Test Monitor Dell U3415W
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Optik und Mechanik – Teil 2

Ein Pivotmodus ist aufgrund des extremen Seitenverhältnisses natürlich nicht vorhanden, wohl aber besteht die Möglichkeit, das Display durch die VESA100-Aufnahme an alternative Halterungen zu befestigen. Die Mechanik hinter diesen Funktionen läuft gegen einen geringen Widerstand sehr gut und weich, so dass die zweite Hand zu keiner Zeit benötigt wird.

Dell U3415w Monitor Vesa100
Unterstützung des VESA-Standards beim Dell U3415W.

Dass der U3415W nicht viel Wärme produziert, wird sofort klar, wenn man den Belüftungsschlitz betrachtet. Zwar zieht er sich fast über die ganze Breite des Monitors, doch ist er mit 5 mm nur sehr schmal. Zudem muss beachtet werden, dass sich das Netzteil innerhalb des Monitors befindet. Fährt man mit der Hand den Schlitz ab, so bemerkt man, dass die größte Wärme etwa mittig des Monitors produziert wird. Die Temperatur in diesem Bereich ist in etwa handwarm.

Technik

Betriebsgeräusch

Dem Dell U3415W konnten keinerlei Betriebsgeräusche entlockt werden. Egal, bei welcher Helligkeitseinstellung, es herrschte absolute Stille. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 130 W 56,4 W
Betrieb typisch 55 W
140 cd/m² 37,3 W
Betrieb minimal 19,3 W
Energiesparmodus (Stand-by) < 0,5 W 0,4 W
Ausgeschaltet (Soft-off) 0,4 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

* Ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

Dell nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 130 Watt, wir messen mit 56,4 Watt nicht einmal die Hälfte. Im Stand-by oder Soft-off verbraucht unser Testgerät 0,4 Watt, so dass die Herstellerangaben mit weniger als 0,5 Watt genau getroffen und auch die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie sehr gut eingehalten werden. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der U3415W allerdings nicht.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 37,3 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu befriedigenden 1 cd/W.

Anschlüsse

Schaut man auf das Anschluss-Panel des U3415W, so wird man zunächst regelrecht erschlagen von den vielen Schnittstellen. Zur Verfügung stehen zwei HDMI-Ports, davon einer mit MHL-Unterstützung, um mobile Geräte mit dem Display zu verbinden, und eine HDMI-2.0-Schnittstelle, um die nativen Auflösungen bei einer Bildwiederholungsrate von 60 Hz zu realisieren.

Des Weiteren gibt es zwei DisplayPort-Eingänge, davon einer in der Mini-Variante. Für MST-fähige (Multi Stream Transport) Monitore steht noch ein DisplayPort-Ausgang zur Verfügung. Die Tonweitergabe wird über eine 3,5-mm-Klinkenbuchse realisiert, um den Ton an externe Lautsprecher weitergeben zu können.

Dell U3415w Monitor Anschluesse1
Stromanschluss und Signaleingänge des Dell U3415W.

Auch USB-Geräte können mit dem Monitor verbunden werden. Hierfür stehen zwei USB-3.0-Upstream-Anschlüsse sowie vier USB-3.0-Downstream-Anschlüsse zur Verfügung. Einer von diesen befindet sich rechts auf der Rückseite des Monitors und bietet die Option, als Schnelllade-Port für mobile Geräte zu dienen. Besser hätte uns ein USB-Hub seitlich des Displays oder sogar am Fuß gefallen, denn dem Design erweist die Platzierung bestimmt keinen Gefallen und wirkt wie ein Fremdkörper.

Dell U3415w Monitor Anschluesse2
Einzelner, verlassener USB-Port auf der rechten Rückseite.

Insgesamt ist die Konnektivität sehr gut, jedoch gleicht das Verkabeln einer Tortur mit Aussicht auf Nackenschmerzen. Unter Garantie wird man die drei USB-Anschlüsse des Anschluss-Panels nicht verwenden, und man tut gut daran, Geräte anzuschließen, die grundsätzlich verbunden sein müssen, etwa Maus oder Tastatur.

Bedienung

Über fünf berührungsempfindliche Tasten wird das OSD-Menü des U3415W bedient. Außer auf dem Power-Knopf befindet sich jedoch kein Symbol oder Text auf den Tasten. Einzig ein hellgrauer Punkt kennzeichnet jede dieser Tasten und soll der Orientierung dienen. Leider sind diese Punkte schon bei spärlichen Lichtverhältnissen gar nicht mehr zu erkennen, und so macht man sich auf die Suche und hält nach einem anderen Orientierungspunkt Ausschau. Einzig die längliche Betriebs-LED unter dem Power-Knopf ist hierfür eine Hilfe.

Zudem reagieren die Tasten sehr träge und wollen recht genau getroffen werden, was die Navigation unnötig erschwert und bisweilen richtig nervig ist. Auch passierte es einige Male, dass wir zu weit nach links kamen und den Monitor ausschalteten, da der Power-Button in keiner Weise von den Bedienelementen abgegrenzt ist.

Das Bedienkonzept hingegen ist gut gelöst und lässt sich nach kürzester Zeit verinnerlichen. Zwar lässt sich das OSD-Menü nicht horizontal oder vertikal auf dem Bildschirm verschieben, da die Tasten oberhalb auf dem Display erklärt werden, doch sind die Symbole unmissverständlich dargestellt und es gibt keine Sichtprobleme mehr.

4 KOMMENTARE

  1. @Abtei hier wurde die Revision A01 getestet, was man auf dem Bild zur Ausleuchtung sehr klar erkennen kann. Diese fällt bei der Revision A01 deutlich besser aus, als bei A00.

    Trotzdem bleibt verdient selbst A01 nur die Bewertung zur Ausleuchtung wie PRAD.de sie vergeben hat…

    …ich hoffe ja noch auf eine A02. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wahrscheinlicher ist eher direkt ein U3416W.

  2. Das 21:9-Format ist, meiner Meinung nach, die Zukunft – sehr angenehm für die Augen. Den Dell U3415W habe ich im Büro mit Office- und Grafik-Software getestet und bin von der riesigen Bildfläche und Detailschärfe begeistert. Der Preis ist absolut fair!

  3. Dass er in diesem Teil des Tests nicht gut abgeschnitten hat kannst Du in der Bewertungstabelle erkennen, ansonsten ist der U3415W ein tolles Gerät und hat zurecht diese Bewertung erhalten.

  4. Bin ein wenig überrascht über das noch so positive Urteil.

    Hatte 2x einen u3415w im Haus und bei beidem waren Ausleuchtung in den Ecken mehr als bemerkbar, die bedienung der Touchtasten ein graus.

    So sehr ich das Format 21:9 liebe, und dell den bis jetzt den attraktivsten curved im Angebot hat, solang nicht auch die Technischen Details stimmen kann ich nicht über diese Probleme hinwegsehen, nicht für 750€.

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