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TESTBERICHT: Dell U2417H Teil 2


Technik

Betriebsgeräusch

Das Display bleibt auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten jederzeit unhörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 68 W 20,5 W
Betrieb typisch 16,93 W -
140 cd/m² - 15,8 W
Betrieb minimal - 10,2 W
Energiesparmodus (Stand-by) < 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft-off) < 0,3 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) - -

* Ohne USB

Laut Datenblatt verbraucht der Dell U2417H maximal 68 Watt. Wir messen mit 20,5 Watt nicht einmal ein Drittel. Da kommt der typische Verbrauch mit 16,93 Watt dem von uns bei 140 cd/m² gemessenen Wert sehr viel näher. Mit 1,40 cd/W erreicht das Display eine hervorragende Effizienz. Der Energiebedarf sinkt im Stand-by-Betrieb auf 0,3 Watt und verringert sich noch mal auf 0,2 Watt, wenn der Monitor via Power-Knopf ausgestellt wird. Damit werden auch die EU-Richtlinien eingehalten. Ein Schalter, um das Display vom Stromnetz zu trennen, existiert aber nicht.

Anschlüsse

Über mangelnde Konnektivität kann man sich beim Dell U2417H nicht beklagen. Zur Verfügung stehen DisplayPort, Mini-DisplayPort und eine HDMI-Schnittstelle, die alternativ auch als MHL-Anschluss (Mobile High-Definition Link) dient. Hier kann man mobile Geräte wie z. B. Smartphones oder Tablets anschließen und deren Ausgabe bildschirmfüllend am Monitor genießen. Für MST-fähige (Multi Stream Transport) Monitore steht noch ein DisplayPort-Ausgang zur Verfügung. So kann ein weiterer Monitor über diesen Anschluss verbunden werden, ohne dass dieser eine direkte Verbindung zum Computer haben muss. Diese Reihenschaltung nennt sich "Daisy Chain". Neben dieser umfassenden Auswahl besteht noch die Möglichkeit, USB-Geräte mit dem Monitor zu verbinden. Dafür stehen ein USB-3.0-Upstream-Anschluss und vier USB-3.0-Anschlüsse zur Verfügung. Zwei von diesen sind zur besseren Erreichbarkeit auf der linken Monitorseite untergebracht. Die Tonweitergabe wird über eine 3,5-mm-Klinkenbuchse realisiert, um den Ton an externe Lautsprecher weitergeben zu können. Sicherlich wäre eine zweite HDMI-Schnittstelle toll gewesen, damit ein Wechsel von HD-Zuspielern nicht immer sofort auch einen Kabelwechsel bedeutet. Das ist allerdings Jammern auf sehr hohem Niveau.

Anschlussvielfalt des Dell U2417H

Bedienung

Das OSD-Menü wird über vier sehr kleine manuelle Tasten gesteuert, die sich unter der rechten Seite des Monitors befinden und mit leisem Knacken Rückmeldung über deren Betätigung geben. Rechts von ihnen befindet sich der Power-Knopf, der über eine andere Form verfügt und damit ein versehentliches Ausschalten ausschließt. Die integrierte weiße Betriebs-LED kann über das OSD-Menü wahlweise auch deaktiviert werden.

Eine Beschriftung der Tasten ist alleine schon aus Platzgründen nicht möglich. Nach Druck auf eine beliebige Taste wird das Eingangsmenü oberhalb der Tasten sichtbar.

Die Tastenzuordnung wird erst nach Aktivierung auf dem Display sichtbar

Die beiden linken Tasten lassen sich mit einigen Grundfunktionen individualisieren, während die dritte Taste immer das Hauptmenü aufruft und die rechte Taste zum Verlassen des Menüs dient.

Links: Die beiden linken Tasten im Eingangsmenü lassen sich mit einigen Funktionen belegen; Rechts: Die Tasten befinden auf der Unterseite des Displays

Innerhalb des Hauptmenüs navigieren die erste und zweite Taste vertikal durch das Menü. Mit der dritten Taste betritt man die Einstellungsebenen und bestätigt die vorgenommenen Änderungen. Die vierte Taste dient zum Verlassen der Einstellungsebenen und schließlich des Menüs. Diese Methode, das Setup zu verstellen, geht zwar nicht ganz so flüssig von der Hand wie die Methode mit dem Joystick, auf die viele Hersteller mittlerweile zurückgreifen. Mit ein wenig Übung ist das Konzept aber auch schnell erlernt.

OSD

Das OSD-Menü ist sehr modern gestaltet, und trotz seines Umfangs findet man sich hervorragend darin zurecht. Dell macht hier einiges richtig und nutzt mehrere Kategorien, damit die Liste der Unterpunkte nicht zu lang wird.

