Apple plant womöglich neue MicroLED-Fabrik in Taiwan

Aus Südkorea kommt zudem ein neues Verfahren, mit dem MicroLEDs auf Nanomembrane aufgetragen werden können

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Wie mehrere Medien berichten, plane der US-Konzern Apple gemeinsam mit den taiwanischen Unternehmen AU Optronics (AUO) und Epistar eine neue Fabrik für MicroLED- und Mini-LED-Panels. Konkret soll die Fertigung für umgerechnet rund 309,1 Millionen Euro im Hsinchu Science Park entstehen, der im Norden Taiwans liegt. Ansässig sind dort bis dato weitere bekannte Namen wie MediaTek, Philips, Realtek und TSMC.

AUO Flexible Micro-LED (Bild: AUO)
Flexibles MicroLED-Display von AUO (Bild: AUO)

Ein rund 31 Hektar großes Gelände soll für das Vorhaben von Apple, AUO und Epistar genutzt werden. Ein Team des US-Unternehmens sei bereits vor Ort, um das Projekt voranzubringen. Gerüchten zufolge stehen auch schon erste Produkte mit Mini-LED-Display auf der Agenda, darunter diverse iPad-Varianten, ein iMac und zwei MacBook Pro. Aufgrund der Corona-Pandemie könnte sich das Mini-LED-Debüt des US-Riesen aber noch auf 2021 verschieben. AUO machte derweil kürzlich mit einem flexiblen MicroLED-Prototyp Schlagzeilen (siehe PRAD-News AUO zeigt flexibles MicroLED-Display mit 228 ppi).

Apropos MicroLED: Forscher der Seoul National University entwickelten gemeinsam mit drei anderen Universitäten bzw. Instituten eine Technik, um MicroLEDs auf 100 nm dünnen Saphir-Nanomembranen aufzutragen. Das Ergebnis sind eine um 44 Prozent erhöhte Quanteneffizienz und eine 3,3-mal höhere Photolumineszenz. In Produktionshallen eingesetzt, könnte dieses Verfahren auf lange Sicht kostengünstigere MicroLED-Panels mit besseren Leuchteigenschaften hervorbringen. (Quellen: Appleinsider und nature via MicroLED-Info)

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