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TESTBERICHT: Dell U2417H Teil 3


Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des Dell U2417H

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Hier schneidet der U2417H fast perfekt ab. Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von nur 8,44 Prozent kann das Panel vollkommen überzeugen, während die durchschnittliche Helligkeitsabweichung mit 3,80 Prozent nur sehr knapp mit 0,8 Prozent an einem sehr guten Ergebnis vorbeischrammt. Die Farbreinheit erreicht mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,97 und einem maximalen Delta C von nur 1,59 in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis.

Coating

Links das Coating des Dell U2417H, rechts das Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Dell U2417H bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad. Ganz egal, aus welchem Winkel das Bild betrachtet wird: Es tritt ein identischer Kontrastverlust auf, der sich ab etwa 40 Grad visuell bemerkbar macht. Das Display verliert dann an Leuchtkraft und die Farben wirken nicht mehr so strahlend. Eine Farbverschiebung tritt dabei nicht auf.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Natürlich erhält man das beste Ergebnis, wenn dem Monitor die native Auflösung zugespielt wird. In der Regel kann die Auflösung innerhalb der Software auch angepasst werden. Es existieren allerdings noch Spieleklassiker oder alte Programme, deren maximale Auflösung noch kein HD unterstützt. In solch einem Falle kommt es dann auf die Interpolationsfähigkeit eines Monitors an, um auch kleinere Auflösungen ordentlich darstellen zu können. Um angemessen auf andere Auflösungen reagieren zu können, bietet das OSD die Seitenverhältnisse "Breite 16:9", "4:3" und "5:4" an.

Am PC werden bei "Breite 16:9" sämtliche Auflösungen, auch die mit einem anderen Seitenverhältnis, auf die volle Panel-Größe gebracht, was natürlich teilweise eine völlig verzerrte Darstellung zur Folge hat. Material mit einem Seitenverhältnis von 4:3 wird dementsprechend bei der Einstellung von 4:3 im OSD seitengerecht auf die volle Panel-Höhe mit Balken rechts und links angezeigt. Etwas befremdlich ist die Option "5:4", die ebenfalls gewählt werden kann, heutzutage aber sehr selten anzutreffen ist. Eine automatische Einstellung wie z. B. "Seitengerecht", oder eine pixelgenaue Darstellung ist nicht vorhanden. Ein Schärferegler ist allerdings an Bord und voreingestellt bei dem Wert 50 % – einstellbar in Zehn-Prozent-Schritten. Dies ist auch der ideale Wert. Bereits bei 40 % wirkt das Bild unscharf und bei 60 % erhalten Linien sofort eine Doppelkontur.

Bei der nativen Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wird das hochauflösende Gitter unserer Testgrafik natürlich detailreich und scharf abgebildet. Die Qualität leidet bei der kleinen HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln sehr. Die feinen Linien sind nicht mehr als solche zu erkennen, und auch das Kreuz in der Mitte wirkt sehr unscharf und verwaschen.

Testgrafik: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Text bereitet dem U2417H nicht so große Probleme. Zwar kann man gut die zusätzlich eingefügten grauen Bildpunkte erkennen, die nötig sind, um den hinzugewonnenen Platz auszufüllen. Aber auch fette Schrift in 7 Punkt bleibt problemlos lesbar.

Textwiedergabe: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetz.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Mit 99 Prozent vor und 100 Prozent nach der Kalibrierung erreicht das Display in beiden Fällen natürlich eine sehr gute Beurteilung.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus "Standard", Gamma "PC", Helligkeit 75 % und Kontrast 75 %.

Graubalance in der Werkseinstellung

In den Werkseinstellungen wird mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,87 und einer Range von 2,52 ein befriedigendes Ergebnis erreicht. Hier hätten wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht. Die Gammakurve verläuft hingegen unauffällig bei einem Mittel von 2,18. Auch der Weißpunkt ist mit 6613 K nur geringfügig kühler als die gewünschten 6500 K.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Unter "Farbe" -> "Voreingestellte Modi" existiert ein dedizierter sRGB-Modus. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,30 und einer Range von 1,73 erreicht der U2417H in beiden Fällen ein gutes Ergebnis. Bei den bunten Farben erreicht das Panel mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,92 ein sehr gutes Ergebnis. Insgesamt reicht das allerdings nur für ein gutes Ergebnis, da immer das schlechtere Teilergebnis für das Gesamtergebnis ausschlaggebend ist. Die Gammakurve bleibt nach wie vor unauffällig bei einem Mittel von 2,19. Der Weißpunkt legt mit 6536 K fast eine Punktlandung hin.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Dell U2417H aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Benutzerfarbe", Gamma "PC") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der Dell U2417H zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Während bei den bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,33 exzellente Werte erreicht werden, liegt auch das durchschnittliche Delta C von 0,44 der Graubalance in einem sehr guten Bereich. Aufgrund der Range mit einem Delta C von 1,30 gelingt aber trotzdem keine sehr gute Gesamtbewertung. Die grafische Darstellung macht die höhere Abweichung durch den äußeren rechten Balken sehr schön deutlich. Die Gammakurve folgt der Normkurve sehr genau.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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3 Kommentare vorhanden


Danke für den Test. Die Skala für den Energieverbrauch könnte angepasst werden. Der Eizo EV2455 schafft 140cd/m² mit 12.5W, da sind die 15.8W vom Dell m.e. bestenfalls noch ein "gut", kaum aber "hervorragend".
Laut http://www.tftcentral.co.uk/reviews/dell_u2417h.htm tritt der heftige Inputlag nur auf, wenn das Display nicht in der nativen Auflösung betrieben wird. Könnte das auch hier der Grund für das schlechte Abschneiden in dieser Disziplin sein?
13 ms sind nun nicht gerade heftig. Aber wir testen immer in der nativen Auflösung.

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