ich hoffe ja noch auf eine A02. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wahrscheinlicher ist eher direkt ein U3416W.

  2. Das 21:9-Format ist, meiner Meinung nach, die Zukunft – sehr angenehm für die Augen. Den Dell U3415W habe ich im Büro mit Office- und Grafik-Software getestet und bin von der riesigen Bildfläche und Detailschärfe begeistert. Der Preis ist absolut fair!

  3. Dass er in diesem Teil des Tests nicht gut abgeschnitten hat kannst Du in der Bewertungstabelle erkennen, ansonsten ist der U3415W ein tolles Gerät und hat zurecht diese Bewertung erhalten.

  4. Bin ein wenig überrascht über das noch so positive Urteil.

    Hatte 2x einen u3415w im Haus und bei beidem waren Ausleuchtung in den Ecken mehr als bemerkbar, die bedienung der Touchtasten ein graus.

    So sehr ich das Format 21:9 liebe, und dell den bis jetzt den attraktivsten curved im Angebot hat, solang nicht auch die Technischen Details stimmen kann ich nicht über diese Probleme hinwegsehen, nicht für 750€.

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