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BRANDHEISS

Test Monitor Dell U2417H
6/6

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die kleine HD-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten wird am Computer erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild dargestellt. Kommt das Signal jedoch über einen BD-Player, wird das Bild vertikal um 34 Pixel und horizontal um 42 Pixel beschnitten. Merkwürdigerweise bleibt das Bild bei 1080p vom Beschnitt verschont. SD-Material wird folgerichtig mit Balken links und rechts angezeigt, während das Bild vertikal die gesamte Höhe einnimmt.

Über mangelnde Flexibilität kann man sich beim U2417H nicht beklagen. Laut Handbuch werden Interlaced-Signale in 480i, 576i und 1080i angenommen. Wir haben dies an HDTV-Empfänger und BD-Player getestet und sahen bei den genannten Auflösungen ein flüssiges Bild. Ein Deinterlacer wurde allerdings nicht verbaut, da das Display nur Halbbildfolgen im 2:2-Rhythmus richtig wiedergibt. Bei einer 3:2-Kadenz geht die Elektronik von Videomaterial aus. Das Ergebnis sind eine starke Kammbildung und der übliche Moiré-Effekt.

Auch in Sachen Aktualisierungsraten reagiert das Testgerät flexibel und nimmt neben 60 Hz auch 50 und 24 Hz entgegen. Zwar wird nur bei 60 Hz der Juddertest bestanden, doch lässt sich auch ein Film bei 24 Hz problemlos schauen und Popcorn-Feeling aufkommen.

Overscan

Eine Overscan-Funktion bietet der Dell U2417H nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Die Elektronik wechselt bei Anschluss an einen BD-Player selbstständig das Farbmodell von „RGB“ auf „YPbPr“. Sollte das einmal nicht funktionieren, so kann man im OSD unter „Farbe“ -> „Eingabeformat“ manuell umschalten.

Auch der Signallevel wurde am PC und BD-Player automatisch angepasst. Sollte das aber einmal nicht funktionieren, besteht keine Möglichkeit, im OSD darauf zu reagieren.

Bewertung

ab 355,55 €
4.1

SEHR GUT
Dell 210-AHJK U2417H InfinityEdge Monitor 61 cm (24 Zoll)
Preis: --
(Stand von: 23.05.2022 22:35 - Details
×
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Fazit

Der Dell U2417H legt hauptsächlich eine überaus solide Leistung ab. Um ein ermüdungsarmes Arbeiten zu ermöglichen, sind sämtliche Ergonomie-Features vorhanden, die auch mechanisch einen guten Eindruck hinterlassen. Einzig die Standfestigkeit dürfte etwas besser sein.

Das Design der U24-Serie, die mittlerweile seit 2009 regelmäßig überarbeitet wird, bleibt der minimalistischen Linie treu und ändert sich immer nur leicht. Während der Vorgänger schon über einen dünnen Rahmen verfügte, kann unser Testgerät den weltweit dünnsten Rahmen vorweisen und eignet sich deswegen besonders für ein Multi-Monitor-Setup. Als spezielles Zubehör bietet Dell direkt einen Doppelständer an, der mit einem Preis von knapp unter 200 € aber auch kein Schnäppchen ist. Des Weiteren besteht der U2417H aus hochwertigem Kunststoff, der auch über eine tolle Haptik verfügt.

Farbverbindliche Arbeiten im sRGB-Farbraum kommen dem Display aufgrund der Farbraumabdeckung von 99 Prozent sRGB vor und 100 Prozent sRGB nach der Kalibrierung entgegen. Die Farbgenauigkeit im sRGB-Modus reicht bereits vor der Kalibrierung für Hobbyfotografen aus. Auch die gleichmäßige Ausleuchtung und die Farbreinheit des Displays sind positiv zu erwähnen.

Für einen Videoabend ist das Gerät bestens gewappnet, wenn der Ton extern wiedergegeben werden kann. Dann darf auch die Gruppe vor dem Bildschirm größer ausfallen. Aufgrund des 16:9-Seitenverhältnisses, des tollen Schwarzwertes, der guten Blickwinkelstabilität und der Tatsache, dass auch eine 24-Hz-Wiedergabe möglich ist, kommt richtiges Popcornfeeling auf.

Für Gamer gibt es auf jeden Fall bessere Geräte. Sicherlich lässt sich mit diesem Monitor auch das eine oder andere Game spielen, aber aufgrund der recht langen Gesamtlatenz von 19,1 ms sollte es nicht auf Schnelligkeit ankommen, wie es z. B. bei Ego-Shootern der Fall ist. Bei Rennsimulationen oder Jump-&-Run-Spielen gibt es aber keine großen Einschränkungen.

Alles in allem ist der Dell U2417H ein tolles Gerät, das bei einem momentanen Preis von 250 € eine definitive Kaufempfehlung darstellt.

Testlogo Dell U2417H

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Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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8 Gedanken zu „Test Monitor Dell U2417H“

  1. Danke für den Test.
    Warum nur schraubt Dell die Auflösung runter, unter den „Vorgänger“.
    Schade schade, hätte fast zu geschlagen.

    Antworten
  2. pcmonitors.info also measured ~5ms input lag, so I wonder what you guys at Prad could maybe did wrong? Since your measurements show 13ms, but the other websites measured a significantly lower input lag (it’s really in a whole different league). They say in their review, after mentioning that 5.15ms was the result of 30 measurements, averaged: „This value was not altered by using the ‘Game’ preset, but was significantly higher (>20ms) when the monitor was set to run at a non-native resolution. This explains the discrepancy between our reading readings on other reviews where the monitor was not running in its native resolution.“

    Antworten
    • Incidentally, SMTT was developed by a former PRAD editor. However, the results were too imprecise for us, which is why we have been measuring for years using sensors and not software plus camera.

      Antworten
  3. Bei YouTube hat ein Engländer ein Video reingestellt, wo er diesen Monitor vorstellt und dabei ganz nebenbei die Auflösung von 1080(empfohlene) auf 1440P gestellt hat. Können Sie das von Prad bestätigen, dass man beim Dell U2417h die Auflösung bis auf 1440P stellen kann?
    Hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=p1GmrtRUBhY

    Antworten
    • Getestet haben wir das nicht, beim Gaming wird dies aber gelegentlich gemacht. Nur hat jeder TFT-Monitor eine feste Pixelstruktur und das sind bei diesem Monitor 1920 x 1080 Bildpunkte. Damit bekommst Du eine optimale Bilddarstellung. Wenn Du 1440 Bildpunkte willst, wähle einen Monitor mit WQHD-Auflösung.

      Antworten
  4. Danke für den Test. Die Skala für den Energieverbrauch könnte angepasst werden. Der Eizo EV2455 schafft 140cd/m² mit 12.5W, da sind die 15.8W vom Dell m.e. bestenfalls noch ein „gut“, kaum aber „hervorragend“.

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