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TESTBERICHT: Asus PA329Q Teil 2


Bildqualität

Sowohl Panel-Rahmen als auch die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit: 50, Kontrast: 80, Schärfe nicht veränderbar, Gamma 2,2, Farbeinstellung 6500 K, Bildmodus "Standard". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung nahezu einwandfrei, nur ein ganz leichtes Banding ist zu beobachten. Farbschimmer treten nicht auf.

Graustufen

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der PA329Q sehr gut ab: Selbst die hellsten und dunkelsten Stufen sind vollständig differenzierbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Frontal und mittig betrachtet wirkt der Bildschirm zunächst ungemein schwarz und sehr homogen, nur die Ecken hellen sich etwas auf. Bei seitlicher Betrachtung lässt der Schwarzwert allerdings sichtlich nach. Je nach Betrachtungswinkel hellt sich der Bildschirm stellenweise oder vollständig sichtbar auf. Richtig schwarz ist der Monitor also immer genau dort, wo man nahezu senkrecht auf seine Oberfläche schaut.

Angesichts der Display-Größe, bei der bereits aus mittiger Sitzposition doch erhebliche Blickwinkel auftreten, ist das Ergebnis verglichen mit anderen Geräten subjektiv dennoch sehr gut. Schaut man an den Ecken senkrecht auf das Display, verschwinden die Einstrahlungen dort vollständig und wirken ansonsten zumindest weitgehend farbneutral.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PA329Q

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 342 cd/m². Das liegt sogar 14 % über der Herstellerangabe von 300 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 50 cd/m², so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt sogar bei sehr guten 1016:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung fällt mit einer durchschnittlichen Abweichung von 15,64 % eindeutig schlecht aus. Der Maximalwert liegt sogar bei 22,63 %. Auch die Farbhomogenität erzielt nur ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Maximalabweichung beträgt am Rand Mitte links 3,64 Delta C.

Auch subjektiv ist das schlechte Messergebnis leider durchaus nachzuvollziehen. Beim Arbeiten mit überwiegend weißem Hintergrund – beispielsweise beim Lesen von Dokumenten – fällt die Ungleichmäßigkeit hinsichtlich Helligkeit und Farbtemperatur durchaus auf.

Der PA329Q bietet zwar auch noch die Option "Gleichförmigkeitskompensation", die Ungleichmäßigkeiten ausgleichen soll. Allerdings lässt sich dann die Helligkeit nicht mehr regeln. Ab Werk ist sie vermutlich deshalb deaktiviert. Somit macht diese Funktion im Grunde genommen keinen Sinn.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild mit aktivierter Option "Gleichförmigkeitskompensation"

Während bei aktivierter Gleichförmigkeitskompensation die Farbreinheit unverändert bei einem zufriedenstellenden Ergebnis verharrt, kann zumindest die Helligkeitsverteilung dadurch auf ein gutes Ergebnis gebracht werden. Die durchschnittliche Abweichung beträgt jetzt nur noch 4,89 %, der Maximalwert liegt bei 10,57 %.

So richtig überzeugen kann diese Option trotzdem nicht, da die gemessene Helligkeit mit 205 cd/m2 doch schon sehr hoch liegt und sich auch nicht mehr ändern lässt.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des ASUS PA329Q, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der ASUS PA329Q besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des PA329Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Hinsichtlich Blickwinkelneutralität schneidet der PA329Q – wie von IPS-Panels gewohnt – sehr gut ab. Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben ausgesprochen stabil. Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und die etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt zwar grundsätzlich auch an den digitalen Eingängen, ist zumindest am DisplayPort aber in den meisten Bildmodi deaktiviert.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist nicht zuletzt dank der 4K-Auflösung erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Am DisplayPort konnten auch 4:3- und 5:4-Auflösungen problemlos dargestellt werden. Allerdings werden diese Auflösungen immer auf das Vollbild gestreckt und somit nicht verzerrungsfrei dargestellt. Eine Einstellmöglichkeit für 1:1- oder seitengerechte Darstellung haben wir im OSD bzw. Handbuch vergeblich gesucht.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

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1 Kommentar vorhanden



Ich habe diesen Monitor heute gekauft und ich werde ihn mit einem SPyder5 Pro kalibrieren. Also schlägst du mir vor, die Uniformitätsoptimierung nicht zu kalibrieren?

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