Analog ist raus: Intel mustert VGA-Anschluss aus

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Wie die US-Dependance von Tomshardware unter Berufung auf Intel berichtet, will sich der Elektronikkonzern bis spätestens 2015 vom altgedienten VGA-Port verabschieden. Gemeinsam mit AMD, Dell, Lenovo, Samsung und LG soll die Ausmusterung der analogen Displaytechnologie vollzogen werden.

Ablösung in Sicht: Das Ende der analogen VGA-Schnittstelle kommt unaufhaltsam näher. (Foto: Wikipedia / Evan Amos)

Gleichzeitig gelte es, industrieweit digitale Schnittstellen wie HDMI und Displayport zu etablieren. Angesichts der vorherrschenden Verwirrung auf Konsumentenseite, ausgelöst durch das durch reichliche Schnittstellenangebot, scheint dem Chiphersteller die Zeit dafür reif zu sein. Immerhin finden sich auf PC-Seite mit DVI und VGA und den beiden neueren digitalen Varianten bis zu vier Schnittstellen, die Endkunden die Entscheidung in Bezug auf eine neue Grafikkarte oder einen Monitor nicht gerade erleichtern.

Natürlich werde die Umstellung nicht über Nacht geschehen. Vielmehr sei sie ein Prozess, der sich über die nächsten Jahre erstrecken werde. Intel plant, 2015 endgültig keine Motherboards mit VGA-Port mehr anzubieten. In bestimmten Niedrigspannungs-Computerbussystemen wie LVDS – unter anderem verwendet für den internen Bildschirmanschluss bei Notebooks – soll die Analogvariante bereits 2013 ausscheiden. AMD will sich ebenfalls an diesen Plan halten, um bis 2015 VGA-frei zu sein.

Bei PC-Monitoren könnte VGA sogar noch über 2015 hinaus zum Standard gehören; tritt der Fall ein, könnte es der Anschlusstyp auf einen rund 30-jährigen Lebenszyklus bringen. „Displayanschlüsse wie Displayport und HDMI werten das visuelle Erleben am PC deutlich auf, sie ermöglichen höhere Auflösungen und sattere Farben. Dabei benötigen sie weniger Strom, was beispielsweise der Akkulaufzeit von Notebooks zugutekommt“, preist Intel-Stratege Eric Mentzer die digitalen Schnittstellen.

Laut Eric Demer von AMD ist das Unternehmen der Auffassung, dass Displayport 1.2 die Monitorschnittstelle der Zukunft sein wird. HDMI, ab der 3D-fähigen Version 1.4a, werde in der Hauptsache bei Fernsehgeräten zu finden sein. Bereits 1987 brachte IBM den VGA-Anschluss heraus. Der Standard unterstützt Monitorauflösungen von 640 mal 480 Pixeln bis hin zu 2.048 mal 1.536 Bildpunkten.

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