Acht Kategorien garantieren eine gute Übersicht

Bei dem U2417H sind es acht Kategorien. Alle Punkte sind auf diesem Wege gut zu finden, ohne dass man groß suchen müsste. Bis auf die Kategorie "Helligkeit/Kontrast" lässt sich zudem ein Reset der einzelnen Kategorien durchführen. Unter der Kategorie "Farbe" sind acht voreingestellte Modi wählbar. Ob diese nun über die idealen Voreinstellungen verfügen, ist natürlich auch immer eine Geschmacksfrage.

Voreingestellte Modi bleiben komplett konfigurierbar

Positiv ist uns aufgefallen, dass fast sämtliche Einstellungen noch konfigurierbar und bis zu einem Reset auch erhalten bleiben. Darunter befindet sich auch der sRGB-Modus, der glücklicherweise auch bei Aktivierung noch in der Helligkeit anzupassen ist, was bei vielen anderen Monitoren nicht der Fall ist. Unter den voreingestellten Modi existiert noch "Farbtemperatur" Hier hat man die Wahl zwischen 5000, 5700, 6500, 7500, 9300 und 10 000 Kelvin. Leider kann die Farbtemperatur nicht mit einem anderen Modus kombiniert werden.
Alle anderen Funktionen sind selbsterklärend. Lobend zu erwähnen ist noch das Handbuch, das auch für Anfänger sämtliche Funktionen sehr gut erklärt.

Bildqualität

Das Panel ist matt entspiegelt und schluckt einfallendes Licht gut. Leuchtet man mit einer Taschenlampe direkt auf die Oberfläche, so wird das Licht stark gebrochen zurückgegeben.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 75 %, Kontrast 75 %, Schärfe 50, Gamma "PC", Bildmodus "Standard". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf wirkt sehr schön homogen. Der kritische Bereich für viele Monitore befindet sich nahe der Mitte, wo das Weiß in ein sehr helles Grau übergeht. Auch dieser Bereich weist nur mäßiges Banding auf, und bei seitlicher Ansicht verbessert er sich sogar und wirkt ebenfalls sehr schön homogen. Die Graustufendarstellung gelingt bei den hellen Grautönen sehr gut und ist bis zum letzten Feld zu erkennen. Die dunklen Grautöne sind bis zum drittletzten Feld vom Hintergrund zu unterscheiden. Bei seitlicher Ansicht verlieren die hellen Grautöne nur ein Feld. Die dunklen Grautöne verlieren weitere drei Felder. Ein Farbstich ist nicht zu erkennen. Insgesamt ist das ein sehr ansprechendes Ergebnis.

Graustufen des Dell U2417H

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Die Schwarzbilddarstellung ist nahezu tadellos. Erst bei genauerem Hinsehen kann man oben links und unten rechts zwei Highlights entdecken, die selbst in absoluter Dunkelheit nur wenig auffallen. Erst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit sind die Einstrahlungen deutlicher zu erkennen. Clouding ist ebenso kein Problem für den U2417H. Der Schwarzwert ist für ein IPS-Panel ungewöhnlich gut und kommt dem eines VA-Panels schon sehr nahe. Auch der Glow ist erfreulich gering. Zwar hellt das Bild etwas auf, da die Hintergrundbeleuchtung durchscheint. Es entsteht dabei aber nicht der gelbe Schleier, der sich bei vielen IPS-Panels über den Bildschirm legt.

Glow des Dell U2417H

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Dell U2417H

Bei nativem Weißpunkt erreicht das Panel des U2417H nur eine Leuchtdichte von 220 cd/m². Das ist 12 Prozent weniger zum angegebenen Wert von 250 cd/m² des Herstellers. Das ist noch keine sehr große Abweichung und reicht in der Regel auch in hellen Räumen noch aus. Aufgrund der marginalen Anpassungen verliert das Display auch keine Leuchtkraft, wenn der Weißpunkt auf D65 gebracht wird. Mit einer minimalen Helligkeit von nur 25 cd/m² ist es auch möglich, in absoluter Dunkelheit zu arbeiten, ohne geblendet zu werden.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis liegt bei sehr guten 1054:1. Im Rahmen der Messgenauigkeit wird bei 0 Prozent Helligkeit sogar ein Kontrastverhältnis von 1250:1 erreicht. Nach der Kalibrierung verliert das Kontrastverhältnis nur wenig und erreicht immer noch sehr gute 1045:1.

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3 Kommentare vorhanden


Danke für den Test. Die Skala für den Energieverbrauch könnte angepasst werden. Der Eizo EV2455 schafft 140cd/m² mit 12.5W, da sind die 15.8W vom Dell m.e. bestenfalls noch ein "gut", kaum aber "hervorragend".
Laut http://www.tftcentral.co.uk/reviews/dell_u2417h.htm tritt der heftige Inputlag nur auf, wenn das Display nicht in der nativen Auflösung betrieben wird. Könnte das auch hier der Grund für das schlechte Abschneiden in dieser Disziplin sein?
13 ms sind nun nicht gerade heftig. Aber wir testen immer in der nativen Auflösung.

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