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TESTBERICHT: LG 34UM67-P Teil 8


Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen "Aus", "Langsam", "Mittel" und "Schnell". Als Standardwert ist "Mittel" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Aus"

Bei deaktiviertem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,6 ms. Der GtG-Wert liegt fast gleichauf mit 12,3 ms. Der Mittelwert aller 15 Messpunkte liegt bei 17,9 ms. Den Übergang zwischen Mischfarben absolviert das Testgerät in 13,2 ms. Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50-80 Prozent ist vollkommen neutral.

Moderate Schaltzeiten und unauffälliger Helligkeitsverlauf.

60-Hz-Overdrive "Mittel"

Diese Einstellung ist zugleich auch der Werkszustand und offenbart, dass sich in Sachen Beschleunigung einzig am CtC-Wert etwas ändert und dieser mit 11,6 ms minimal schneller wird. Ansonsten können wir keinen Unterschied zwischen "Aus", "Langsam" und "Mittel" messen. Natürlich ändert sich am Helligkeitsverlauf ebenso nichts.

Wir haben die Messungen nochmals in den verschiedenen Spielmodi getestet, bei denen man den Overdrive einzeln nachregeln kann. Aber auch das brachte keine Veränderung bezüglich des Beschleunigungsverhaltens.

Schaltzeiten erfahren keine Veränderung gegenüber deaktiviertem Overdrive.

60-Hz-Overdrive "Schnell"

In der höchsten Overdrive-Einstellung "Schnell" passiert dann endlich auch etwas. Zwar wird der B/W-Wechsel mit 13,1 ms sogar etwas langsamer, doch legt der GtG-Wert mit 7,7 ms jetzt ordentlich nach und halbiert nahezu die Schaltzeit. Auch der Durchschnitt unserer 15 Messpunkte wird mit 10,4 ms deutlich schneller. Das sind zwar keine Rekordwerte im Vergleich zu anderen Monitoren, doch interessieren uns sowieso mehr die Farbübergänge, die mit dem CtC-Wert ermittelt werden, da wir in der Regel ein farbiges Bild sehen.

Als längste Zeitspanne, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und dabei seine Helligkeit zu stabilisieren, benötigt der LG 34 UM67 kurze 4,8 ms und rangiert damit im Vergleich zu anderen von uns gemessenen Gaming-Displays auf den vorderen Plätzen. Die durch die Beschleunigung produzierten Überschwinger fallen noch sehr moderat aus, wie man der Grafik entnehmen kann. Ob sie sich überhaupt im Spiel bemerkbar machen, erfahren wir in dem Abschnitt "Subjektive Beurteilung".

Bei der folgenden Grafik ist dies zu beachten: Durch die schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

Schnelle Schaltzeiten und moderate Überschwinger.

Da die Qualitätseinbußen absolut im Rahmen bleiben, empfiehlt es sich, den LG 34UM67 in der höchsten Stufe "Schnell" zu betreiben. Merkwürdig ist jedoch, dass man dem Gerät eine vierstufige Overdrive-Einstellung mitgibt, wovon zwei davon fast ohne Effekt bleiben. Auch der DAS-Modus hat keinerlei Auswirkungen auf die Reaktionszeit.

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1 Kommentar vorhanden


Diese Aussagen finde ich noch etwas präzisierungswürdig: "Nur zu oft haben wir den lästigen Zeilenversatz sehen müssen, den diese Technologie eigentlich verhindern sollte, da die fps unter 48 gefallen oder über 75 geklettert sind" und "Alles, was unter 48 Hz liegt, fängt an zu stottern, und oberhalb von 75 Hz fängt das Zerreißen des Bildes wieder an. "

Tatsächlich lässt sich aber das Verhalten ausserhalb des Freesync-Fensters festlegen: Entweder VSync on oder VSync off, wo sich der Monitor dann so verhält, wie halt auch sonst ein Montior mit VSync on oder VSync off d.h.
- VSync on: man hat darunter diskrete mögliche fps Schritte (--> Stottern) und kann die Obergrenze nicht überschreiten
- VSync off: Man hat darunter und darüber Tearing.


Zudem gab es Gerüchte, dass LG die Adaptive-Sync-Untergrenze auf 40 Hz gesenkt habe. Habt ihr da einen Kontakt bei LG? Das wären nämlich gute News :)

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